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Kochkurs in Manakara – Malagasy cooking class

Kochkurs in Manakara
Die Bilder zeigen einen Kochkurs in Manakara zum Thema Frühstück.

Wenn Sie Madagaskar bisher noch nicht besucht haben, wundern Sie sich vielleicht zunächst über die vielfältigen Variationen an Speisen vor Ort.

Die Madagassen essen bekanntlicherweise viel Reis, am liebsten zum Frühstück, Mittag- und Abendessen. Wie einer unserer Fahrer vor kurzem mit einem Schmunzeln sagte: «Ihr Europäer habt Eisberge und wir haben Reisberge», ich gab ihm sofort den Spitznamen «The Eisbergman» und er strahlte noch um einiges mehr.

Viele essen Reissuppe (Vary sosoa) zum Frühstück, aber es gibt auch viele weitere Möglichkeiten. Jedes Dorf verfügt über kleine Hotelys (Restaurants), die zusätzlich zu frisch gekochtem Kaffee auch verschiedene Arten von kleinen Brötchen anbieten. Je nach Ort haben die Brötchen verschiedene Namen und auch wenn sie zum Teil gleich aussehen, schmecken sie von Ort zu Ort ein bisschen anders.

Während einer Reise in Madagaskar bieten die meisten Hotels für Touristen angepasste Frühstücksangebote an. Daher lohnt es sich wirklich zwischendurch auf das «internationale» Hotelfrühstück zu verzichten und alternativ ein «Hotelyfrühstück» zu probieren. So kommen Sie nicht nur direkt in Kontakt mit den Einheimischen, sondern dürfen auch einen Kaffee probieren, der ganz anders schmeckt, als im Hotel und eventuell verlieben sich auch auf der Stelle in eines der vielen kleinen Brötchen. Viele davon sind sogar für Menschen mit Gluten- und/oder Laktoseintoleranz sehr geeignet, da die meisten mit Reis oder Maniokmehl zubereitet werden und wenn sie Milch beinhalten, dann nur süsse Kokosmilch.

Sprechen Sie unterwegs mit Ihren Fahrer und sagen ihm, dass Sie gerne einen Stopp bei einem Hotely machen möchten und er wird Sie ganz sicher zu einem seiner liebsten Hotelys vor Ort fahren und Ihnen dabei behilflich sein, das passende Essen auszusuchen und zu bestellen.

Ein kleiner Tipp von PRIORI: Probieren Sie den Kaffee früh am Morgen, dann schmeckt er am allerbesten und auch die Brötchen sind dann frisch zubereitet, genauso wie der Kaffee.

 

Eventuell bekommen Sie dann auch Lust Mofogasy, Ramanonaka, Menakely, Pao, Balam-boay oder eine der anderen Speisen selber zu machen.

So organisieren wir für unsere Gäste vor Ort auch Kochkurse. Hier dürfen Sie nicht nur in die Töpfe schauen, sondern selber mitmachen und ein paar neue Rezepte mit nach Hause nehmen.

Unserer Erfahrung nach lohnt es sich an einen Kochkurs im ersten Teil der Reise teilzunehmen. So bekommen Sie von Anfang an einen Einblick in die madagassische Küche und trauen sich unterwegs eventuell etwas leichter neue Gerichte in den kleinen Hotelys auszuprobieren.

Läuft Ihnen nun bereits das Wasser im Mund zusammen und haben Sie Lust bekommen auch an einem Kochkurs in Madagaskar teilzunehmen, dann nehmen Sie gerne mit uns Kontakt auf.

Madagaskar Reisen – Ideen für 2016

Madagaskar ist als Reiseland äusserst vielseitig. Warum also auf der Standard-Route durch das Land fahren und die üblichen Nationalparks und Touristenspots besuchen?

Reisbauern bei der Arbeit auf dem Feld in Madagaskar

Wir haben ein paar Ideen für spannende Madagaskar-Aktivitäten und Reiserouten zusammengestellt.
Wie wäre es zum Beispiel mit:

  • dem Besuch einer Familie und deren Zebu in der Nähe von Antsirabe,
  • einer Wein- oder Schokoladenverkostung im Hochland,
  • einem Besuch in einem Vanilledorf in der Gewürzregion SAVA, das über Strassen nicht erreichbar ist,
  • einer beeindruckenden Tanz-Vorführung gehörloser Kinder in einem Jugendzentrum in Antananarivo,
  • einem Fotokurs und Ausflug in kleine Dörfer mit Madagaskars bekanntestem Fotografen Pierrot Men,
  • einem Marktbesuch und anschliessendem madagassischen Kochkurs,
  • einer Wanderung im unbekannten Marojejy-Nationalpark mit Blick auf den Indischen Ozean
  • der Beobachtung der ringförmigen Sonnenfinsternis in einem Camp unterm Sternenhimmel im völlig abgeschiedenen Westen Madagaskars,
  • einer Besichtigung des Herzensprojekts einer madagassischen Apothekerin in Antalaha, oder
  • dem Besuch des einzigen Piratenmuseums Madagaskars…?

antalaha-cap-est.MadagaskarAuf unseren Madagaskar-Reisen 2016 finden Sie all das – und noch viel mehr.
Spannende Themen, kleine Gruppen, intensive und langsame Routen mit vielen Begegnungen und Zeit zum Selbst-Erkunden. Ob Kulinarik, Vanille, Trekking und Naturerkundung oder der Besuch von Sozialprojekten, für jede Interessenlage ist etwas dabei. Sie haben besondere Wünsche oder Ideen? Schreiben Sie uns an, wir sind seit mehr als 20 Jahren vor Ort in Madagaskar und können auch ungewöhnliche Anfragen realisieren…zuverlässig, flexibel und direkt.

Alle Aktivitäten können Sie individuell auf Ihrer Reise einbauen. Stöbern Sie durch einmal durch unseren Katalog

Unsere Reisephilosophie qualitativ hochwertiger Reisen mit fairen und langfristigen lokalen Kontakten vor Ort gilt selbstverständlich auch für unsere Gruppenreisen. Übrigens sind wir auch Mitglied im forum anders reisen, dem Verband für nachhaltige Reiseveranstalter im deutschsprachigen Raum.

Gut essen in Madagaskar

Zebu Rind Madagaskar
Madagassisches Zebu-Rind

Madagaskar kulinarisch zu erleben gehört zu jeder Madagaskar-Reise dazu und es lohnt sich immer, verschiedene madagassische Gerichte zu probieren. Denn neben einzigartiger Natur und faszinierenden Landschaften hat auch Madagaskars Küche viel zu bieten: sie ist vielseitig, wird in den allermeisten Fällen frisch zubereitet und wird von ganz verschiedenen Einflüssen geprägt. Exotische Gerichte spiegeln die kulturelle Vielfalt der lokalen Bevölkerung wider. Chinesische, indonesische und afrikanische Einflüsse vermischen sich mit französischen und europäischen zu einer spannenden Melange im Indischen Ozean.

In den verschiedenen Teilen Madagaskars variieren die Gerichte zum Teil. Die Küche ist saisonal und regional an die vor Ort angebauten Frucht- und Gemüsesorten angepasst, ebenso wie an die Haltung bestimmter Tiere oder den Fischfang an der Küste. Die Grundlagen Reis und Maniok sowie die Gewürze Ingwer, Vanille, Knoblauch, Pfeffer etc. finden sich aber gleichermassen auf der ganzen Insel. Fleisch wird von Madagassen selbst nicht täglich gegessen. Zebu und Poulet sind die meistgefundenen Fleischsorten. An der Küste finden sich zahlreiche Fischsorten, Meeresfrüchte und Muscheln im Angebot. Generell gilt: Was auf dem Markt angeboten wird, wird frisch und bis heute meist auf dem Feuer zu leckeren Gerichten verarbeitet.

Madagaskar Küche FeuerstelleMadagaskars Hauptstadt Antananarivo liegt in der Mitte der Insel. An den Strassenbuden oder in den Restaurants finden Reisende typische, ursprüngliche madagassische Gerichte. Die Köche der Stadt verbinden Tradition, Kultur und Wissen. Das Fleisch des madagassischen Zebu-Rinds ist einer der Hauptbestandteile von madagassischen Spezialitäten in Antananarivo. Beilagen sind meist Reis – die Basis der madagassischen Ernährung. Oft wird Reis mit Kokosraspeln serviert. Auch „Ravitoto“ (pürierte bzw. gestampfte Maniokblätter) zählen zum traditionellen Essen, vor allem im Hochland; dieses Gericht findet man jedoch äusserst selten in Restaurants – es gilt als das Essen der armen Leute. In Antananarivo kann man die traditionelle, lokale Küche sehr gut ausprobieren.

Languste Hummer MadagaskarToamasina oder Tamatave ist die größte Stadt im Osten und die bedeutendste Hafenstadt von Madagaskar. Auch wirtschaftlich und touristisch ist Tamatave gut aufgestellt. Die Küche dieser Küstenstadt ist vielseitig und mit seinem Fischreichtum ist Tamatave und die Ostküste Madagaskars bekannt für die besten Rezepte für Meeresfrüchte. Gegrilltes Seafood, Suppe aus Meeresfrüchten, gebratener Fisch, Krabben-Curry, Calamari und Hummer … hier findet man frische Spezialitäten aus dem Meer auf den Menüs in den Karten. Dazu wie immer Reis, oft mit Kokos, Ingwer oder Safran gewürzt.

Stöbern Sie durch Speisekarten einiger Restaurants in Madagaskar oder schauen Sie auf unseren PRIORI-Gastronomie-Blog, der sich mit Essen in Madagaskar beschäftigt.

Eine ganze Reise rund ums Essen und das Thema Kulinarik in Madagaskar bieten wir von PRIORI im März 2016 an. Zwei Wochen lang steht das kulinarische Madagaskar im Fokus, wenn wir durch das Hochland fahren, mit viel Zeit und Appetit im Gepäck, und uns durchkosten durch Strassenstände, Hotelys (kleine Strassenrestaurants), noble Restaurants und Marktstände. Wir schauen Frauen in die Kochtöpfe und lernen viel über die Alltags-Küche, wir besuchen einen Weinbauern und einen Käsebetrieb und erfahren Neues über die Lebensmittelproduktion in Madagaskar. Auch die Brauerei des madagassischen Biers THB können wir besichtigen. Und neben kosten, probieren und zusehen machen wir zum Ende auch selbst einen Kochkurs und bereiten ein schmackhaftes madagassisches Menü vor, nachdem wir die Zutaten gemeinsam auf dem Markt gekauft haben.

Dieser Kochkurs in Antananarivo mit dem madagassischen Koch Lalaina ist übrigens auf jeder Reise eine spannende und schmackhafte Aktivität, die über uns gebucht werden kann. Essensvorlieben, Allergien etc. werden selbstverständlich berücksichtigt.Kochkurs_Zubereitung-Poulet a coco.Collage

Und wer zuhause schon einmal in die Madagassische Küche eintauchen möchte, für den gibt es hier noch ein einfaches, aber leckeres, Rezept für den madagassischen Bananenkuchen Koba Ravina.