Archiv der Kategorie: Flora und Fauna

eisvogel mada_2

Eisvogel-Arten in Madagaskar

Beim Reisen in Madagaskar sieht man nicht nur an der Ostküste, sondern auch entlang der Westküste oft den endemischen Madagaskar-Zwergfischer, auch Schwarzschnabel-Zwergfischer (Corythornis vintsioides) genannt. Im Volksmunde wird er Vintsi genannt und ist, von den in Madagaskar lebenden Vogelarten, eine der beliebtesten bei den Einheimischen. Dieser Vogel gehört zu der Gruppe der Eisvögel und ähnelt dem, den wir aus unseren Breitengraden kennen, sehr. Am häufigsten trifft man diese Vogelart in den Mangroven, bei den Seen oder entlang eines der vielen Flüsse an, da sie sich von kleinen Fischen, Krustentieren und Insekten ernähren. Der Madagaskar-Zwergfischer ist klein, aber mit seinen wunderschönen blauen, starken Farben ist er, wenn man die Augen aufhält, nicht sehr schwer zu finden.

 

Zusätzlich zu dieser Eisvogel-Art gibt es auch den Pygmäen-Eisvogel (Corythornis madagascariensis), auch Madagaskar-Fischer genannt.

Dieser Vogel hat im Vergleich zu dem mehr bläulichen Vintsi eine ganz ausgeprägte Federpracht in orange und weiss.  Der Pygmäen-Eisvogel ist hinsichtlich seines Nahrungsbedarfs nicht darauf angewiesen in der Nähe vom Wasser zu leben und deswegen findet man ihn, wenn man Glück hat, ausser im Südwesten im ganzem Land bis auf 1500 m.ü.M.

Eisvogel - Vintsi

Eisvogel – Vintsi

Pygmeän-Eisvogel

Pygmeän-Eisvogel

Facebooktwittergoogle_pluspinterestlinkedin
Giraffenkäfer weiblich

Der Giraffenhalskäfer aus Madagaskar

Der Giraffenhalskäfer

gk4_klein

Es gab nie Giraffen in Madagaskar, trotzdem aber wurden diese Langhalstiere zum Namensgeber für eine kleine Käferart in Madagaskar. Auf der während Jahrmillionen isolierten Insel im Indischen Ozean entwickelten sich viele Tiere, die man nirgendwo sonst auf der Erde findet und eines davon ist der Giraffenhalskäfer.

Der Giraffenhalskäfer (trachelophorus giraffa) erhielt seinen Namen wegen seines ausgeprägten langen Halses. Das männliche Tier unterscheidet sich deutlich vom weiblichen dadurch, dass sein Hals beträchtlich länger ist als der seiner Gattin. Die Männchen benutzen ihre 2 bis 3 cm langen Hälse bei Machtkämpfen mit Rivalen. Mit ihren nach vorne knickbaren Hälsen stossen, schlagen und schieben sie ihre Gegner in die Flucht.

Der Giraffenhalskäfer gehört zur Familie der Blattroller (attelabidae), denn die Weibchen rollen Blätter zigarrenartig zu einem Nest zusammen und legen darin ein einziges Ei.

Die zierlichen Giraffenhalskäfer leben hauptsachlich auf Blättern in den Regenwäldern an der Ostküste von Madagaskar. Die etwas ungelenk wirkenden Käfer können sogar fliegen, sind aber keine Flugartisten. Sie halten sich am liebsten im feuchtwarmen Halbschatten von Blättern auf.

Der sechsbeinige Käfer selber ist etwa so gross wie ein Marienkäfer. Der Körper der beiden Geschlechter ist schwarz, die Flügeldecken hingegen sind knallrot. Beim Wandern in einem der vielen National- oder privaten Naturparks im tropischen Teil von Madagaskar braucht es ein geübtes Auge, um diese kleinen Käfer überhaupt zu sehen. Die lokalen Guides hingegen wissen meistens, wo die Giraffenkäfer zu finden sind und zeigen sie den Besuchern sehr gerne.

Hier ein paar Bilder aufgenommen in den Park Mitsinjo in Andasibe, Madagaskar:

Giraffenkäfer männlichGiraffenkäfer weiblich

Facebooktwittergoogle_pluspinterestlinkedin
Heilpflanzen Madagaskar Antalaha PRIORI Reisen

Heilpflanzen aus Madagaskar – Arzneimittel aus dem Wald

Heilpflanzen Madagaskar PRIORI Reisen MarktIn Madagaskars Wäldern wachsen zahlreiche Heilpflanzen. Seit Generationen sammeln Madagassen diese Heilpflanzen in Form von Kräutern, Rinden, Samen, Gräsern, Blättern, Wurzeln und Blüten für den Eigenbedarf. Traditionelle Naturheiler bereiten daraus verschiedenste Medikamente und Arzneien zur Behandlung zahlreicher Krankheitsbilder. Auf den madagassischen Märkten finden sich immer auch Stände, an denen Heilpflanzen angeboten werden – frisch, getrocknet, zermahlen oder eingelegt.

Das traditionelle Wissen über Heilpflanzen und ihre Wirkung spielt bis heute eine bedeutende Rolle in Madagaskar - vor allem auf dem zersiedelten Land.

Denn in den weitläufigen ländlichen Gegenden ist der örtliche Heiler oft die einzige Hilfe bei Krankheit. Die staatlichen Kliniken, Ärzte und Krankenstationen sind für viele Madagassen nicht zu bezahlen oder schlichtweg aus ihren entlegenen Dörfern nicht erreichbar.

Heilpflanzen_Madagaskar-PRIORI-ReisenEinige Beispiele der Naturheilpflanzen Madagaskars sind auch international bekannt und wurden bereits von der Pharmaindustrie aufgenommen: Das krautartige Madagaskar-Immergrün (Catharanthus roseus) wird heute weltweit in vielen industriellen Krebsmedikamenten verwendet und auch als Mittel gegen Tuberkulose eingesetzt. Die getrocknete Pflanze Drosera (auf madagassisch Mahatanando) ist ein wirksames Hustenmittel, und aus der getrockneten Rinde des Quininbaumes wird Chloroquin gegen Malaria produziert.

Heilpflanzen Madagaskar Antalaha PRIORI ReisenDie Naturheiler Madagaskars arbeiten mit ihren ganz eigenen Vorgehensweisen, die sie über Generationen entwickelt haben und die für Aussenstehende oft auch recht seltsam anmuten können. Beispielsweise wird eine mögliche Zuckerkrankheit untersucht, indem der Kranke auf einen Termitenhügel uriniert. Strömen die Ameisen herbei, um zu trinken, kann Diabetes diagnostiziert werden und der Naturheiler verabreicht ihm gegrillte Samen des Rotra-Baumes, die in einem Tee aufgegossen einen Trunk gegen Diabetes bilden.

Heilkraft und Aberglaube liegen bei den Naturheilern und den traditionellen Heilmitteln in Madagaskar oft eng nebeneinander. So sollen Eukalyptusblätter unter die Bettmatraze die Geister vertreiben – in Wirklichkeit aber vertreibt der Eukalyptusduft die Flöhe und Wanzen.

Wenn Sie mehr zu den Heilmitteln und zur Naturmedizin Madagaskars erfahren, und dies auch auf einer Madagaskar-Reise selbst erleben möchten, dann kontaktieren Sie uns – wir vom PRIORI Madagaskarhaus bringen Sie gerne in Kontakt mit Madagaskars Naturheilern, Ärzten und Projekten und planen ein passendes Reiseprogramm!

Facebooktwittergoogle_pluspinterestlinkedin
Madagaskar_pfeffer

Pfefferland Madagaskar

Jemanden dorthin schicken, wo der Pfeffer wächst…eigentlich ein negativer Ausspruch. Doch wenn man es sich genau überlegt, ist es eigentlich gar nicht so schlecht – auch Madagaskar gilt als Pfefferland.

Madagaskar_pfefferDer madagassische Pfeffer Voatsiperifery – auch wilder Urwaldpfeffer oder Bourbon-Pfeffer genannt – gilt als der teuerste Pfeffer der Wet. Pro Jahr werden nur 1,5 Tonnen dieser edlen aromatischen Gewürzkörner produziert.

Madagaskars wertvoller Urwaldpfeffer kommt von der Tsiperifery-Liane, welche nur im tropischen Regenwald im Norden und Osten der Insel wächst. Pfeffer ist eine rankende Kletterpflanze, die eine Wirtspflanze benötigt. Die getrockneten Früchte der Tsiperifery-Liane werden in bis zu 20 Metern Höhe in mühsamer Arbeit von Hand gepflückt.

Auch grüner, weisser und echter roter Pfeffer wachsen in Madagaskar – diese Pfeffersorten stammen von derselben Pfefferpflanze, der Unterschied entsteht rein durch die Verarbeitung.

 

Facebooktwittergoogle_pluspinterestlinkedin
Heuschrecken Madagaskar

Heuschrecken in Madagaskar – Segen und Plage

Heuschrecken sind in Madagaskar in gewis­ser Weise Segen und Plage.

Segen, weil die auf der Insel vorkommenden Wanderheuschrecken eine wichtige Prote­inquelle für Menschen und Tiere darstellen. Viele Madagassen essen Heuschrecken, die sie sammeln oder auf Märkten kaufen. Für die ärmsten der Armen sind die Insekten eine nahrhafte und günstige Nahrung.

Auf der anderen Seite zerstören die Insekten jedoch immer wieder ganze Ernten und verwüsten Reisfel­der und Nutzlandschaften in Madagaskar, wenn es zu viele werden. Ein Heuschreckenschwarm frisst an einem Tag bis zu 100.000 Tonnen Grünpflan­zen. Werden die Tiere dann nicht schnell ein­gedämmt, kann es zu Hungerkatastrophen kommen. In Madagaskar sind Heuschrecken­plagen keine Seltenheit.

Es wird geschätzt, dass sich die Wanderheuschrecken in mobile Schwärme verwandeln, sobald eine Dichte von mehreren Tausend erwachsenen Insekten pro Hektar überschritten wird.  Je mehr Schwärme sich bilden umso mehr neue ökologisch komplementäre Bereiche besiedeln sie – es kommt zur Invasion, durch die ständige Erhöhung der Bestände an Insekten werden immer mehr Regionen betroffen. Unbehandelt können Heuschreckenplagen über zehn Jahre dauern und verheerende Schäden anrichten.

Werden die Heuschreckenplagen behandelt, so geschieht dies mit Pestiziden, die meist aus der Luft gesprüht werden. Auch in Madagaskar wird so vorgegangen, oft jedoch in ungenügendem Ausmass und nicht flächendeckend. Der Teufelskreis: Für die Madagassen, die darauf angewiesen sind, weiterhin Heuschrecken zu essen stellt dies eine Gesundheitsbedrohung dar.

Heuschrecken Madagaskar

Ein Heuschreckenschwarm in Madagaskar.

 

Facebooktwittergoogle_pluspinterestlinkedin
Kakao Pflanze Madagaskar Kakaobohnen Kakaofrüchte

Schokolade aus Madagaskar

Schokolade aus Madagaskar wird weltweit vermarktet. Denn Madagaskar ist nicht nur die Insel, auf der der Pfeffer wächst: Im Norden und Nordwesten Madagaskars gedeihen im tropisch-warmen Klima neben Vanille, Gewürzen und Kaffee auch Kakaopflanzen.

Kakao Pflanze Madagaskar Kakaobohnen Kakaofrüchte

Kakaobaum in Madagaskars Norden bei Ambanja.

Vor allem in der Region des Sambirano-Flusses und des kleinen Ortes Ambanja können Reisende Kakaoplantagen finden, und sich dort ein Bild der Kakaoproduktion in Madagaskar machen. Kakaoanbau in Madagaskar hat eine lange Tradition – die Kakaopflanzen der Spitzensorten Criollo und Trinitario stammen  meist noch als der französischen Kolonialzeit.

Neben dem reinen Anbau der Kakaobohnen werden die Früchte nur zu geringem Teil lokal in Madagaskar veredelt und verarbeitet. Meist geschieht dies im Exportland. Doch es gibt auch Ausnahmen: Einige madagassische Familienbetriebe sind auf die Schokoladenproduktion spezialisiert und geniessen bis heute ein grosses Ansehen in Madagaskar. Ihre Schokoladen und Pralinen können sich sehen lassen! Dazu gehört der madagassische Schokoladenbetrieb Chocolat Robert, der seine edlen Kakaoprodukte in ganz Madagaskar vertreibt und auch exportiert.

Kakaobohnen nach der Ernte in Madagaskars Norden.

Die rohen Kakaobohnen.

In einem kurzen Info-Film zu Schokolade aus Madagaskar erklärt Franz Stadelmann vom PRIORI Madagaskarhaus noch einmal kurz einige Fakten zur madagassischen Schoko-Produktion:

Facebooktwittergoogle_pluspinterestlinkedin
Buckelwal Madagaskar Sainte Marie PRIORI Reisen

Buckelwale in Madagskar – Whale Watching und Wal-Festival

Jedes Jahr Mitte Juni tauchen die ersten Buckelwale (Megaptera novaeangliae) vor der Küste Madagaskars auf.

Wale Madagaskar Buckelwal Sainte Marie PRIORI ReisenDie Wale verbringen die Monate November bis Mai rund um den Südpol, bevor sie in die warmen Gewässer der Subtropen ziehen, um hier ihre Kälber zur Welt zu bringen. Die bis zu 16 Meter langen Meeressäuger werden jährlich ab Juni an der Südspitze Madagaskars gesichtet. Einige ziehen dann weiter der madagassischen Westküste entlang und sind  in der Region um Tulear und Maintirano zu sichten. Ein Großteil der Tiere – etwa 500 bis 1000 Wale – schwimmt östlich von Madagaskar, an der Insel Sainte Marie vorbei in Richtung Norden, um in der Bucht von Antogil zu kalben. Durch die beständigen Südostwinde ist das relativ flache Wasser in dieser von der Halbinsel Masoala eingesäumten Bucht meist trüb und bildet einen geschützten Ort für die Meeressäuger und ihrer dort geborenen Kälber. Im September ziehen die Wale und die rund fünf Meter langen Jungtiere wieder in die arktischen Gewässer zurück.

Whalewatching in Madagaskar von Juli bis September

Buckelwal Madagaskar Sainte Marie PRIORI ReisenBesonders in der etwa 60 Kilometer langen Meeresenge zwischen der kleinen Insel Sainte Marie und dem madagassischen Festland sind die Tiere sehr nah am Land und Walbeobachtungen (whale watching) sind ein eindrückliches Naturspektakel für Reisende und Einheimische gleichermaßen. Wer sich in der Zeit zwischen Juli und September an Orten der Küste Madagaskars, auf der Masoala-Halbinsel oder auf der Insel Sainte Marie aufhält, der kann ein ganz besondere Erlebnis hautnah erleben:

Die Buckelwale kommunizieren untereinander mittels ihrer Sprünge, Rufe und Flossenbewegungen. Die Brustflossen der rund um Madagaskar anzutreffenden Buckelwale sind um einiges grösser als bei den rund 80 anderen Wal-Arten, die es auf der Welt gibt. Ihr regelmässiges Auftauchen ist daher sehr eindrücklich und fotogen. Als Säugetiere müssen Wale zum atmen regelmäßig an die Wasseroberfläche kommen. Beim Ausatmen stoßen die Meeressäuger jedes Mal meterhohe Fontänen aus. So entsteht eine einmalige Choreographie und eine unvergessliche Erfahrung, an der Reisende teilhaben können.

Von Ambodifotatra, der kleinen Inselhauptstadt von Sainte-Marie, und von Maoantsetra am Eingang zur Masoala-Halbinsel bieten verschiedene Anbieter Tagesausflüge zur Walbeobachtung an. Aber auch von der Küste Sainte Maries können die Wale sehr gut beobachtet werden.

Schutz der Buckelwale in Madagaskar

Buckelwal Flosse Madagaskar Walbeobachtung PRIORI ReisenDie Insel Sainte Marie setzt sich seit den 1990er Jahren verstärkt für den Schutz der Buckelwale ein. Denn die Tiere sind eine bedeutende Touristenattraktion. Die Organisation MEGAPTERA (www.megaptera.org) setzt sich für den Schutz der Säuger ein. Seit 2009 gibt es daneben den Verein CétaMada, der ein Forschungsprogramm für Buckelwale betreibt und in dem sich touristische Akteure der Insel für den Walschutz, verantwortungsvolle Walbeobachtungen, die Erhaltung des Lebensraums der Meeressäuger und die Aufklärung der lokalen Bevölkerung einsetzen.

Walfestival und Walmuseum in Sainte-Marie erleben

Jedes Jahr im Juli veranstalten die Organisationen und die Tourismusunternehmen auf der Insel Sainte Marie das Festival der Wale (festival de la baleine). Im Jahr 2015 wird das Fest vom 4. Bis 11. Juli stattfinden. Auch ein kleines Museum zu den Buckelwalen informiert über das Leben und die Migration der Tiere.


Wer die Buckelwale einmal erlebt hat, wird den Anblick und den Gesang dieser faszinierenden Tiere nicht mehr vergessen. PRIORI Reisen gibt gerne Auskunft und organisiert Ihre Reise zu Madagaskars Walen!

Buckelwal Flosse im Meer vor der Insel Sainte Marie Madagaskar

Facebooktwittergoogle_pluspinterestlinkedin
Madagaskar Natur Film PRIORI Reisen

Natur-Phänomen Madagaskar

Madagaskars Natur ist wohl das bekannteste Markenzeichen der Insel. Die einzigartige Flora und Fauna Madagaskars ist das Alleinstellungsmerkmal des Landes und der Anziehungspunkt für viele der (noch nicht allzu vielen) Reisenden.

Madagaskar Natur Film PRIORI ReisenDie Insel Madagaskar entstand durch die vor rund 90 Millionen Jahren einsetzende Abspaltung der heutigen Kontinentalplatte vom Urkontinent Gondwana. Sie entwickelte sich weitestgehend isoliert vom Festland, so dass Madagaskar hat eine der höchsten Quoten an Biodiverstität der Welt besitzt, ein Großteil der Pflanzen- und Tierarten findet man nur hier.

Madagaskar ist eine ökologische Schatztruhe, auf der bis heute immer noch regelmäßig unbekannte Tiere und Pflanzen entdeckt werden.

Lassen Sie sich verzaubern von dieser einmaligen Wunderwelt, den unglaublichen Landschaften und bizarren Gestalten auf der grossen Insel im Indischen Ozean.

Und wenn Sie Lust bekommen, das alles in echt zu erleben: PRIORI bringt sie hin!

Facebooktwittergoogle_pluspinterestlinkedin
Buckelwal Flosse im Meer vor der Insel Sainte Marie Madagaskar

(Ein-)Tauchen in Madagaskar

Madagaskar ist einzigartig mit seiner Flora und Fauna, und noch besser: die große Insel im Indischen Ozean ist mit über 4500 Kilometern Küste  und vorgelagerten Korallenriffen auch ein hervorragendes Reiseziel für Taucher. 

Buckelwal Flosse im Meer vor der Insel Sainte Marie MadagaskarDie Unterwasserwelt in Madagaskar ist vielseitig, hier finden sich 34 Arten von Walen und Delfinen, 5 Schildkrötenarten, 56 Hai-Arten, 300 verschiedene Hartkorallen und 1300 Arten von Knochenfischen. Viele der Arten sind endemisch, kommen also nur in Madagaskar vor.

Madagaskar kann als Tauch-Destination mit einer ganzjährig angenehmen Wassertemperatur punkten – sie schwankt zwischen 24 Grad zwischen Juli und Oktober und 30 Grad von Januar bis März.

Als beste Jahreszeit für Reisen nach Madagaskar mit geplanten Tauchgängen gelten im Allgemeinen die Monate Mai bis Dezember.  Zwischen Januar und März ziehen fast jedes Jahr Zyklone über die Insel, die starke Regenfälle mit sich bringen und den Meeresboden aufwirbeln – zu dieser Zeit kann die Unterwasser-Sicht daher eingeschränkt sein und einige Tauchclubs sind geschlossen. Hochsaison für Madagaskar-Reisen sind die dortigen Wintermonate Juli und August, die gleichzeitig die kühlsten Monate sind.

Tauchreviere finden sich in allen Regionen der Insel. Dazu gehören

  • im Norden: die Insel Nosy Be und umliegende Inseln, wie Nosy Komba oder Tanikely, sowie die Buchten rund um Diego Suarez
  • im Westen: die Gegend südlich von Morondava
  • im Süden: vor den Stränden nördlich und südlich von Tulear
  • im Osten: rund um die Insel Sainte-Marie

Jede Gegend hat ihre Besonderheiten. Die abgelegenen Archipele rund um Nosy Be im Nordwesten Madagaskars (wie Mitsio, Radama) bieten die wohl größte Biodiversität unter Wasser. Vor der Insel Sainte Marie im Nordosten können zahlreiche Wrack-Tauchgänge gemacht werden.

Ile aux Nattes Madagaskar Strand Meer PalmenIn Madagaskar gibt es mittlerweile zahlreiche Tauchschulen. Viele davon sind PADI-Basen und haben einen westlichen Standard, professionelle Ausrüstung und bieten Tauch-Kurse für verschiedene Levels an.

Sicherheit spielt eine große Rolle beim Tauchen. Bei Tauchgängen in Madagaskar zu beachten, dass es auf der Insel keine Druckkammer gibt. Die nächsten Rekompressions-Anlagen finden sich in Kenia, La Réunion oder Südafrika, die im Falle einer auftretenden Dekompressionskrankheit aufgesucht werden müssen.

PRIORI kann Tauch-Interessierten aktuelle Kontakte zu Tauchschulen vermitteln und organisiert auch gerne das Programm rundherum.

Facebooktwittergoogle_pluspinterestlinkedin