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Mit dem Dschungel-Express durch den Regenwald in Madagaskar

Startet der Zug wie geplant um 07.00 Uhr pünktlich oder nicht, das ist an einem Tag wie diesem Nebensache. Ab dem Moment, an dem man den Bahnhof betritt, befindet man sich in einer eigenen Welt. Einer Welt mit vielen neuen Geräuschen, farbenfrohen Menschen, vielleicht ein paar Tieren, vielen Gütern und sicherlich auch mit einigen bekannten oder unbekannten Duftnoten.

«Mora-mora», das madagassische Wort mit der Bedeutung «langsam-langsam», wird an einem Tag wie diesem grossgeschrieben und ohne eine grosse Portion Gelassenheit und gleich viel Abenteuerlust und Neugier, sollte man nicht einmal ein Ticket kaufen.

Es kann sein, dass der Zug wirklich 1 Minute vor 07.00 Uhr startet, so dass es sich lohnt, früh genug am Bahnhof zu sein. Als Tourist empfiehlt es sich in der Hochsaison auch, Tickets im Voraus zu kaufen, um sicherzustellen, dass man wirklich mitfahren darf. Am besten, man ergattert ein Ticket für einen Sitz in Fahrrichtung links, wenn man vom Hochland an die Ostküste Madagaskar fahren möchte. So hat man unterwegs die beste Aussicht, da fast alle Bahnhöfe auf der linken Seite zu sehen sind.

Am Sitzplatz angekommen kann es gut sein, dass man sich mehr zu Hause fühlt als gedacht: nicht nur die Sitze erinnern an die Heimat, auch ein Schild an der Wand lässt einen leicht die Frage stellen, wo man sich wohl gerade befindet.

sbb-jungelexpress

Jeder Schweizer hat solch ein Schild wohl mehrmals gesehen. Wie lange es jedoch her ist, dass man lediglich Fr. 20,- entrichten musste, sollte man „vergessen“ haben ein Ticket zu kaufen, das wissen nur die Wenigsten.

SBB hat auf unsere Nachfrage dies geantwortet:  Wir haben etwas nachgeforscht und folgendes herausgefunden:
In der SBB-Zeitung resp. im SBB-Nachrichtenblatt konnten wir in den Jahren 1976 und 1986 eine jeweilige Angabe finden. Im Jahre 1976 wurde eine Busse von 10 Franken erhoben. Bis ins Jahr 1986 stieg die Busse auf 30 Franken an. Vermutlich wurde eine Erhöhung auf 20 Franken in den 80ern gemacht.
Falls Sie gerne selbstständig eine umfassendere Recherche machen möchten, können Sie gerne bei SBB Historic im Lesesaal in Windisch vorbei gehen.‎ Öffnungszeiten und Standort finden Sie unter 
https://www.sbbhistoric.ch/…/stan…/archive-windisch.html.

Unterwegs von Fianarantsoa nach Manakara, einer Fahrt, die über 47 Brücken und durch 48 Tunnel führt, geht es sehr langsam voran. Die ganze Strecke ist nur 163 Kilometer lang, aber gleichwohl braucht der Zug meist 15 Stunden, wenn nicht mehr, bis er an der Küste ankommt. Unterwegs werden an vielen Bahnhöfen kurze und auch längere Stopps eingelegt und je nach Aufenthaltsdauer hat man die Möglichkeit, das Alltagsleben der Einheimischen zu beobachten und auch in Kontakt mit ihnen zu treten.

Für unterwegs sollte man zusätzlich genügend zu trinken mitführen und eine Jacke für den Abend. Zudem sollten auch genügend Speicherplatz und Strom für die Kamera mitgenommen werden – sprich, mindestens eine extra voll aufgeladene Batterie. Schon vor der Abfahrt haben die meisten Touristen bereits viele Fotos gemacht und es wäre schade, wenn man unterwegs nicht alles festhalten kann, wenn man gerne fotografiert. Die Reise ist sehr abwechslungsreich und unterwegs fährt man durch das einzige Teegebiet im Madagaskar, durch den Regenwald mit seinen vielen Dörfern, die zum Teil nur mit der Eisenbahn erreichbar sind und kommt am Abend im Dunkeln in Manakara, einer Küstenstadt, an. Da es in Madagaskar sehr früh dunkel wird, erreicht man die letzten Bahnhöfe erst nach Einbruch der Dunkelheit. Auch wenn die Dörfer keinen Strom haben, wird man gleichwohl etwas sehen. Wie die Dorfbewohner dieses Problem dann lösen und einem trotzdem zeigen können, was sie einem alles verkaufen wollen, das verraten wir noch nicht – dass muss man selber erleben. Wie es tönt, kann man unten anhören und vielleicht bekommt man gleichzeitig ein kleines Bild im Kopf davon, wie es aussehen könnte.


Was sich wirklich lohnt unterwegs zu probieren ist der Kobaravina / Bananenkuchen https://issuu.com/ellenspinnlerhelmersen/docs/kobaravina, der von mehreren der fliegenden Händler verkauft wird. Auch andere lokale Spezialitäten werden je nach Bahnhof und Gegend angeboten. Wichtig ist hier, dass man im Voraus viele kleine Noten der Landeswährung Ariary zur Seite gelegt hat für diesen Tag. Die meisten Lebensmittel (Kuchen, Obst etc.), die man unterwegs kaufen kann, kosten zwischen 100 – 200 Ariary pro Stück. Ein Kilo Bananen 1000 – 2000 Ariary. Wenn man dann mit 10.000 oder 5.000 Ariary bezahlen möchte, haben die Händler selten Wechselgeld.

Irgendwann nach 12-13-14-15-16……. Stunden erreicht man Manakara, total müde, aber mit einem Kopf voll von Bildern und einem Herz voll von Erinnerungen. Das Einzige, das man nun gerne machen will, ist schlafen. Und wenn man ein Hotel direkt am Meer gebucht hat, dann wird das Meeresrauschen einen in den Schlaf begleiten, gemischt mit dem Ton im Kopf, «kadunk, kadunk, kadunk», von der langen Zugfahrt.

 

 

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Au Gentil Pecheur

Madagaskar: WIE einfach darf Einfach sein? Und WAS ist eigentlich EINFACH?

Madagaskar: WIE einfach darf Einfach sein? Und WAS ist eigentlich EINFACH?

Zur Vorbereitung einer Reise nach Madagaskar gehört auch die Auswahl der Hotels und somit die Festlegung der Hotelkategorie.

In Madagaskar gibt es eine grosse Auswahl an Hotels, von ganz einfachen zu sehr luxuriösen. Es ist so, dass man nicht überall jene Kategorie buchen kann, die man sich wünscht und so mag es an bestimmten Orten sein, dass nur einfache Hotels zur Auswahl stehen. Oder es gibt nicht mal eine Auswahl, sondern nur ein einziges Hotel vor Ort. Wenn dies der Fall ist, ja dann muss man sich fragen: „wie einfach darf es sein?“

Für manche Leute ist ein Hotel schon einfach, wenn kein Zimmerservice oder Internet vorhanden sind. Für andere ist es immer noch nicht zu einfach, wenn man nur ein paar Stunden pro Tag Strom hat oder eine Kübeldusche. Die persönliche Einschätzung hängt wohl damit zusammen, was man vorher erlebt hat und dies herauszufinden, ist unsere Aufgabe als Reiseorganisator.

„Ja, ja, einfach ist für mich kein Problem“ ist keine genügende Vorinformation, um uns ein Bild der Wünsche unserer Reisenden zu machen. Es kommt vor, dass wir Leuten eine andere Reiseroute empfehlen, wenn wir das Gefühl bekommen, dass die Hotels entlang der gewünschten Route für sie wirklich zu einfach sein werden.

Unser Ziel ist, dass unsere Gäste so gut wie möglich vorbereitet auf ihre Reise gehen und dazu gehört auch ein Bild, was sie im Reiseland zu erwarten haben. Dies ist manchmal einfacher gesagt als getan.

 

Hier eine kleine PRIORI-Erklärung, wie wir die verschiedenen Hotelkategorien unterscheiden.

Einfach
Zimmer: Kleine Zimmer/Bungalows mit einer sehr spartanischen Zimmerausstattung. Manchmal nur eine dünne Matratze auf einem simplen, lokal hergestellten Lattenrost. Moskitonetz vorhanden (manchmal mit ein paar Löchern). Keine (oder sehr wenig) Ablagefläche. Kein Kühlschrank. Kein Safe im Zimmer.
Bad: Keine Garantie für fliessendes Wasser, aber mindestens eine Kübeldusche und ein WC (das man vielleicht mit einem Eimer nachspülen muss). Handtücher vorhanden, aber nicht täglich gewechselt. Handseife fast immer vorhanden. WC-Papier kaum. Manchmal gemeinsames Badzimmer auf der Etage.
Strom: Meistens kein Strom im Zimmer. Manchmal eine Solarlampe, die am Abend ein bisschen Licht gibt. An den meisten Orten gibt es die Möglichkeit, bei den Besitzern Batterien im Laufe des Abends aufzuladen, aber keine Garantie. Kerzen als Nachtbeleuchtung.
Wifi: Kein Internet. Manchmal auch keine Abdeckung für Mobilfunknetz.

Mittel
Zimmer: Gut ausgestattete und zum Teil sehr gemütliche Zimmer/Bungalows (kleine und grosse). Meistens mit guten bis sehr guten Betten. Moskitonetz – wo nötig – vorhanden. Kühlschrank. Manche Hotels haben einen Safe im Zimmer.
Bad: Fliessendes Wasser (meistens warm) und funktionierendes WC. WC-Papier. Täglich neue Handtücher. Handseife immer vorhanden.
Strom: Wenn kein Stromunterbruch, Strom ganzen Tag (manche Hotels nur am Abend).  Steckdosen im Zimmer
Wifi: Die meisten haben kostenloses Wifi im Restaurant oder zunehmend auch im Zimmer.

Hoch
Zimmer: Grosszügige Zimmer/Bungalows, mit guten bis sehr guten Betten. Moskitonetz – wo nötig – vorhanden. Gute Ablagemöglichkeiten. Meistens Safe im Zimmer.
Bad: Bad, WC mit fliessendem und warmem Wasser. Täglich neue Handtücher. WC-Papier und Handseife immer vorhanden.
Strom: Ganzer Tag Strom. Genügend Steckdosen im Zimmer. Bei Stromunterbruch springt eine eigene Notstromversorgung ein.
Wifi: Kostenloses Wifi im Zimmer oder mindestens in den Aufenthaltsräumen.

 

Wenn man ein Land wie Madagaskar nicht nur entlang der Touristenroute bereisen und entdecken möchte, dann gehört auch eine gute Portion Abenteuerlust dazu. Wenn man sie besitzt und ohne zu grosse Erwartungen bezüglich der Infrastruktur die Grosse Insel bereist, dann warten viele schöne Begegnungen mit nicht nur in der Natur, sondern auch mit den Einheimischen. Wie in vielen anderen Ländern gilt: je weiter weg vom Touristenstrom, umso grösser die Erlebnisse.

Hier ein paar Beispiele warum es sich manchmal lohnt auf ein bisschen Luxus zu verzichten:

Unterwegs an der Ostküste gibt es viele kleine Dörfer, die wir besuchen und in denen man sehr selten andere Touristen antrifft. An solchen Orten ist die gegenseitige Neugier aufeinander noch gross und es wird keine Zeit verschwendet, um bei den Vazaha’s (Fremde) zu betteln. Betteln ist eigentlich kein typisches madagassisches Verhalten und die Leute in den Dörfern würden nie auf die Idee kommen, ihre fremden Gäste um etwas zu bitten.

Tief im Regenwald gibt es kleine Vanilledörfer, die für Touristen sehr interessant sein können. Hier gibt es die Möglichkeit, den ganzen Prozess des Vanilleanbaus kennenzulernen. Wenn man in einem dieser Dörfer den Fermentierungsprozess der Vanillebohnen begleitet, wird man es im Nachhinein schwer haben, Freunden und der Familie zu erklären, wie intensiv es nach Vanille geduftet hat und wie man bei einem Dorfspaziergang aufpassen musste, nicht in die überall herumliegende Vanille zu stolpern. Die meisten diese Dörfer bieten sehr einfache Übernachtungsmöglichkeiten an. Auch wenn der Rücken vielleicht ein paar Wünsche übrig hätte, ist das Reiseerlebnis so gross, dass es garantiert einer der Höhepunkte einer Reise in Madagaskar sein wird.

Nicht dass Sie jetzt denken, es gibt nur einfache Hotels in Madagaskar. Die meisten Hotels, je nach Reiseroute (und Wunsch), die wir von PRIORI Reisen für unsere Gäste aussuchen, sind gute bis sehr gute Mittelklassehotels.

Madagaskar ist ein Reiseland, das man in erster Linie besucht, um Fauna, Flora und Kultur kennenzulernen, aber auch ein paar Tage am Strand ermöglichen eine gute Auswahl an Traumstränden und Hotelangeboten, die garantiert jedem Geschmack gerecht sein werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Gedanken zu “Dem Lied des Meeres”, Madagaskar

Meine Liebe zu “Dem Lied des Meeres”

Ich sitze draussen vor meinem Bungalow und lausche das Meer zu. Jede kleine Welle, die auf den Strand zurollt, zaubert eine wohlbekannte schöne Melodie in meine Ohren und fühlt sich an wie Balsam für meine Seele. Manche kommen ganz leise an und andere zerschellen mit viel Kraft. Im selben Moment kommt der Nachtwächter vorbei. Er befindet sich gerade auf seinem Heimweg und wollte mir noch kurz einen schönen Tag wünschen. Als Nachtwächter hat er eine lange Nacht hinter sich, angefangen mit seiner Schicht um 18 Uhr abends, hat er erst jetzt, kurz nach 6 Uhr morgens, endlich seinen wohlverdienten Feierabend.
Die Wellen nehmen sich hingegen nie frei! Auch wenn es draussen auf dem Meer ganz still aussieht, kommen oder gehen sie ganz leise, so wie der Mond sie führt. 6 Stunden und 14 Minuten benötigt das Meer für die Flut und ein paar Minuten weniger für die Ebbe.
Hier auf der kleinen Insel Sainte Marie, an der Ostküste von Madagaskar, kann man die Gezeiten gut erkennen und auch gleichzeitig schön beobachten, wie die Menschen diese Meereszyklen in ihr eigenes Leben einbauen. Bei Ebbe gehen die Menschen an den Strand und suchen nach etwas Essbarem. Kinder stöbern meistens nach Krustentieren, die Erwachsenen hingegen, welche kein eigenes Boot besitzen, versuchen mit ihren Fischernetzen alleine oder zu zweit ihre Beute im Wasser zu ergattern. Ob auch diese «dem Lied des Meeres» während ihrer Arbeit lauschen, so wie ich es gerade tue oder haben sie sich bereits so sehr an diesen wundervollen Ton gewöhnt, dass sie ihn wohlmöglich gar nicht mehr wahrnehmen?
Ich glaube sie hören das Meer immer noch, aber anders als ich!
Für die Einheimischen scheint dieser Ton mehr wie ein Botschafter zu sein, der Mitteilungen an sie weitergibt, aber auch gleichzeitig wie ein Ratgeber, der ihnen erzählt, was sie an diesem Tag tun können und was nicht. Ist die Melodie des Meeres zu stark, wird es keinen Ausflug geben, um mit den kleinen Pirogen Fische zu fangen und spielt sie ganz leise, können sie ohne Bedenken ihre Kinder an den Strand schicken, um nach Muscheln und Krabben zu suchen.
Könnte es auch so sein, dass die Gezeiten das Leben der Einheimischen entschleunigt? Ich glaube schon, dass es so ist! Niemand kann die Gezeiten des Meeres steuern oder beeinflussen, daher muss der Mensch sie so nutzen wie sie fallen. Eventuell ist auch das genau der Grund, warum die Menschen hier entlang der Küste einen besonders ruhigen Lebensstil pflegen, welcher uns Touristen immer wieder so besonders gut gefällt. «Mora mora, langsam, langsam» ist eine der ersten Wörter und Philosophien, die einem in Madagaskar beigebracht werden.

Im nächsten Moment komme ich raus aus meinen Gedanken und beobachte den Horizont. Dort erkenne ich viele kleine Fischerboote, zugleich stellt sich mir die Frage, ob es die Fischer sind, die bereits bei Sonnenaufgang rausgefahren sind, um etwas zu fangen oder gehören diese Boote zu denen, die gestern Abend bereits mit Lampions das Festland verlassen haben?
Am Abend breitet sich oft ein regelrechtes Lichtermeer draussen in der Dunkelheit des Meeres aus. Viele Fischer versuchen ihr Glück, mit dem Licht der Lampions Fische anzulocken und diese mit ihren Netzen zu fangen. Dieser Trick scheint aufzugehen, denn nachts gibt es so viele Lichter auf dem Meer, dass es für uns Touristen manchmal so ausschaut, als ob dieses Schauspiel nur ganz alleine für uns arrangiert würde. Diese tanzenden Lichter kombiniert mit dem leisen Meeresrauschen wirken wie ein harmonisch, beruhigendes, gut abgestimmtes Musikstück auf mich…
Versteht ihr nun, warum ich das Lied des Meeres so sehr liebe?

Gedanken an einen frühen Morgen auf der Insel Sainte Marie, Madagaskar.
Ellen

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Wenige Wochen später sind die Karten in Norwegen und in der Schweiz angekommen!

Vergessen: Postkarten aus den Ferien in Madagaskar

Wann haben Sie letztes Mal eine Postkarte aus den Ferien geschickt? Oder sonst nur so jemanden, den Sie gerne haben, mit einer Postkarte beglückt?

Wer kennt nicht das Gefühl, wenn man zwischen den Rechnungen und der vielen Werbung im Briefkasten plötzlich eine handgeschriebene Postkarte findet, am liebsten aus einem fernen Land wie zum Beispiel Madagaskar. Sogar jetzt, wo Sie daran denken, merken Sie, wie sich ein Lächeln über ihre Lippen ausbreitet.

Es macht etwas mit uns, wenn wir eine farbige Postkarte bekommen. Nicht nur hat der Sender während seiner Ferien an uns gedacht, er nimmt uns auch ein Stück mit auf seine Reise. Denn Postkarten zeigen sehr oft die schönen Seite der besuchten Orte.

Vor weniger als 20 Jahren bekamen wir mindestens 10, 20, wenn nicht bis 30 Ansichtskarten im Jahr, Geburtstagskarten ausgeschlossen. Unsere Freunde und auch wir hatten Freude am Schreiben und wir schickten uns nicht nur Postkarten, sondern auch längere Briefe. Wir nahmen uns Zeit füreinander, auch wenn wir weit auseinander waren. Jetzt ist es leider so geworden, dass wir statt Postkarten aus den Ferien vielleicht ein paar MMS schicken, aber auch nur vielleicht. Denn was soll man Neues erzählen, wenn alles schon vorher über die sozialen Medien bekannt gemacht wurde.

Soziale Medien hin oder her, hören Sie nicht auf, Ansichtskarten zu schreiben. Das Kartenschreiben lässt Sie reflektieren und schenkt Ihnen auch die Möglichkeit, auf ganz einfache Weise, trotz der Distanz, etwas Persönliches mit dem Empfänger zu teilen.

In diesen Zeiten, in denen Mindfullness für uns alle ein wichtiger Begriff ist und wir immer davon reden, wie wichtig es ist, sich Zeit zu nehmen. Nehmen Sie sich Zeit, setzen Sie sich hin, schreiben Sie eine Karte und schenken damit einem Freund, der seinen Briefkasten aufmacht, ein Lächeln!

Aus Madagaskar kann man fast von überall eine Karte abschicken und auch wenn der Briefkasten bei der lokalen Postfiliale nicht immer sehr vertrauenswürdig aussieht, die Karten kommen an. Schwieriger ist es, Postkarten zu kaufen. Wenn Sie auf Ihrer Tour durch Madagaskar einen Laden mit Postkarten finden, dann kaufen Sie genügend und nehmen sie mit auf ihre Rundreise. Das gleiche gilt auch für die Briefmarken. Kaufen sie Briefmarken im Postamt in einer der Städte, um sicher zu sein, die richtige Frankatur zu erhalten, sondern auch, überhaupt Briefmarken zu bekommen.

Probieren Sie, Ihre Karten aus Orten wegzuschicken, aus der die Touristen sonst nicht Ihre Karten abschicken – so wird es auch für Sie spannend zu wissen, ob sie ankommen oder nicht? Wer hat schon eine madagassische Ansichtskarte aus Ikongo, Analalava, Beroroha oder Mananara Nord in Madagaskar erhalten?

Denken Sie nicht, die Karten kommen vielleicht nicht an. Bis jetzt sind sie immer angekommen, auch von den weitest abgelegenen Orten, die man sich vorstellen kann. Wenn in Madagaskar vielleicht nicht alles so funktioniert wie es soll, die Postkarten aus dem Land der Lemuren kommen an.

Postamt IKONGO

Postamt IKONGO zwischen Hochland und Ostküste von Madagaskar

Der Posthalter erzählt dass die Post ein Mal pro Woche weckgeschickt wird.

Der Posthalter in Ikongo Madagaskar erzählt, dass die Post ein Mal pro Woche weckgeschickt wird.

 

Wenige Wochen später sind die Karten in Norwegen und in der Schweiz angekommen!

Wenige Wochen später sind die Karten aus Ikongo in Norwegen und in der Schweiz angekommen!

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Languste Hummer Madagaskar

Gut essen in Madagaskar

Zebu Rind Madagaskar

Madagassisches Zebu-Rind

Madagaskar kulinarisch zu erleben gehört zu jeder Madagaskar-Reise dazu und es lohnt sich immer, verschiedene madagassische Gerichte zu probieren. Denn neben einzigartiger Natur und faszinierenden Landschaften hat auch Madagaskars Küche viel zu bieten: sie ist vielseitig, wird in den allermeisten Fällen frisch zubereitet und wird von ganz verschiedenen Einflüssen geprägt. Exotische Gerichte spiegeln die kulturelle Vielfalt der lokalen Bevölkerung wider. Chinesische, indonesische und afrikanische Einflüsse vermischen sich mit französischen und europäischen zu einer spannenden Melange im Indischen Ozean.

In den verschiedenen Teilen Madagaskars variieren die Gerichte zum Teil. Die Küche ist saisonal und regional an die vor Ort angebauten Frucht- und Gemüsesorten angepasst, ebenso wie an die Haltung bestimmter Tiere oder den Fischfang an der Küste. Die Grundlagen Reis und Maniok sowie die Gewürze Ingwer, Vanille, Knoblauch, Pfeffer etc. finden sich aber gleichermassen auf der ganzen Insel. Fleisch wird von Madagassen selbst nicht täglich gegessen. Zebu und Poulet sind die meistgefundenen Fleischsorten. An der Küste finden sich zahlreiche Fischsorten, Meeresfrüchte und Muscheln im Angebot. Generell gilt: Was auf dem Markt angeboten wird, wird frisch und bis heute meist auf dem Feuer zu leckeren Gerichten verarbeitet.

Madagaskar Küche FeuerstelleMadagaskars Hauptstadt Antananarivo liegt in der Mitte der Insel. An den Strassenbuden oder in den Restaurants finden Reisende typische, ursprüngliche madagassische Gerichte. Die Köche der Stadt verbinden Tradition, Kultur und Wissen. Das Fleisch des madagassischen Zebu-Rinds ist einer der Hauptbestandteile von madagassischen Spezialitäten in Antananarivo. Beilagen sind meist Reis – die Basis der madagassischen Ernährung. Oft wird Reis mit Kokosraspeln serviert. Auch „Ravitoto” (pürierte bzw. gestampfte Maniokblätter) zählen zum traditionellen Essen, vor allem im Hochland; dieses Gericht findet man jedoch äusserst selten in Restaurants – es gilt als das Essen der armen Leute. In Antananarivo kann man die traditionelle, lokale Küche sehr gut ausprobieren.

Languste Hummer MadagaskarToamasina oder Tamatave ist die größte Stadt im Osten und die bedeutendste Hafenstadt von Madagaskar. Auch wirtschaftlich und touristisch ist Tamatave gut aufgestellt. Die Küche dieser Küstenstadt ist vielseitig und mit seinem Fischreichtum ist Tamatave und die Ostküste Madagaskars bekannt für die besten Rezepte für Meeresfrüchte. Gegrilltes Seafood, Suppe aus Meeresfrüchten, gebratener Fisch, Krabben-Curry, Calamari und Hummer … hier findet man frische Spezialitäten aus dem Meer auf den Menüs in den Karten. Dazu wie immer Reis, oft mit Kokos, Ingwer oder Safran gewürzt.

Stöbern Sie durch Speisekarten einiger Restaurants in Madagaskar oder schauen Sie auf unseren PRIORI-Gastronomie-Blog, der sich mit Essen in Madagaskar beschäftigt.

Eine ganze Reise rund ums Essen und das Thema Kulinarik in Madagaskar bieten wir von PRIORI im März 2016 an. Zwei Wochen lang steht das kulinarische Madagaskar im Fokus, wenn wir durch das Hochland fahren, mit viel Zeit und Appetit im Gepäck, und uns durchkosten durch Strassenstände, Hotelys (kleine Strassenrestaurants), noble Restaurants und Marktstände. Wir schauen Frauen in die Kochtöpfe und lernen viel über die Alltags-Küche, wir besuchen einen Weinbauern und einen Käsebetrieb und erfahren Neues über die Lebensmittelproduktion in Madagaskar. Auch die Brauerei des madagassischen Biers THB können wir besichtigen. Und neben kosten, probieren und zusehen machen wir zum Ende auch selbst einen Kochkurs und bereiten ein schmackhaftes madagassisches Menü vor, nachdem wir die Zutaten gemeinsam auf dem Markt gekauft haben.

Kochkurs_Zubereitung-Poulet a coco.CollageDieser Kochkurs in Antananarivo mit dem madagassischen Koch Lalaina ist übrigens auf jeder Reise eine spannende und schmackhafte Aktivität, die über uns gebucht werden kann. Essensvorlieben, Allergien etc. werden selbstverständlich berücksichtigt.

Und wer zuhause schon einmal in die Madagassische Küche eintauchen möchte, für den gibt es hier noch ein einfaches, aber leckeres, Rezept für den madagassischen Bananenkuchen Koba Ravina.

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Markt_Ernte_Panorama

Madagaskars Fadys und Tabus…verbotene Zwiebeln

Madagaskar ist ein faszinierendes Land, aussergewöhnlich, fremd und voller Traditionen, Bräuche und Tabus. Auch die ARD hat sich mit den besonderen Gegebenheiten in Madagaskar auseinandergesetzt: Wieso sind in einigen Orten der Insel Zwiebeln verboten? Die Drehreise für den kurzen Clip für die Sendung Weltspiegel wurde übrigens vorbereitet, geplant und begleitet von PRIORI Reisen:

Mehr zu den Fady, den Tabus in Madagaskar, kann übrigens auch in unserem Artikel nachgelesen werden. Denn die Sache mit den Zwiebeln ist nur ein kleiner Punkt. Viele Orte, Plätze, Bäume in Madagaskar sind heilig. Manche Rituale und Verbote gelten nur in ganz bestimmten Orten, manche auch nur für bestimmte Familien. So wissen auch Madagassen nicht immer, welche Fady gelten, wenn sie an andere Orte fahren. Faszinierend…wie so vieles in Madagaskar! Wir zeigen es Ihnen gerne!

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Kakao Pflanze Madagaskar Kakaobohnen Kakaofrüchte

Schokolade aus Madagaskar

Schokolade aus Madagaskar wird weltweit vermarktet. Denn Madagaskar ist nicht nur die Insel, auf der der Pfeffer wächst: Im Norden und Nordwesten Madagaskars gedeihen im tropisch-warmen Klima neben Vanille, Gewürzen und Kaffee auch Kakaopflanzen.

Kakao Pflanze Madagaskar Kakaobohnen Kakaofrüchte

Kakaobaum in Madagaskars Norden bei Ambanja.

Vor allem in der Region des Sambirano-Flusses und des kleinen Ortes Ambanja können Reisende Kakaoplantagen finden, und sich dort ein Bild der Kakaoproduktion in Madagaskar machen. Kakaoanbau in Madagaskar hat eine lange Tradition – die Kakaopflanzen der Spitzensorten Criollo und Trinitario stammen  meist noch als der französischen Kolonialzeit.

Neben dem reinen Anbau der Kakaobohnen werden die Früchte nur zu geringem Teil lokal in Madagaskar veredelt und verarbeitet. Meist geschieht dies im Exportland. Doch es gibt auch Ausnahmen: Einige madagassische Familienbetriebe sind auf die Schokoladenproduktion spezialisiert und geniessen bis heute ein grosses Ansehen in Madagaskar. Ihre Schokoladen und Pralinen können sich sehen lassen! Dazu gehört der madagassische Schokoladenbetrieb Chocolat Robert, der seine edlen Kakaoprodukte in ganz Madagaskar vertreibt und auch exportiert.

Kakaobohnen nach der Ernte in Madagaskars Norden.

Die rohen Kakaobohnen.

In einem kurzen Info-Film zu Schokolade aus Madagaskar erklärt Franz Stadelmann vom PRIORI Madagaskarhaus noch einmal kurz einige Fakten zur madagassischen Schoko-Produktion:

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Andringitra-Nationalpark-Madagaskar-Blick-Palme

Madagaskars Andringitra Nationalpark

Madagaskar Andringitra Pic Boby Trekking PRIORI Reisen
Aktiven Reisenden bietet Andringirtra mit seinen Kombination aus Steinkuppeln, geologischen Formationen und endemischen Sukkulenten ein einmaliges Trekkingerlebnis in einer der schönsten Landschaften Madagaskars.

WS_Landschaft_Andringitra-3Der Andringitra Nationalpark, im Südosten von Madagaskar gelegen, ist ein mystischer Ort. Der Legende nach haben sich hier die Götter zum Murmelspielen getroffen. Als Beweis liegen bis heute mächtige Granitkugeln verstreut in dieser imposanten Landschaft. Man findet in diesem Gebirge vor allem eins: Ruhe, Weite und Einsamkeit.

Im Nationlpark an der Grenze der Betsileo- und Bara-Stämme durchwandert man Täler, in denen Reis angebaut wird und kleine abgelegene Dörfer. Gleichzeitig kann man den höchsten zugänglichen Gipfel Madagaskars erklimmen: Der 2568 Meter hohe  „Pic Boby“ (Pic d’Imarivolanitra, bedeutet “nah am Himmel”) bietet mit seinen Steinformationen und einem 360Grad Ausblick atemberaubende Augenblicke und eine gelungene Belohnung für jeden Wanderer.

Mehr als 50 Kilometer der Umgebung angepasste Wege durchziehen das Andringitra-Gebiet, und ermöglichen verschiedene Touren und Trekkings für jeden Anspruch und für jede Kondition, von Wald und Wasserfällen bis zu steinigen, kargen Ebenen und Gipfeln.

Andringitra_Trekking_Madagaskar_PRIORI-Reisen_Pic-Boby_webDer Park wurde im Jahr 1999 auf Bemühungen des WWF hin zum Nationalpark erklärt und ist seit 2007 UNESCO Weltnaturerbe. Man versucht, die landwirtschaftlicheBevölkerungvon 200umliegenden Dörfern in die Verwaltung des geschützten Gebiets einzubeziehen. So kommen u.a. die lokalen Guides aus den Dörfern im Nationalparkgebiet. Sie sind gut ausgebildet und haben viel Wissen, vor allem zu den einheimischen medizinischen Pflanzen. Die meisten von Ihnen sprechen gut Französisch, einige auch Englisch.

Das 31.160 ha umfassende Gebiet ist bis heute relativ wenig besucht. Auch diese Tatsache macht Andringitra und sein angrenzendes Tal Tsaranoro mit seinen atemberaubenden Landschaften und ausgezeichneten Möglichkeiten für Trekking und Abenteuersport (Paragliding, Freeclimbing…) so anziehend und besonders.

Wir von der PRIORI organisieren Ihr Programm gemäss Ihren Wünschen. Wir zeigen Ihnen, welche Nationalparks sich am besten mit Ihrer Reiseroute und Ihren Interessen verbinden lassen. Dazu gehören auch die nötigen Binnenflüge, Fahrzeug und Hotelunterkünfte. Wir helfen gerne weiter und haben zahlreiche Tourenvorschläge parat.

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Hotel Bacuba Tulear foto: Franziska Krebs 2014

Hotels in Madagaskar

Hotel Bacuba Tulear Foto: Franziska Krebs 2014 In Madagaskar ist es so gut wie nie ein Problem, eine Übernachtungsstätte zu finden. Die Hotelinfrastruktur hat sich in den letzten zehn Jahren gewaltig entwickelt. Oft stehen sogar mehrere Hotels unterschiedlichen Niveaus zur Verfügung. Meist sind es kleine Strukturen von fünf bis zwanzig Zimmer. Grosse Hotelkästen gibt es in Madagaskar zum Glück nur selten. Hingegen ist die Campingkultur in Madagaskar nur wenig verbreitet. Man campiert nur dort, wo es wirklich keine Hotels gibt. So auf Trekking oder bei Expeditionen.

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Als Beispiel einer gelungenen Architektur gleich am Meeresstrand von Tulear: Das Hotel Bacuba nödlich von Tulear im Südwesten von Madagaskar.

Hotel Bacuba Tulear foto: Franziska Krebs 2014 Hotel Bacuba Tulear foto: Franziska Krebs 2014 Hotel Bacuba Tulear foto: Franziska Krebs 2014

 

 

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