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Reisfelder in Madagaskar und ihre Nutzungsmöglichkeiten

Reisfelder Hochland Madagaskar
Reisfelder Hochland Madagaskar

 

Wer Madagaskar kennt, kennt auch das Bild mit den grünen Reisfeldern, ein paar Zebus und den Bauern, die Ihre Rinder herumtreiben, um die Felder bereit zu machen für die nächste Reiseernte. Oder das Bild mit den gebückten Frauen, die die neue Reissaat aussetzen. Manchmal sieht man sie bis über die Taille verschlammt im Wasser herumstapfen.

Die Reisfelder in Madagaskar verbergen mehr, als man beim Vorbeifahren erst denkt. Dass sie für den Reisanbau benutzt werden, versteht sich von selbst, aber für was sie sonst alles benutzt werden, ist weniger bekannt.

Speziell im Hochland von Madagaskar, wo man nur eine Reisernte pro Jahr machen kann, werden die Felder in den (Süd-)Wintermonaten Juni, Juli und August oft für andere Zwecke eingesetzt.

Wenn man unterwegs ist zwischen der Hauptstadt Antananarivo und Fianarantsoa, sieht man fast die ganze Strecke lang links und rechts viele Reisfelder und Reisterrassen. Die Felder sind zu dieser Jahreszeit mehr bräunlich als grün und es sieht manchmal aus, als lägen sie alle brach.

Aber plötzlich fährt man an einem Feld vorbei und beobachtet, dass viele Frauen im schlammigen Wasser irgendwas einsammeln und in Ihre Körbe werfen, die sie am Rücken oder auf dem Kopf tragen. Was kann es sein, denkt man, vielleicht sammeln sie Reste der letzten Ernte ein oder sie nehmen Steine weg, um die Felder für die nächste Ernte vorzubereiten? Es ist keines der beiden. Die Frauen sind am Fischen. Ja richtig, es wird in den Reisfeldern gefischt. Nicht armlange Fische wie Tilapia, die man sonst auf den Märkten im Hochland von Madagaskar kaufen kann, sondern ganz kleine Fische. Diese Fische werden anschliessend getrocknet und viel später dann erst im Wasser eingeweicht und danach in heissem Öl frittiert. Diese – laut den Madagassen – Delikatesse nennt man Pirna und sie schmeckt ähnlich wie der Trockenfisch im hohen Norden Europas.

Ein weiterer Anwendungsbereich für die Reisfelder ist die Produktion von Backsteinen.

Die Bauern vermieten Teile ihrer Felder an kleine Familienbetriebe, die mit dem Lehm Backsteine herstellen. Die Felder werden dadurch umgegraben und die Bauern sparen sich nebst den Mieteinnahmen auch Arbeit. Die Backsteine werden direkt auf dem Feld geformt und an die Sonne gelegt, um zu trockenen. Danach werden sie mauerartig aufgestapelt. Später müssen die Steine noch gebrannt werden. Je nach Region und Geldbeutel der Produzenten wird Holz oder Reisspreu benutzt, um die Steine zu brennen. Der Brennprozess geht über mehrere Tage und es ist sehr wichtig, dass das Feuer nicht auslöscht bevor die Steine richtig gebrannt sind. Während dieser Zeit wohnen die Arbeiter direkt neben dem Meiler und hüten das Feuer. Ihre geübten Augen sehen auch, wenn die Steine fertig sind. Dies erkennen sie an der erreichten Endfarbe, die sich je nach Region unterscheiden kann und sich zwischen grau und dunkelrot bewegt.

Auf Ihrer nächsten Reise durch Madagaskar ist es interessant zu beobachten, was alles auf den Reisfeldern passiert. Machen Sie einen Stopp, reden Sie mit den Frauen, die am Fischen sind oder mit den Männern, die Backsteine produzieren. Probieren sie selber mitzuhelfen, vielleicht nicht bei den fischenden Frauen, aber warum nicht bei einem der Backsteinproduzenten. Sie bekommen dann nicht nur ganz schmutzige Hände, sondern auch ein Erlebnis, das lange bleiben wird und gleichzeitig locken Sie bei ihrem ersten Versuch garantiert ein Schmunzeln über die Lippen der Männer, die es nicht glauben können, das ein Vazaha (Fremder) nicht nur mit ihnen Kontakt aufgenommen hat und Interesse an ihrer Arbeit zeigt, sondern auch bereit ist, etwas von ihnen zu lernen ohne Angst, seine Hände dreckig zu machen…

Reisfeld Madagaskar - mit Zebus wird auf dem Feld gearbeitet

Essen in Madagaskar

Markt Tamatave, Madagaskar
Markt Tamatave, Madagaskar

„Was darf ich essen?“ und „Was soll ich am liebsten vermeiden?“ – diesen beiden Fragen erhalten wir sehr oft von Leuten gestellt, bevor sie nach Madagaskar reisen.

Madagaskar bietet kulinarisch eine grosse Spannbreite und je nach Region werden auch viele Spezialitäten angeboten. Gleichzeitig gibt es viele Gerichte, die man überall auf der grossen Insel finden kann und die man während einer Madagaskarreise unbedingt probieren sollte.

So lange das Essen gut gekocht oder gebraten wird, ist es kein Problem, das meiste zu essen. Was jedoch Bauchprobleme bringen kann, ist, wenn man gewissen Dinge isst, die man nicht essen sollte, oder wenn die sehr wichtige Handhygiene nicht beachtet wird.

Es gibt drei Produkte, von denen wir von PRIORI Reisen unseren Reisegästen abraten:

Erdbeeren, Eiswürfel und Mayonnaise.

Hände weg von Erdbeeren, auch wenn sie zuckersüss und sehr schmackhaft aussehen. Denn wer weiss schon, wie viele Bakterien sich auf dieser süssen Versuchung befinden und mit was die Pflanzen gedüngt wurden. Es ist sehr schwer, die Beeren gut zu säubern. Also ist es vorsichtiger, die Hände davon zu lassen.

Das gleiche gilt für Eiswürfel. Ein paar Eiswürfel im Getränk sehen verlockend aus, speziell dann, wenn die Temperaturen über 30°C klettern. Aber der Gedanke an nicht so angenehme Nebenwirkungen sollte genügen, um ein Getränk ohne Eiswürfel zu bestellen. Also Hände weg von Eiswürfeln.

Ebenso Hände weg von Mayonnaise, auch wenn sie ganz frisch gemacht wurde und sehr gut zum bestellten Mittagessen passt. Schmecken tut sie vielleicht himmlisch, aber wenn Sie Pech haben und ein paar Amöben einfangen, dann werden Sie an diese Portion Mayonnaise sehr lange denken und sich viele Male fragen, warum sie diese gelbe Masse überhaupt gegessen haben.

Es kann gut sein, dass Sie Erdbeeren, Eiswürfel und Mayonnaise essen und nichts passiert – aber ob dies einen Versuch wert ist oder nicht, überlassen wir Ihnen zu entscheiden!

In Hotelrestaurants wird meistens sehr auf gute Hygiene geachtet und man kann ziemlich „alles“ essen, ohne sich Sorgen zu machen. Die Kulinarik ist in Madagaskar beeinflusst von französischer, indischer und chinesischer Küche. Was es so zu essen gibt und zu welchen Preisen finden Sie auf unserem Gastronomieblog. Dort haben wir Speisekarten von ganz unterschiedlichen Restaurants aufgelistet mitsamt der Preise: http://gastronomie-madagaskar.blogspot.ch/

Unterwegs will man bestimmt auch in den kleinen Restaurants das lokale Essen ausprobieren. Dabei sollte man – wie auch während der ganzen Reise – extra gut auf die Handhygiene achten. Nicht nur die Hände vor dem Betreten des Restaurants waschen, sondern auch am liebsten kurz desinfizieren, bevor man zu essen beginnt. So sind Sie sicher, dass keine der eventuellen Keime, die sich auf der Menükarte, am Tischtuch oder auf dem Stuhl befinden, sich mit Ihrem Essen vermischen.

Beim Verzehr der vielen schmackhaften Obstarten sollte man ebenfalls sehr gut auf die Hygiene achten. Ein Sparschäler oder Taschenmesser sind Gold wert, um die Früchte schnell zu schälen – und ein Feuchttuch hilft Ihnen anschliessend, nach dem Schälen und vor dem Verzehr ihre Hände zu säubern. So steht Ihnen nichts im Wege, auch ein paar der für Sie vielleicht noch unbekannten Obstarten zu geniessen.

Generell gilt die alte Travellerweisheit: was geschält, gekocht oder gebraten ist, kann man essen.

Wenn Sie diesen kleinen Hinweisen folgen, dann steht Ihnen nichts mehr im Weg, die kulinarische Vielfalt von Madagaskar auszuprobieren und zu entdecken und dies ohne unangenehme Folgen.

Essen Antalaha

Vergessen: Postkarten aus den Ferien in Madagaskar

Wann haben Sie letztes Mal eine Postkarte aus den Ferien geschickt? Oder sonst nur so jemanden, den Sie gerne haben, mit einer Postkarte beglückt?

Wer kennt nicht das Gefühl, wenn man zwischen den Rechnungen und der vielen Werbung im Briefkasten plötzlich eine handgeschriebene Postkarte findet, am liebsten aus einem fernen Land wie zum Beispiel Madagaskar. Sogar jetzt, wo Sie daran denken, merken Sie, wie sich ein Lächeln über ihre Lippen ausbreitet.

Es macht etwas mit uns, wenn wir eine farbige Postkarte bekommen. Nicht nur hat der Sender während seiner Ferien an uns gedacht, er nimmt uns auch ein Stück mit auf seine Reise. Denn Postkarten zeigen sehr oft die schönen Seite der besuchten Orte.

Vor weniger als 20 Jahren bekamen wir mindestens 10, 20, wenn nicht bis 30 Ansichtskarten im Jahr, Geburtstagskarten ausgeschlossen. Unsere Freunde und auch wir hatten Freude am Schreiben und wir schickten uns nicht nur Postkarten, sondern auch längere Briefe. Wir nahmen uns Zeit füreinander, auch wenn wir weit auseinander waren. Jetzt ist es leider so geworden, dass wir statt Postkarten aus den Ferien vielleicht ein paar MMS schicken, aber auch nur vielleicht. Denn was soll man Neues erzählen, wenn alles schon vorher über die sozialen Medien bekannt gemacht wurde.

Soziale Medien hin oder her, hören Sie nicht auf, Ansichtskarten zu schreiben. Das Kartenschreiben lässt Sie reflektieren und schenkt Ihnen auch die Möglichkeit, auf ganz einfache Weise, trotz der Distanz, etwas Persönliches mit dem Empfänger zu teilen.

In diesen Zeiten, in denen Mindfullness für uns alle ein wichtiger Begriff ist und wir immer davon reden, wie wichtig es ist, sich Zeit zu nehmen. Nehmen Sie sich Zeit, setzen Sie sich hin, schreiben Sie eine Karte und schenken damit einem Freund, der seinen Briefkasten aufmacht, ein Lächeln!

Aus Madagaskar kann man fast von überall eine Karte abschicken und auch wenn der Briefkasten bei der lokalen Postfiliale nicht immer sehr vertrauenswürdig aussieht, die Karten kommen an. Schwieriger ist es, Postkarten zu kaufen. Wenn Sie auf Ihrer Tour durch Madagaskar einen Laden mit Postkarten finden, dann kaufen Sie genügend und nehmen sie mit auf ihre Rundreise. Das gleiche gilt auch für die Briefmarken. Kaufen sie Briefmarken im Postamt in einer der Städte, um sicher zu sein, die richtige Frankatur zu erhalten, sondern auch, überhaupt Briefmarken zu bekommen.

Probieren Sie, Ihre Karten aus Orten wegzuschicken, aus der die Touristen sonst nicht Ihre Karten abschicken – so wird es auch für Sie spannend zu wissen, ob sie ankommen oder nicht? Wer hat schon eine madagassische Ansichtskarte aus Ikongo, Analalava, Beroroha oder Mananara Nord in Madagaskar erhalten?

Denken Sie nicht, die Karten kommen vielleicht nicht an. Bis jetzt sind sie immer angekommen, auch von den weitest abgelegenen Orten, die man sich vorstellen kann. Wenn in Madagaskar vielleicht nicht alles so funktioniert wie es soll, die Postkarten aus dem Land der Lemuren kommen an.

Postamt IKONGO
Postamt IKONGO zwischen Hochland und Ostküste von Madagaskar
Der Posthalter erzählt dass die Post ein Mal pro Woche weckgeschickt wird.
Der Posthalter in Ikongo Madagaskar erzählt, dass die Post ein Mal pro Woche weckgeschickt wird.
Wenige Wochen später sind die Karten in Norwegen und in der Schweiz angekommen!
Wenige Wochen später sind die Karten aus Ikongo in Norwegen und in der Schweiz angekommen!

Die 10 Top Attraktionen von Madagaskar

Baobaballee Morondava

Die Internetplattform Touropia hat eine Liste der 10 besten touristischen Orte in Madagaskar veröffentlicht. Zur Nummer eins wurde die kleine Insel Ste. Marie vor der Ostküste Madagaskars gekürt. Die ehemalige Pirateninsel ist eigentlich eine komprimierte Zusammenfassung Madagaskars mit Gewürz- und Reispflanzungen, Strand und Wanderwegen.

In der weiteren Wertung befinden sich sechs Naturparks und dies unterstreicht, welch grosser Teil die Natur für Besucher einnimmt. Die Mehrheit der Madagaskar-Reisenden wollen Flora und Fauna erleben.

In der Zehnerliste figuriert nur ein einziger kultureller Besuchsort. Es ist die alte Residenz des Königs Andrianamponimerina. Die burgartige Festung ausserhalb der Hauptstadt Antananarivo wird gern in ein Halbtagesprogramm gepackt und besonders an Wochenenden gern besucht.

Wenn auch die Aufnahme in diese Shortlist von Nosy Be und Ifaty diskutiert werden kann, so fehlen bestimmt auch ein paar andere ebenso interessante Orte. Viele der rund 50 Naturparks sind kaum bekannt und etliche davon werden von keiner Handvoll Besuchern aufgesucht: pro Jahr.

Wichtig für die Auswahl war wohl auch die Zugänglichkeit der Besuchspunkte. Madagaskar ist und bleibt ein schwierig zu bereisendes Land. Die Insel im Indischen Ozean wird nicht nur wegen ihrer Grösse regelmässig unterschätzt, sondern auch das spärliche Infrastrukturnetz verlangt weit mehr Zeitaufwand als normalerweise geschätzt.

1 Insel Sainte Marie

2 Isalo Nationalpark

3 Tsingy von Bemaraha

4 Insel Nosy Be

5 Allee der Baobabs

6 Ifaty

7 Königshügel von Ambohimanga

8 Andasibe-Mantadia Nationalpark

9 Masoala Nationalpark

10 Ranomafana Nationalpark

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Als Backpacker Madagaskar entdecken!

Gut beladener Taxi Brousse an der Westküste von Madagaskar

Wenn Sie Lust haben, Madagaskar ganz hautnah und barfuss mit dem Rucksack auf eigene Faust zu erleben und auch gern zusammen mit den Einheimischen zu reisen, dann kann eine Entdeckungstour als Backpacker in Madagaskar für Sie das richtige sein. Mit im Gepäck braucht man unbedingt viel Toleranz, Geduld und Abenteuerlust. Wenn Sie dies haben und auch nichts dagegen haben, ganz eng zusammen mit vielen unbekannten Menschen und manchmal auch Tieren zu reisen – dann los ins Abenteuer Madagaskar.

Wir im Madagaskarhaus Basel sind das Informations- und Reisezentrum für Madagaskar und erhalten somit immer wieder Fragen zum Thema backpacken in Madagaskar zumeist von jungen Leuten, die Madagaskar auf diese Weise erleben möchten.

Grundsätzlich ist es möglich, Madagaskar mit dem Rucksack und öffentlichen Verkehrsmitteln zu bereisen. Hier ein paar Punkte, die dabei zu beachten sind:

  • Eine Backpackreise in Madagaskar muss gut vorbereitet werden.
  • Man braucht viel Zeit für eine Reise durch die Insel, die über 14-Mal grösser als die Schweiz und 1,5-Mal grösser als Deutschland ist.
  • Planen sie auch genügend Zeit für Unvorhergesehenes ein! Eine Planung nur aufgrund der Landkarte zu machen, ist unrealistisch.
  • Madagaskar ist eines der ärmsten Länder der Welt. Die Infrastruktur ist weit entfernt von jener in Europa. Darum ist eine gute Planung das A und O.
  • Man muss nicht unbedingt Madagassisch lernen, um im Land reisen zu können. Aber mit Englisch kommt man ausserhalb der Touristenspots nicht weit. Französisch ist von grossem Vorteil, speziell, wenn man sich ausserhalb der Coca-Cola-Route RN7, der meist bereisten Nationalstrasse, bewegen möchte.
  • Es ist möglich mit einem der vielen Taxi-Brousse (Minibusse) das Land zu bereisen. Achten sie darauf, dass sie KEINE zu langen Strecken auf einmal fahren und NIE nach Ausbruch der Dunkelheit unterwegs sind. Probieren sie im Voraus zu recherchieren, welche Taxi-Brousse-Anbieter zuverlässig sind und welche sie am liebsten vermeiden sollen. Taxi-Brousse ist ein Härtetest für Reisende, die keine Angst haben.
  • Begeben Sie sich früh am Morgen zu den Bussstationen, um einen Platz zu bekommen. Wenn möglich, am Vorabend ein Busticket und einen Sitzplatz reservieren.
  • Das Gepäck kommt meistens oben auf den Dachgepäckträger. Es ist sehr lohnenswert, IMMER einen Regenschutz zu benutzen für das Gepäck. Dies schützt nicht nur gegen Regen, sondern auch gegen Staub und Schmutz. Den Tagesrucksack mit den Wertsachen IMMER mit sich im Bus mittragen.
  • Aussteigen geht immer, aber leider nicht überall das Einsteigen. Viele Taxi-Brousse fahren erst los, wenn sie gefüllt sind – also wird der Fahrplan nicht immer eingehalten. Unterwegs lohnt es sich nicht auszusteigen, wenn man etwas Interessantes am Strassenrand besuchen möchte, denn man weiss nie, wann der nächste Bus mit einem freien Sitz vorbeifahren wird.
  • Berechnen sie genügend Zeit für eventuelle Überraschungen wie Pneu- oder Autopannen. Ein solches Erlebnis wird sicher im Erinnerung bleiben, wenn Sie genügend Zeit eingeplant haben – aber nicht, wenn Sie im schlimmsten Fall ihren Rückflug in die Heimat verpassen und ein neues und überteuertes Flugticket kaufen müssen.
  • Suchen sie sich Hotels aus, die schliessbare Türen und Fenster haben.
  • Lassen sie NIE Wertsachen im Zimmer herumliegen (nur im Safe).
  • Mit einem guten Reiseführer und einem Handy im Gepäck können sie auch im Voraus unterwegs Hotelzimmer reservieren, wenn Sie wissen, dass sie erst gegen Abend am nächsten Ort ankommen werden.
  • Bei Zugfahrten müssen Sie beachten, dass die Züge nur 1 bis 2 Male pro Woche fahren und falls Sie spontan unterwegs aussteigen möchten, um ein Dorf anzuschauen, es gut sein kann, dass der Zug weiterfährt, bevor Sie wieder eingestiegen sind. Darum, immer in der Nähe des Zuges bleiben und wenn Sie vor Ort bleiben möchten, versichern Sie sich, wann der nächste Zug planmässig kommen soll (was nicht unbedingt heisst, dass es dann auch wie geplant kommt).
  • An vielen Orten kann man Bargeld abheben, aber an noch viel mehr Orten (oder bei Stromausfällen) gibt es diese Möglichkeit nicht. Darum, immer genügend Bargeld in Lokalwährung mitnehmen und unterwegs schauen, dass Sie genügend kleine Geldscheine haben für Einkäufe unterwegs (Obst, Wasser etc.)
  • Taschendiebe gibt es leider wie im viele anderen Ländern mittlerweile auch in Madagaskar. In den grösseren Städten müssen sie extra gut auf Ihre Sachen aufpassen und nicht zum Beispiel mit viel Bargeld und einer Kamera auf den Strassen in der Hauptstadt Antananarivo herumlaufen.

Wie können wir von PRIORI Reisen ihre Backpackerreise ein bisschen angenehmer und einfacher machen?

  • Wenn Sie bei uns ihre Internationale Flugtickets buchen, profitieren sie von unserem kostenlosen Sanft landen-Paket. Dies beinhaltet den Abholdienst am Flughafen in Antananarivo und die erste Übernachtung/Frühstück und in Ihrem Namen werden fünf Bäume gepflanzt.
  • Sie können auch gerne am ersten Tag in Madagaskar in unserem Hauptbüro vor Ort in Antananarivo vorbeischauen. Hier können Sie gegen eine kleine Gebühr eine Simkarte mit einer lokalen Telefonnummer ausleihen. So können sie einfacher unterwegs Hotels im voraus kontaktieren.
  • Wenn sie Inlandflüge im voraus oder unterwegs buchen möchte, sind wir von der PRIORI Antananarivo ebenfalls behilflich.
  • Sie können auch ihre Kontaktdaten im Büro deponieren (auch eine zusätzliche Sicherheit für die Daheimgebliebenden).
  • Radfahrer können ihre Flugverpackungen kostenlos in den PRIORI-Büros deponieren.

Wie kann den Einstieg ins Land noch einfacher gemacht werden?

  • Viele unserer Backpackerkunden buchen für die ersten Tagen ein Auto mit Fahrer/Guide. So profitieren sie vom Wissen des ortskundigen Fahrers. Der Fahrer kann zeigen, welches Taxi-Brousse-Unternehmen das sicherste ist, wie man ein Busticket kauft und wo das Taxi-Brousse überhaupt losfährt. Er kann auch erklären, dass man in einem Hotely zwar essen, aber nicht schlafen kann und wieviel man für ein Kilo Bananen am Markt wirklich zahlen sollte und vieles vieles mehr. Wenn man sich einen Fahrer am Anfang für 1-2-3 Tage leistet, wird dies garantiert eine grosse Hilfe für die restliche Reise sein.
  • Es gibt auch Kunden, die einen Teil der Reise (Hotels, Auto oder Inlandflüge) im Voraus gebucht haben wollen. Hier können wir mit allem behilflich sein!

Für Fragen nehmen sie gerne Kontakt mit uns auf unter info@priori.ch , wir sind HIER und DORT vor Ort!

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Eisvogel-Arten in Madagaskar

Beim Reisen in Madagaskar sieht man nicht nur an der Ostküste, sondern auch entlang der Westküste oft den endemischen Madagaskar-Zwergfischer, auch Schwarzschnabel-Zwergfischer (Corythornis vintsioides) genannt. Im Volksmunde wird er Vintsi genannt und ist, von den in Madagaskar lebenden Vogelarten, eine der beliebtesten bei den Einheimischen. Dieser Vogel gehört zu der Gruppe der Eisvögel und ähnelt dem, den wir aus unseren Breitengraden kennen, sehr. Am häufigsten trifft man diese Vogelart in den Mangroven, bei den Seen oder entlang eines der vielen Flüsse an, da sie sich von kleinen Fischen, Krustentieren und Insekten ernähren. Der Madagaskar-Zwergfischer ist klein, aber mit seinen wunderschönen blauen, starken Farben ist er, wenn man die Augen aufhält, nicht sehr schwer zu finden.

Zusätzlich zu dieser Eisvogel-Art gibt es auch den Pygmäen-Eisvogel (Corythornis madagascariensis), auch Madagaskar-Fischer genannt.

Dieser Vogel hat im Vergleich zu dem mehr bläulichen Vintsi eine ganz ausgeprägte Federpracht in orange und weiss.  Der Pygmäen-Eisvogel ist hinsichtlich seines Nahrungsbedarfs nicht darauf angewiesen in der Nähe vom Wasser zu leben und deswegen findet man ihn, wenn man Glück hat, ausser im Südwesten im ganzem Land bis auf 1500 m.ü.M.

Eisvogel - Vintsi
Eisvogel – Vintsi
Pygmeän-Eisvogel
Pygmeän-Eisvogel

Mammografie in Madagaskar

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Mammografie. Mir geht es gut…

Ich erhielt vor ein paar Wochen einen Brief vom Kanton Basel-Stadt mit einer Einladung zur Früherkennung durch Mammografie. Brustkrebs frühzeitig erkennen – Heilungschancen verbessern. So stand es auf der Vorderseite des beigelegten Info-Flyers.

Mammografie, nur schon das Wort löst Angst aus. Nicht Angst vor Krebs, sondern vor den Schmerzen einer solchen Untersuchung, die vermeintlich damit einhergehen.

Aber mit bald 50, wie ich, wird man (also eigentlich frau) automatisch zu diesem Test eingeladen. Die Kosten übernimmt meine Grundversicherung und sie sind zudem von der Franchise befreit. Sprich – es gab keinen Grund für mich, diese Aufforderung nicht wahrzunehmen.

Heute war es so weit und ich ging recht nervös, neu geduscht, ohne Deodorant, ohne Bodylotion und ohne Parfüm ins Spital. Ich war sofort an der Reihe.

Ich bemerkte, dass ich ganz viel plapperte beim Betreten des Untersuchungszimmers, aber spürte auch sehr schnell, dass die Frau, die mich empfing, eine beruhigende Wirkung auf mich hatte. Sie erklärte alles in Details und sagte mir auch, dass, wenn es zu fest weh tun würde, wir einen neuen Termin vereinbaren könnten.

20 Minuten später war ich wieder draussen in der frühlingshaften Sonne und fragte mich, warum ich so viel Angst gehabt hatte für etwas, das letztendlich wirklich nicht weh getan hatte. Angenehm war es zwar nicht, aber das Gefühl ist gut, es gemacht zu haben…

Wenn ich daran denke, wie die Frauen, die ich in Madagaskar kennengelernt habe, nie so einen Brief vom Staat bekommen werden und nie – wie ich – die Chance bekommen, eine Diagnose für ein Frühstadium zu erkennen. Durch die fehlende Früherkennung auch keine Möglichkeit erhalten, eine adäquate Therapie zu erhalten und daher, wenn sie Pech haben, Brustkrebs erhalten. Wenn ich an das denke, dann wird es mir erneut bewusst, wie gut es uns hier in der Schweiz und Europa geht und dass mein grosses Problem heute Morgen und meine Angst im Wirklichkeit kein Problem sind!

Ich weiss nicht, ob meine Bekannten in Madagaskar den Begriff Mammografie kennen und falls, dann ist es leider so, dass keine davon das Geld besitzt, um so eine Untersuchung zu machen. Wenn man wenig oder kein Geld hat, dann benutzt man seine Finanzen nur für das Allerwichtigste – also was man(n/frau) gerade jetzt in der Gegenwart braucht!

Manchmal gibt es vom Gesundheitsministerium des Staates oder von der UNO-Behörde WHO spezielle Gesundheitsprogramme, die auch in Madagaskar kostenfrei sind. Ein Beispiel ist der Test für Tuberkulose. Aber auch ein kostenloser Test hat keinen Nutzen, wenn man weit vom nächst grösseren Spital wohnt und nicht Mal das Kleingeld hat, um den Bus dorthin zu nehmen!

Der Giraffenhalskäfer aus Madagaskar

Der Giraffenhalskäfer
Der Giraffenhalskäfer

Es gab nie Giraffen in Madagaskar, trotzdem aber wurden diese Langhalstiere zum Namensgeber für eine kleine Käferart in Madagaskar. Auf der während Jahrmillionen isolierten Insel im Indischen Ozean entwickelten sich viele Tiere, die man nirgendwo sonst auf der Erde findet und eines davon ist der Giraffenhalskäfer.

Der Giraffenhalskäfer (trachelophorus giraffa) erhielt seinen Namen wegen seines ausgeprägten langen Halses. Das männliche Tier unterscheidet sich deutlich vom weiblichen dadurch, dass sein Hals beträchtlich länger ist als der seiner Gattin. Die Männchen benutzen ihre 2 bis 3 cm langen Hälse bei Machtkämpfen mit Rivalen. Mit ihren nach vorne knickbaren Hälsen stossen, schlagen und schieben sie ihre Gegner in die Flucht.

Der Giraffenhalskäfer gehört zur Familie der Blattroller (attelabidae), denn die Weibchen rollen Blätter zigarrenartig zu einem Nest zusammen und legen darin ein einziges Ei.

Die zierlichen Giraffenhalskäfer leben hauptsachlich auf Blättern in den Regenwäldern an der Ostküste von Madagaskar. Die etwas ungelenk wirkenden Käfer können sogar fliegen, sind aber keine Flugartisten. Sie halten sich am liebsten im feuchtwarmen Halbschatten von Blättern auf.

Der sechsbeinige Käfer selber ist etwa so gross wie ein Marienkäfer. Der Körper der beiden Geschlechter ist schwarz, die Flügeldecken hingegen sind knallrot. Beim Wandern in einem der vielen National- oder privaten Naturparks im tropischen Teil von Madagaskar braucht es ein geübtes Auge, um diese kleinen Käfer überhaupt zu sehen. Die lokalen Guides hingegen wissen meistens, wo die Giraffenkäfer zu finden sind und zeigen sie den Besuchern sehr gerne.

Hier ein paar Bilder aufgenommen in den Park Mitsinjo in Andasibe, Madagaskar:

Giraffenkäfer männlich
Giraffenkäfer männlich
Giraffenkäfer weiblich
Giraffenkäfer weiblich

Heilpflanzen aus Madagaskar – Arzneimittel aus dem Wald

Heilpflanzen Madagaskar PRIORI Reisen Markt

In Madagaskars Wäldern wachsen zahlreiche Heilpflanzen. 

Seit Generationen sammeln Madagassen diese Heilpflanzen in Form von Kräutern, Rinden, Samen, Gräsern, Blättern, Wurzeln und Blüten für den Eigenbedarf. Traditionelle Naturheiler bereiten daraus verschiedenste Medikamente und Arzneien zur Behandlung zahlreicher Krankheitsbilder. Auf den madagassischen Märkten finden sich immer auch Stände, an denen Heilpflanzen angeboten werden – frisch, getrocknet, zermahlen oder eingelegt.

Das traditionelle Wissen über Heilpflanzen und ihre Wirkung spielt bis heute eine bedeutende Rolle in Madagaskar – vor allem auf dem zersiedelten Land.

Denn in den weitläufigen ländlichen Gegenden ist der örtliche Heiler oft die einzige Hilfe bei Krankheit. Die staatlichen Kliniken, Ärzte und Krankenstationen sind für viele Madagassen nicht zu bezahlen oder schlichtweg aus ihren entlegenen Dörfern nicht erreichbar.

Heilpflanzen_Madagaskar-PRIORI-ReisenEinige Beispiele der Naturheilpflanzen Madagaskars sind auch international bekannt und wurden bereits von der Pharmaindustrie aufgenommen: Das krautartige Madagaskar-Immergrün (Catharanthus roseus) wird heute weltweit in vielen industriellen Krebsmedikamenten verwendet und auch als Mittel gegen Tuberkulose eingesetzt. Die getrocknete Pflanze Drosera (auf madagassisch Mahatanando) ist ein wirksames Hustenmittel, und aus der getrockneten Rinde des Quininbaumes wird Chloroquin gegen Malaria produziert.

Heilpflanzen Madagaskar Antalaha PRIORI ReisenDie Naturheiler Madagaskars arbeiten mit ihren ganz eigenen Vorgehensweisen, die sie über Generationen entwickelt haben und die für Aussenstehende oft auch recht seltsam anmuten können. Beispielsweise wird eine mögliche Zuckerkrankheit untersucht, indem der Kranke auf einen Termitenhügel uriniert. Strömen die Ameisen herbei, um zu trinken, kann Diabetes diagnostiziert werden und der Naturheiler verabreicht ihm gegrillte Samen des Rotra-Baumes, die in einem Tee aufgegossen einen Trunk gegen Diabetes bilden.

Heilkraft und Aberglaube liegen bei den Naturheilern und den traditionellen Heilmitteln in Madagaskar oft eng nebeneinander. So sollen Eukalyptusblätter unter die Bettmatraze die Geister vertreiben – in Wirklichkeit aber vertreibt der Eukalyptusduft die Flöhe und Wanzen.

Wenn Sie mehr zu den Heilmitteln und zur Naturmedizin Madagaskars erfahren, und dies auch auf einer Madagaskar-Reise selbst erleben möchten, dann kontaktieren Sie uns – wir vom PRIORI Madagaskarhaus bringen Sie gerne in Kontakt mit Madagaskars Naturheilern, Ärzten und Projekten und planen ein passendes Reiseprogramm!

Madagaskar Landkarten – wo geht’s lang?

Madagaskar ist eine grosse Insel – sehr gross sogar, 1,5 mal so gross wie Deutschland. Und doch gibt es keine aktuelle Madagaskar-Landkarte.

FTM-Strassenkarte-Madagaskar_Carte-de-Madagascar-FTMDas ‘Foiben-Taosarintanin’i Madagasikara’ (FTM), das nationale Karteninstitut in Antananarivo, veröffentlicht die beste Strassenkarte für Madagaskar: In der faltbaren Übersichtskarte „Carte Routiere“ wird Madagaskar im Massstab 1:2’000’000 in handlicher Grösse dargestellt. Dies ist zumeist ausreichend für eine Madagaskar-Reise. Berge, Strassen und Flussläufe und auch die Distanzen sowie einige Nationalparks sind sichtbar. Für Trekkingtouren oder Navigation auf See ist diese Karte hingegen nicht geeignet.
Die aktuelle 14. Edition der FTM-Strassenkarte ist von 2005.  Die Auflistung der ‘Flugplätze’, die in der Legende auch Flugfelder genannt werden ist nicht mehr aktuell, denn viele davon sind heute einfach nicht mehr in Betrieb. Auch der Grenzverlauf zwischen den heute festgelegten 22 madagassischen Regionen ist nicht eingezeichnet.Die FTM-Karte ist die Mutter aller Madagaskar-Karten und wurde oft übernommen, auch von anderen Verlagen – oft wurden auch Fehler mit übernommen.

Eine eigenständige Landkarte Madagaskars gibt es z.B. aus Russland in kyrillischer Schrift.  Sie wurde während der sozialistischen Zeiten in Madagaskar von der damaligen UdSSR angefertigt und sehr präzise, wenn auch nicht mehr ganz aktuell. Im Internet ist diese Karte immer noch präsent.

Das nationale Karteninstitut FTM publiziert neben der Strassenkarte auch 12 Detailkarten im Massstab 1:500’00 von Madagaskar mit hoher Detailgenauigkeit. Auch Madagaskar-Karten im Massstab 1:100’000 sind erhältlich, allerdings sind nicht alle Regionen abgedeckt. Zudem gibt es ein paar thematische Karten, wie z.B. eine gute wandgrosse geologische Karte (kann hilfreich für Mineraliensammler sein) und Spezialkarten (z.B. zum Thema Landwirtschaft oder klimatische Gegebenheiten), die für Schulen geeignet sind.

Der ‘Atlas de Madagascar’ der Geografenvereinigung Madagaskars im Grossbuchformat ist bis heute ein wichtiges Werk, das seit 1960 erschien und heute sogar in Antiquariaten nur noch selten zu finden ist. Auf rund 60 Themenkarten wurde Madagaskar im Massstab 1:4 Mio. dargestellt.

Seit wenigen Jahren bieten verschiedene nicht-madagassische Unternehmen Madagaskar-Kartenmaterial in elektronischer Form an. Die Karten zeigen Madagaskars Verkehrswege sehr genau und sind sogar für Wanderungen geeignet – jedoch unter Vorbehalt, blind vertrauen sollte man ihnen nicht, denn auch sie bergen teils irreführende Informationen, die bei Trekkings in abgelegene Regionen Madagaskars lebensgefährlich sein können.

Madagaskar-Strassenkarte_Carte-de-Madagascar-FTM-detailNatürlich ist Madagaskar auch auf ‘Google Earth’ in zum Teil erstaunlich detaillierter Auflösung erfasst. Aber auch hier ist es nicht ratsam, sich bei geplanten Wanderungen ab der Routen ausschliesslich auf diese Informationen zu verlassen.

Die gebräuchlichste Karte Madagaskars, die ‘Carte Routière’ im Massstab 1:2’000’000 ist erhältlich bei FTM in Antananarivo und kann auch im Madagaskarhaus in Basel bezogen werden.