Archiv der Kategorie: Madagaskar erleben

Reisfelder in Madagaskar und ihre Nutzungsmöglichkeiten

Reisfelder Hochland Madagaskar
Reisfelder Hochland Madagaskar

 

Wer Madagaskar kennt, kennt auch das Bild mit den grünen Reisfeldern, ein paar Zebus und den Bauern, die Ihre Rinder herumtreiben, um die Felder bereit zu machen für die nächste Reiseernte. Oder das Bild mit den gebückten Frauen, die die neue Reissaat aussetzen. Manchmal sieht man sie bis über die Taille verschlammt im Wasser herumstapfen.

Die Reisfelder in Madagaskar verbergen mehr, als man beim Vorbeifahren erst denkt. Dass sie für den Reisanbau benutzt werden, versteht sich von selbst, aber für was sie sonst alles benutzt werden, ist weniger bekannt.

Speziell im Hochland von Madagaskar, wo man nur eine Reisernte pro Jahr machen kann, werden die Felder in den (Süd-)Wintermonaten Juni, Juli und August oft für andere Zwecke eingesetzt.

Wenn man unterwegs ist zwischen der Hauptstadt Antananarivo und Fianarantsoa, sieht man fast die ganze Strecke lang links und rechts viele Reisfelder und Reisterrassen. Die Felder sind zu dieser Jahreszeit mehr bräunlich als grün und es sieht manchmal aus, als lägen sie alle brach.

Aber plötzlich fährt man an einem Feld vorbei und beobachtet, dass viele Frauen im schlammigen Wasser irgendwas einsammeln und in Ihre Körbe werfen, die sie am Rücken oder auf dem Kopf tragen. Was kann es sein, denkt man, vielleicht sammeln sie Reste der letzten Ernte ein oder sie nehmen Steine weg, um die Felder für die nächste Ernte vorzubereiten? Es ist keines der beiden. Die Frauen sind am Fischen. Ja richtig, es wird in den Reisfeldern gefischt. Nicht armlange Fische wie Tilapia, die man sonst auf den Märkten im Hochland von Madagaskar kaufen kann, sondern ganz kleine Fische. Diese Fische werden anschliessend getrocknet und viel später dann erst im Wasser eingeweicht und danach in heissem Öl frittiert. Diese – laut den Madagassen – Delikatesse nennt man Pirna und sie schmeckt ähnlich wie der Trockenfisch im hohen Norden Europas.

Ein weiterer Anwendungsbereich für die Reisfelder ist die Produktion von Backsteinen.

Die Bauern vermieten Teile ihrer Felder an kleine Familienbetriebe, die mit dem Lehm Backsteine herstellen. Die Felder werden dadurch umgegraben und die Bauern sparen sich nebst den Mieteinnahmen auch Arbeit. Die Backsteine werden direkt auf dem Feld geformt und an die Sonne gelegt, um zu trockenen. Danach werden sie mauerartig aufgestapelt. Später müssen die Steine noch gebrannt werden. Je nach Region und Geldbeutel der Produzenten wird Holz oder Reisspreu benutzt, um die Steine zu brennen. Der Brennprozess geht über mehrere Tage und es ist sehr wichtig, dass das Feuer nicht auslöscht bevor die Steine richtig gebrannt sind. Während dieser Zeit wohnen die Arbeiter direkt neben dem Meiler und hüten das Feuer. Ihre geübten Augen sehen auch, wenn die Steine fertig sind. Dies erkennen sie an der erreichten Endfarbe, die sich je nach Region unterscheiden kann und sich zwischen grau und dunkelrot bewegt.

Auf Ihrer nächsten Reise durch Madagaskar ist es interessant zu beobachten, was alles auf den Reisfeldern passiert. Machen Sie einen Stopp, reden Sie mit den Frauen, die am Fischen sind oder mit den Männern, die Backsteine produzieren. Probieren sie selber mitzuhelfen, vielleicht nicht bei den fischenden Frauen, aber warum nicht bei einem der Backsteinproduzenten. Sie bekommen dann nicht nur ganz schmutzige Hände, sondern auch ein Erlebnis, das lange bleiben wird und gleichzeitig locken Sie bei ihrem ersten Versuch garantiert ein Schmunzeln über die Lippen der Männer, die es nicht glauben können, das ein Vazaha (Fremder) nicht nur mit ihnen Kontakt aufgenommen hat und Interesse an ihrer Arbeit zeigt, sondern auch bereit ist, etwas von ihnen zu lernen ohne Angst, seine Hände dreckig zu machen…

Reisfeld Madagaskar - mit Zebus wird auf dem Feld gearbeitet

Die 10 Top Attraktionen von Madagaskar

Baobaballee Morondava

Die Internetplattform Touropia hat eine Liste der 10 besten touristischen Orte in Madagaskar veröffentlicht. Zur Nummer eins wurde die kleine Insel Ste. Marie vor der Ostküste Madagaskars gekürt. Die ehemalige Pirateninsel ist eigentlich eine komprimierte Zusammenfassung Madagaskars mit Gewürz- und Reispflanzungen, Strand und Wanderwegen.

In der weiteren Wertung befinden sich sechs Naturparks und dies unterstreicht, welch grosser Teil die Natur für Besucher einnimmt. Die Mehrheit der Madagaskar-Reisenden wollen Flora und Fauna erleben.

In der Zehnerliste figuriert nur ein einziger kultureller Besuchsort. Es ist die alte Residenz des Königs Andrianamponimerina. Die burgartige Festung ausserhalb der Hauptstadt Antananarivo wird gern in ein Halbtagesprogramm gepackt und besonders an Wochenenden gern besucht.

Wenn auch die Aufnahme in diese Shortlist von Nosy Be und Ifaty diskutiert werden kann, so fehlen bestimmt auch ein paar andere ebenso interessante Orte. Viele der rund 50 Naturparks sind kaum bekannt und etliche davon werden von keiner Handvoll Besuchern aufgesucht: pro Jahr.

Wichtig für die Auswahl war wohl auch die Zugänglichkeit der Besuchspunkte. Madagaskar ist und bleibt ein schwierig zu bereisendes Land. Die Insel im Indischen Ozean wird nicht nur wegen ihrer Grösse regelmässig unterschätzt, sondern auch das spärliche Infrastrukturnetz verlangt weit mehr Zeitaufwand als normalerweise geschätzt.

1 Insel Sainte Marie

2 Isalo Nationalpark

3 Tsingy von Bemaraha

4 Insel Nosy Be

5 Allee der Baobabs

6 Ifaty

7 Königshügel von Ambohimanga

8 Andasibe-Mantadia Nationalpark

9 Masoala Nationalpark

10 Ranomafana Nationalpark

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Madagaskars Ostküste entdecken

Madagaskars Hochland fällt in zwei Stufen zum Indischen Ozean an der Ostküste ab. In der Mitte befindet sich, fast zu vergleichen mit dem Rift Valley in Ostafrika, eine breite Talsohle, wo sich der Lac Alotra sowie die Orte Moramanga und Anosibe An’Ala befinden.

Madagaskar-Ostküste-Trekking.PRIORI-ReisenDiese Zone auf etwa 800 Metern Höhe profitiert von den Niederschlägen des Ostens, ist ihnen aber nicht in gleichem Masse ausgesetzt wie die Küstenlandschaft am Meer. So kommt es, dass diese Zwischenebene sehr fruchtbar ist und für Madagaskars Export landwirtschaftlicher Produkte eine sehr wichtige Rolle spielt. Sie ist sehr ländlich geprägt, zählt aber gleichzeitig zu den dicht besiedelsten Gebieten Madagaskars. Die Nord-Süd-Achse ist hier sehr schlecht erschlossen. Mit dem Auto kommt man nicht weiter als Anosibe An’Ala. Wer weiter möchte, dem können wir das Ostküstentrekking empfehlen, bei dem es in 4 Tagen durch eben diese Landschaft bis hinunter zur Ostküste geht.

Madagaskar_Pangalanes_Brickaville_Dorf.PRIORI-ReisenAm Indischen Ozean angekommen ist die Ostküste tropisch grün und üppig. Regen fällt hier das ganze Jahr, in der Regenzeit von Dezember bis Ende März ist oftmals kein Durchkommen auf den schlammigen Pisten. Auch so ist die Nord-Süd-Achse auch hier unten am Wasser sehr begrenzt für Fahrzeuge.

Madagaskar_Pangalanes-Kanal-Brickaville.PRIORI-Reisen

Aus alter Tradition werden Waren und Güter ebenso wie Personen bis heute auf dem bekannten,, fast 700 Kilometer langen Pangalanes-Kanal entlang der Ostküste befördert. Eine Fahrt mit dem Motorboot oder der Piroge auf diesen durch Kanälen verbundenen Süsswasserseen ist zwischen Mananjary und Tamatave möglich und ein schönes Erlebnis für Reisende. Es bietet viele Einblicke in das Landleben der Bevölkerung in den kleinen Orten, die sich hier befinden und die ohne die Wasserstrasse von der Aussenwelt so gut wie abgeschnitten wären.

Madagaskars Volksstämme

Madagaskar ist vielseitig – landschaftlich, bezüglich seiner einmaligen Flora und Fauna, und auch kulturell.

In Madagaskar leben 18 ethnische Volksgruppen. Alle sprechen – mehr oder weniger – die gleiche Sprache: Madagassisch. Alle blicken – weitgehend – auf den gleichen kulturellen Hintergrund. Dabei gibt es regional unterschiedliche Sitten, Traditionen und Bräuche.

Madagaskar_Mann_HochlandDie grösste Volksgruppe in Madagaskar sind die Merina im Hochland, gefolgt von den Betsimi-saraka an der Ostküste und den Betsileo im südlichen Hochland. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung Madagaskars gehören zu einer dieser drei Ethnien.

Die viehhaltenden Sakalava sind eine weitere grosse Gruppe, die sich entlang der Westküste angesiedelt hat.

Madagaskar_Fischerdorf-VezoEbenfalls an der Westküste Madagaskars leben die Vezo, das Fischervolk. Man sagt: „Die Vezo leben mit dem Gesicht zum Meer und dem Rücken zum Land.“ Die Vezo sind ein kleines halbnomadisches Volk, das an der südlichen Westküste, zwischen Tulear und Morondava, lebt. Ihre Bindung zum Meer ist sehr eng: es ist Arbeitsplatz und Lebensraum, Versorgungsweg und Schutz gegen Feinde. Bis heute leben die Vezo sehr traditionell. Männer wie Frauen fischen auf offener See mit Harpune, Netz und Speer. Ihre Boote werden laka genannt; sie sind Arbeitsplatz und Transportmittel, sowie während der Wanderphasen auch ihr Zuhause.

Madagaskar-Ostküste_Bauern-mit-Mandarinen

Madagaskars Kühe – Zebus

Die zweifellos wichtigsten Nutztiere Madagaskars sind die Zebus oder Buckelrinder. Rund 10 Millionen dieser stattlichen Tiere leben auf der Insel Madagaskar.

Madagaskar Zebu Rind KuhFür die Madagassen sind Zebus nicht nur Fleisch- und Milchlieferanten, sondern auch Zugtiere für die typischen Ochsenkarren aus Holz oder für Handpflüge, die bis heute genutzt werden, um Felder zu bestellen.

Daneben spielen die Tiere in Madagaskar auch kulturell eine wichtige Rolle: Bei wichtigen oder besonderen Anlässen werden die Rinder als Opfer geschlachtet. Bei einigen madagassischen Volksstämmen, wie den viehzüchtenden Bara beispielsweise, bilden sie die Lebensgrundlage. Ein Mann ohne Herde ist kein Mann, die Zebuherde ist Zeichen von Reichtum und die Versicherung gegen Hunger und Durst.

Zebukarren-Piste-MadagaskarGleichzeitig gibt es Zebudiebe, Dahalo genannt, die zu Helden werden, wenn sie Herden stehlen und dabei ihr Leben lassen. Dieser traditionelle Viehraub hat sich seit einer Generation gewandelt: heute sind vor allem im tiefen Süden Madagaskars – bitterarm und unwirtlich – Banden unterwegs, die sich nicht mehr allein mit dem Viehdiebstahl begnügen und auch andere Überfälle planen.

Zebu-Madagaskar_PRIORI-Reisen_ZOBDie Organisation Zebu Overseas Board (ZOB) in Antsirabe unterstützt Bauern aus der Region, damit sie sich mit einem kleinen Mikrokredit ein Zebu, eine Milchkuh oder ein Schwein kaufen können. Das ZOB finanziert diese Tiere vor – indem es Menschen findet, die diese Tiere kaufen und sie für die Bauern zur Verfügung stellen. Die Bauern können die Kosten dann im Laufe von 1 bis 2 Jahren zurückzahlen. Von diesem Geld wird erneut ein Tier finanziert. Für Madagaskar-Reisende ist dies eine interessante Möglichkeit, Freunden oder Familienmitgliedern etwas Besonderes zu schenken und damit gleichzeitig einer madagassischen Familie eine bessere Zukunft zu ermöglichen. Die erworbenen Tiere können getauft, und auch auf einer Reise besucht werden.

Ringförmige Sonnenfinsternis in Madagaskar

Am 1. September 2016 wird eine Sonnenfinsternis über Teilen Madagaskars zu sehen sein. Eine ringförmige Sonnenfinsternis. Aber was ist das eigentlich?

Madagaskar-katsepyBei einer ringförmigen Sonnenfinsternis befindet sich der Mond vollständig vor der Sonne. Der Unterschied zu einer totalen Sonnenfinsternis ist, dass der Mond die Sonne in diesem Fall jedoch nicht ganz bedecken kann, da die Mondentfernung sehr gross ist und die Mondscheibe kleiner als die Sonnenscheibe erscheint. Der äussere Rand der Sonne ist dann als feuriger Ring sichtbar. Daher kommt auch ihr Beiname „Feuerkranz-Sonnenfinsternis“.

Die ringförmige Sonnenfinsternis in Madagaskar ist nur entlang eines bis zu mehreren Hundert Kilometer breiten Pfades aus zu sehen und ein seltenes, beeindruckendes Schauspiel. Die nächste ringförmige Sonnenfinsternis über Madagaskar nach derjenigen 2016 wird sich erst 2070 ereignen.

PRIORI Reisen bietet drei verschiedene Sonnenfinsternis-Touren in den Westen Madagaskars an, um dieses Himmelsspektakel zu erleben. Eigens dafür wird ein Camp errichtet. Erleben Sie das einzigartige Madagaskar auf einer ganz besonderen Reise!

Madagaskar – Mit einem Salama ist man dabei

Ein netter Gruss öfnet überall auf der Welt Türen und Herzen. So auch in Madagaskar.

Besucher, die in Madagaskar einen landestypischen Gruss entrichten, werden wohlwollend bemerkt. Auf dem Land etwas mehr als in der anonymen Stadt.

Madagaskar ist gross und vielfältig, und ebenso regional variabel sind die Begrüssungen auf der Insel im Indischen Ozean. Es gibt unzählige regionaltypische Grussworte wie Anakory oder Tsarabe, und diese werden – je nach Gegend – ganz unterschiedlich ausgesprochen,
oft auch in verschiedenen Stimmlagen singend ausgeschmückt und oft mit einem langgezogenen eee abgeschlossen.

Die Lösung für Madagaskar-Reisende: Ein freundliches Salama wird auf der ganzen Insel als Allerweltsgrusswort erkannt. Grüssen Sie immer und alle mit einem einfachen Salama und Sie ernten freudig-erstaunte Reaktionen.

Madagaskar Familie Hochland

Madagaskar Reisen – Ideen für 2016

Madagaskar ist als Reiseland äusserst vielseitig. Warum also auf der Standard-Route durch das Land fahren und die üblichen Nationalparks und Touristenspots besuchen?

Reisbauern bei der Arbeit auf dem Feld in Madagaskar

Wir haben ein paar Ideen für spannende Madagaskar-Aktivitäten und Reiserouten zusammengestellt.
Wie wäre es zum Beispiel mit:

  • dem Besuch einer Familie und deren Zebu in der Nähe von Antsirabe,
  • einer Wein- oder Schokoladenverkostung im Hochland,
  • einem Besuch in einem Vanilledorf in der Gewürzregion SAVA, das über Strassen nicht erreichbar ist,
  • einer beeindruckenden Tanz-Vorführung gehörloser Kinder in einem Jugendzentrum in Antananarivo,
  • einem Fotokurs und Ausflug in kleine Dörfer mit Madagaskars bekanntestem Fotografen Pierrot Men,
  • einem Marktbesuch und anschliessendem madagassischen Kochkurs,
  • einer Wanderung im unbekannten Marojejy-Nationalpark mit Blick auf den Indischen Ozean
  • der Beobachtung der ringförmigen Sonnenfinsternis in einem Camp unterm Sternenhimmel im völlig abgeschiedenen Westen Madagaskars,
  • einer Besichtigung des Herzensprojekts einer madagassischen Apothekerin in Antalaha, oder
  • dem Besuch des einzigen Piratenmuseums Madagaskars…?

antalaha-cap-est.MadagaskarAuf unseren Madagaskar-Reisen 2016 finden Sie all das – und noch viel mehr.
Spannende Themen, kleine Gruppen, intensive und langsame Routen mit vielen Begegnungen und Zeit zum Selbst-Erkunden. Ob Kulinarik, Vanille, Trekking und Naturerkundung oder der Besuch von Sozialprojekten, für jede Interessenlage ist etwas dabei. Sie haben besondere Wünsche oder Ideen? Schreiben Sie uns an, wir sind seit mehr als 20 Jahren vor Ort in Madagaskar und können auch ungewöhnliche Anfragen realisieren…zuverlässig, flexibel und direkt.

Alle Aktivitäten können Sie individuell auf Ihrer Reise einbauen. Stöbern Sie durch einmal durch unseren Katalog

Unsere Reisephilosophie qualitativ hochwertiger Reisen mit fairen und langfristigen lokalen Kontakten vor Ort gilt selbstverständlich auch für unsere Gruppenreisen. Übrigens sind wir auch Mitglied im forum anders reisen, dem Verband für nachhaltige Reiseveranstalter im deutschsprachigen Raum.

Madagaskar vom Wasser erleben – unterwegs mit Schiff, Piroge und Segelboot

Madagaskar hat fast 5000 Kilometer Küste, zahlreiche Flüsse und Seen, und den Süsswasserkanal Pangalanes entlang der Ostküste. Beste Voraussetzungen also für erlebnisreiche Madagaskar-Touren auf dem Wasser.

Die Insel Madagaskar hat 18 Häfen, wovon jedoch nur noch diejenigen international bedeutend sind, in denen Kreuzfahrtschiffe anlegen: Tuléar (Toliara), Majunga (Mahajanga), Tanatave (Toamasina), Fort Dauphin (Taolanarao), Diego Suarez (Antsiranana) und auf der vorgelagerten Insel Nosy Bé im Kanal von Mosambik.

Madagaskar–Reisende können interessante Ausflüge auf Madagaskars Wasser unternehmen, auch wenn im Allgemeinen der Schiffsverkehr für touristische Zwecke eher selten geworden ist:

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Auf dem Weg von Ramena zum Mer d’Emeraud.

Im Norden
Von Ramena östlich von Diego Suarez können schöne Boots-Touren zu den drei Buchten oder zum Mer d’Emeraud, dem Smaragdmeer, gemacht werden. Türkisblaues Wasser, schöne Blicke auf eine wenig bewohnte Küstenlinie und bis zum Indischen Ozean, kleine Fischerdörfer und idyllische Strände warten dort.

Im Kanal von Mosambik
Von Ankify im Nordwesten Madagaskars starten Fähren und Touren auf die bekannte Ferieninsel Nosy Be, sowie ihre weit weniger bekannten, aber mindestens ebenso sehenswerten Nachbarinseln im Kanal von Mosambik: Nosy Komba und Nosy Tanikely.

Auf dem Fluss Loza geht es an die Westküste.
Auf dem Fluss Loza geht es an die Westküste.

Etwas südlicher, aber weiterhin im Nordwesten Madagaskars, bietet sich ein Ausflug mit dem Boot von Antsohihy nach Analalava an. Auf dem Loza-Fluss geht es idyllisch und ab der touristischen Pfade an die Küste und zum an der Meeresmündung gelegenen Küstenort Analalava. Von hier können Segeltouren oder ein Ausflug auf die ehemalige Gefängnisinsel Nosy Lava unternommen werden. Ein einmaliges Erlebnis.

Rund um Tuléar lassen sich Schnorchel- und Tauchtrips organisieren, ebenso wie Pirogenfahrten mit den traditionellen Segel-Einbäumen entlang der meist ruhigen Küste. Auch Ausflüge auf dem Wasser zu Fischerdörfern mit Langusten-Picknick am Strand können hier gebucht werden.

Vor und entlang der Ostküste
Die Überfahrt nach St. Marie (Nosy Boraha) von dem Küstenort Soanierana–Ivongo aus ist eine gute Alternative zum Flug auf die kleine Pirateninsel vor der Ostküste Madagsakars. Verschiedene Fähr-Anbieter fahren täglich in etwa einer Stunde zwischen dem Festland und der Insel hin und her. Bei schlechtem Wetter sowie Wellengang werden die Überfahrten aus Sicherheitsgründen jedoch auch kurzfristig abgesagt.

Ein Tauchboot auf Sainte Marie.
Ein Tauchboot auf Sainte Marie.

Auch von Sainte Marie starten zahlreiche Tauch- und Schnorchelboote, um die vielfältige Unterwasserwelt für Reisende erlebbar zu machen. Von Juli bis September kann man hier auch Walbeobachtungen vornehmen – denn dann ziehen die Meeressäuger von der Antarktis in die Bucht von Antogil, um ihre Jungen zu gebären. Vor Sainte Marie passieren die imposanten Giganten in sehr geringem Abstand zur Insel und machen ein aussergerwöhnliches Schauspiel sehr wahrscheinlich.

Fahrten mit kleinen Motorbooten auf dem Pangalanes-Kanal entlang der Ostküste versprechen schöne Einblicke in das Landleben, kleine Dörfer und die idyllische üppig-grüne Landschaft entlang des Wasserlaufs. Von kurzen Ausflügen bis hin zu mehreren Tagen können Reisende hier Madagaskar auf dem Wasser erleben.

Auf Madagaskars Flüssen

Camping während einer Flussfahrt auf dem Tsiribihina.
Camping während einer Flussfahrt auf dem Tsiribihina.

Möglich ist zum Beispiel eine Tsiribihina-Flussfahrt mit einem Einbaum oder Motorboot, bis zu vier Tage entlang einsamer Landschaften, kleiner Dörfer, und winkender Menschen verläuft. Übernachtet wird auf Sandbänken und tagsüber hat man viel Zeit zum Staunen, Entspannen und Fotografieren, wenn man sich durch das bislang wenig besuchte West-Madagaskar treiben lässt.
Auch auf dem Mangoky Fluss können Flussfahrten unternommen werden.

Dies sind nur einige Möglichkeiten, die sich für Madagaskar-Reisende anbieten. Weitere Infos geben wir Ihnen natürlich gerne! 

Gut essen in Madagaskar

Zebu Rind Madagaskar
Madagassisches Zebu-Rind

Madagaskar kulinarisch zu erleben gehört zu jeder Madagaskar-Reise dazu und es lohnt sich immer, verschiedene madagassische Gerichte zu probieren. Denn neben einzigartiger Natur und faszinierenden Landschaften hat auch Madagaskars Küche viel zu bieten: sie ist vielseitig, wird in den allermeisten Fällen frisch zubereitet und wird von ganz verschiedenen Einflüssen geprägt. Exotische Gerichte spiegeln die kulturelle Vielfalt der lokalen Bevölkerung wider. Chinesische, indonesische und afrikanische Einflüsse vermischen sich mit französischen und europäischen zu einer spannenden Melange im Indischen Ozean.

In den verschiedenen Teilen Madagaskars variieren die Gerichte zum Teil. Die Küche ist saisonal und regional an die vor Ort angebauten Frucht- und Gemüsesorten angepasst, ebenso wie an die Haltung bestimmter Tiere oder den Fischfang an der Küste. Die Grundlagen Reis und Maniok sowie die Gewürze Ingwer, Vanille, Knoblauch, Pfeffer etc. finden sich aber gleichermassen auf der ganzen Insel. Fleisch wird von Madagassen selbst nicht täglich gegessen. Zebu und Poulet sind die meistgefundenen Fleischsorten. An der Küste finden sich zahlreiche Fischsorten, Meeresfrüchte und Muscheln im Angebot. Generell gilt: Was auf dem Markt angeboten wird, wird frisch und bis heute meist auf dem Feuer zu leckeren Gerichten verarbeitet.

Madagaskar Küche FeuerstelleMadagaskars Hauptstadt Antananarivo liegt in der Mitte der Insel. An den Strassenbuden oder in den Restaurants finden Reisende typische, ursprüngliche madagassische Gerichte. Die Köche der Stadt verbinden Tradition, Kultur und Wissen. Das Fleisch des madagassischen Zebu-Rinds ist einer der Hauptbestandteile von madagassischen Spezialitäten in Antananarivo. Beilagen sind meist Reis – die Basis der madagassischen Ernährung. Oft wird Reis mit Kokosraspeln serviert. Auch „Ravitoto“ (pürierte bzw. gestampfte Maniokblätter) zählen zum traditionellen Essen, vor allem im Hochland; dieses Gericht findet man jedoch äusserst selten in Restaurants – es gilt als das Essen der armen Leute. In Antananarivo kann man die traditionelle, lokale Küche sehr gut ausprobieren.

Languste Hummer MadagaskarToamasina oder Tamatave ist die größte Stadt im Osten und die bedeutendste Hafenstadt von Madagaskar. Auch wirtschaftlich und touristisch ist Tamatave gut aufgestellt. Die Küche dieser Küstenstadt ist vielseitig und mit seinem Fischreichtum ist Tamatave und die Ostküste Madagaskars bekannt für die besten Rezepte für Meeresfrüchte. Gegrilltes Seafood, Suppe aus Meeresfrüchten, gebratener Fisch, Krabben-Curry, Calamari und Hummer … hier findet man frische Spezialitäten aus dem Meer auf den Menüs in den Karten. Dazu wie immer Reis, oft mit Kokos, Ingwer oder Safran gewürzt.

Stöbern Sie durch Speisekarten einiger Restaurants in Madagaskar oder schauen Sie auf unseren PRIORI-Gastronomie-Blog, der sich mit Essen in Madagaskar beschäftigt.

Eine ganze Reise rund ums Essen und das Thema Kulinarik in Madagaskar bieten wir von PRIORI im März 2016 an. Zwei Wochen lang steht das kulinarische Madagaskar im Fokus, wenn wir durch das Hochland fahren, mit viel Zeit und Appetit im Gepäck, und uns durchkosten durch Strassenstände, Hotelys (kleine Strassenrestaurants), noble Restaurants und Marktstände. Wir schauen Frauen in die Kochtöpfe und lernen viel über die Alltags-Küche, wir besuchen einen Weinbauern und einen Käsebetrieb und erfahren Neues über die Lebensmittelproduktion in Madagaskar. Auch die Brauerei des madagassischen Biers THB können wir besichtigen. Und neben kosten, probieren und zusehen machen wir zum Ende auch selbst einen Kochkurs und bereiten ein schmackhaftes madagassisches Menü vor, nachdem wir die Zutaten gemeinsam auf dem Markt gekauft haben.

Dieser Kochkurs in Antananarivo mit dem madagassischen Koch Lalaina ist übrigens auf jeder Reise eine spannende und schmackhafte Aktivität, die über uns gebucht werden kann. Essensvorlieben, Allergien etc. werden selbstverständlich berücksichtigt.Kochkurs_Zubereitung-Poulet a coco.Collage

Und wer zuhause schon einmal in die Madagassische Küche eintauchen möchte, für den gibt es hier noch ein einfaches, aber leckeres, Rezept für den madagassischen Bananenkuchen Koba Ravina.