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Mit dem Dschungel-Express durch den Regenwald in Madagaskar

Startet der Zug wie geplant um 07.00 Uhr pünktlich oder nicht, das ist an einem Tag wie diesem Nebensache. Ab dem Moment, an dem man den Bahnhof betritt, befindet man sich in einer eigenen Welt. Einer Welt mit vielen neuen Geräuschen, farbenfrohen Menschen, vielleicht ein paar Tieren, vielen Gütern und sicherlich auch mit einigen bekannten oder unbekannten Duftnoten.

«Mora-mora», das madagassische Wort mit der Bedeutung «langsam-langsam», wird an einem Tag wie diesem grossgeschrieben und ohne eine grosse Portion Gelassenheit und gleich viel Abenteuerlust und Neugier, sollte man nicht einmal ein Ticket kaufen.

Es kann sein, dass der Zug wirklich 1 Minute vor 07.00 Uhr startet, so dass es sich lohnt, früh genug am Bahnhof zu sein. Als Tourist empfiehlt es sich in der Hochsaison auch, Tickets im Voraus zu kaufen, um sicherzustellen, dass man wirklich mitfahren darf. Am besten, man ergattert ein Ticket für einen Sitz in Fahrrichtung links, wenn man vom Hochland an die Ostküste Madagaskar fahren möchte. So hat man unterwegs die beste Aussicht, da fast alle Bahnhöfe auf der linken Seite zu sehen sind.

Am Sitzplatz angekommen kann es gut sein, dass man sich mehr zu Hause fühlt als gedacht: nicht nur die Sitze erinnern an die Heimat, auch ein Schild an der Wand lässt einen leicht die Frage stellen, wo man sich wohl gerade befindet.

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Jeder Schweizer hat solch ein Schild wohl mehrmals gesehen. Wie lange es jedoch her ist, dass man lediglich Fr. 20,- entrichten musste, sollte man „vergessen“ haben ein Ticket zu kaufen, das wissen nur die Wenigsten.

SBB hat auf unsere Nachfrage dies geantwortet:  Wir haben etwas nachgeforscht und folgendes herausgefunden:
In der SBB-Zeitung resp. im SBB-Nachrichtenblatt konnten wir in den Jahren 1976 und 1986 eine jeweilige Angabe finden. Im Jahre 1976 wurde eine Busse von 10 Franken erhoben. Bis ins Jahr 1986 stieg die Busse auf 30 Franken an. Vermutlich wurde eine Erhöhung auf 20 Franken in den 80ern gemacht.
Falls Sie gerne selbstständig eine umfassendere Recherche machen möchten, können Sie gerne bei SBB Historic im Lesesaal in Windisch vorbei gehen.‎ Öffnungszeiten und Standort finden Sie unter 
https://www.sbbhistoric.ch/…/stan…/archive-windisch.html.

Unterwegs von Fianarantsoa nach Manakara, einer Fahrt, die über 47 Brücken und durch 48 Tunnel führt, geht es sehr langsam voran. Die ganze Strecke ist nur 163 Kilometer lang, aber gleichwohl braucht der Zug meist 15 Stunden, wenn nicht mehr, bis er an der Küste ankommt. Unterwegs werden an vielen Bahnhöfen kurze und auch längere Stopps eingelegt und je nach Aufenthaltsdauer hat man die Möglichkeit, das Alltagsleben der Einheimischen zu beobachten und auch in Kontakt mit ihnen zu treten.

Für unterwegs sollte man zusätzlich genügend zu trinken mitführen und eine Jacke für den Abend. Zudem sollten auch genügend Speicherplatz und Strom für die Kamera mitgenommen werden – sprich, mindestens eine extra voll aufgeladene Batterie. Schon vor der Abfahrt haben die meisten Touristen bereits viele Fotos gemacht und es wäre schade, wenn man unterwegs nicht alles festhalten kann, wenn man gerne fotografiert. Die Reise ist sehr abwechslungsreich und unterwegs fährt man durch das einzige Teegebiet im Madagaskar, durch den Regenwald mit seinen vielen Dörfern, die zum Teil nur mit der Eisenbahn erreichbar sind und kommt am Abend im Dunkeln in Manakara, einer Küstenstadt, an. Da es in Madagaskar sehr früh dunkel wird, erreicht man die letzten Bahnhöfe erst nach Einbruch der Dunkelheit. Auch wenn die Dörfer keinen Strom haben, wird man gleichwohl etwas sehen. Wie die Dorfbewohner dieses Problem dann lösen und einem trotzdem zeigen können, was sie einem alles verkaufen wollen, das verraten wir noch nicht – dass muss man selber erleben. Wie es tönt, kann man unten anhören und vielleicht bekommt man gleichzeitig ein kleines Bild im Kopf davon, wie es aussehen könnte.


Was sich wirklich lohnt unterwegs zu probieren ist der Kobaravina / Bananenkuchen https://issuu.com/ellenspinnlerhelmersen/docs/kobaravina, der von mehreren der fliegenden Händler verkauft wird. Auch andere lokale Spezialitäten werden je nach Bahnhof und Gegend angeboten. Wichtig ist hier, dass man im Voraus viele kleine Noten der Landeswährung Ariary zur Seite gelegt hat für diesen Tag. Die meisten Lebensmittel (Kuchen, Obst etc.), die man unterwegs kaufen kann, kosten zwischen 100 – 200 Ariary pro Stück. Ein Kilo Bananen 1000 – 2000 Ariary. Wenn man dann mit 10.000 oder 5.000 Ariary bezahlen möchte, haben die Händler selten Wechselgeld.

Irgendwann nach 12-13-14-15-16……. Stunden erreicht man Manakara, total müde, aber mit einem Kopf voll von Bildern und einem Herz voll von Erinnerungen. Das Einzige, das man nun gerne machen will, ist schlafen. Und wenn man ein Hotel direkt am Meer gebucht hat, dann wird das Meeresrauschen einen in den Schlaf begleiten, gemischt mit dem Ton im Kopf, «kadunk, kadunk, kadunk», von der langen Zugfahrt.

 

 

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Frauenreise

Frauenreise nach Madagaskar

Erlebnisbericht von September 2016

Als Frau und Reiseleiterin mit Schwerpunkt auf Madagaskar freue ich mich jedes Jahr ein bisschen extra auf die alljährliche Frauenreise. So auch im letzten Herbst.

Ich war schon eine Weile auf dieser grossen Insel unterwegs und hatte eine dreiwöchige Rundreise hinter mir. Jetzt wartete ich auf die acht Frauen, die mit mir durch das Hochland, den Regenwald und ein Stück entlang der Ostküste reisen sollten.  Drei der Frauen waren schon früher angereist. Die eine davon schon zwei Monate zuvor. Sie hatte ihre Zeit für Freiwilligenarbeit in Madagaskar genutzt und wollte jetzt zum krönenden Abschluss ihres diesjährigen Madagaskaraufenthalts eine Rundreise machen. Die zwei anderen Frauen waren nur ein paar Tage im Voraus gekommen, um einen Kurztrip auf die kleine Insel Sainte Marie zu machen, in der Hoffnung Buckelwale zu sehen.

Am einen Donnerstagabend Mitte September war es so weit und ich konnte die restlichen Frauen am Flughafen abholen. Nach einem langen Flug kamen sie ein bisschen müde und mit vielen Erwartungen an und nach einer kurzen Nacht trafen wir uns alle zum Frühstück im Hotel. Jetzt war es so weit, das Abenteuer Madagaskar mit unserer Frauen-Kleingruppe konnte beginnen.
Bevor wir überhaupt unser Tagesprogramm starten konnten, „mussten“ wir einen extra Programmposten einbauen. Jede der Frauen hatte 2 Koffer dabei und einer davon war zum Rand gefüllt mit Sachspenden, die wir im Land verteilen wollten. Wir teilten also alles in kleinere Mengen auf und verpackten es so, dass wir wussten, was wir während unserer Tour wo abgeben (Waisenheime, Schulen etc.) wollten.

Nach einem Tag in der Hauptstadt Antananarivo, wo wir unter anderem ein Waisenheim besuchten, fuhren wir am zweiten Tag Richtung Antsirabe. Unterwegs machten wir auch einen Stopp bei einer Hebamme in einem Gesundheitsposten auf dem Land. Eine ebenfalls dort arbeitende Apothekerin war hell begeistert von der für sie neuen Technik, wie man Armbänder knüpft. Die junge Frau lernte nicht nur etwas Neues, sondern erhielt auch einen grossen Sack mit Material, um das Neugelernte weiter zu üben und auch anderen Frauen in der Region zu zeigen. Diese Begegnung mit lokalen Frauen war nur eine von mehreren, die wir während der zweiwöchigen Tour hatten und jedes Mal konnten wir von einander etwas lernen.

Mit dem Zug vom Hochland an die Ostküste ging es durch den Regenwald und die Überraschung der Frauen war gross, als sie merkten, dass die Wagons, in denen sie sassen, aus der Schweiz kamen. Wie alt die Wagons waren, konnten wir leider nicht erfahren, aber ein Schild im Wagon, das uns mitteilte, dass man 20 CHF zahlen müsse, wenn man kein gültiges Ticket hätte, zeigte uns doch, dass es ein paar Jahre her war, dass diese Wagons in den Schweizer Bergen unterwegs waren. Unterwegs machte der Zug mehrere Stopps, um Güter ab- oder aufzuladen. Manche dieser Stopps waren so lang, dass wir die Zeit nutzten, um neue Kontakte mit den Einheimischen zu knüpfen. So gab es nicht nur viele Möglichkeiten, lokale Speisen zu probieren, sondern auch spontan einen Zumbakurs mit den lokalen Kindern an einem der Bahnhöfe vorzuführen. Was die Kinder sehr faszinierte, war unsere kleine Flasche mit Seifenwasser. Die meisten davon hatten vorher nie Seifenblasen gesehen und hatten trotz anfänglicher Angst sehr schnell grosse Freude daran.

An der Küste reisten wir dann gemütlich mit einem eigenen Boot durch den Pangalanes-Kanal und ich denke, dass immer noch über unsere Gruppe in etlichen der kleinen Dörfer geredet und geschmunzelt wird. Selten zuvor haben sie wohl Vazaha’s (Fremde) tanzend auf dem Dach eines vorbeigefahrenden Bootes gesehen.

Auf jeder Frauenreise besuchen wir unterwegs verschiedene Projekte, die von Frauen geleitet werden oder für Frauen gedacht sind. Dabei besuchen wir nicht nur einfach solche Projekte, sondern geben uns auch auf der emotionalen Ebene ein. Darum nehmen wir uns jeweils viel Zeit für den Besuch, besprechen gemeinsam das Erlebte und verdauen es danach auch besser. Viele von uns hatten vorher noch nie so ein armes Land wie Madagaskar bereist und schafften es während der Reise mehrmals, ihre Komfortzone zu erweitern, manchmal weiter als sie es selber für möglich gehalten hatten.

Nach ein paar Tagen im Regenwald, wo wir viele Arten von Lemuren sehen konnten, reisten wir zurück in die Hauptstadt. Jetzt standen ein bisschen Shopping an der Tagesordnung und auch einen Besuch in einem Zentrum für gehörlose Kinder und Jugendliche. Wie schön dieser Abschluss werden sollte, wussten wir vorher nicht und unsere Erwartungen wurden mehrmals übertroffen in den paar Stunden, die wir zusammen mit den Kindern verbringen durften.

Wenn Sie mehr über unsere Frauenreise 2017, unsere sonstigen Gruppenreisen oder generell über Madagaskar wissen möchten, dann nehmen Sie einfach mit uns Kontakt per Mail (info@priori.ch) auf. Wir kennen uns auf dieser grossen Insel sehr gut aus und wenn sie eine Frage stellen sollten, die wir nicht direkt beantworten könnten, dann schreiben wir schnell einer unserer Mitarbeiterinnen in Madagaskar und Sie bekommen innerhalb weniger Stunden Ihre Antwort – denn wir sind nicht nur hier im Europa vor Ort, sondern wir haben seit 1994 unser Hauptbüro in Antananarivo, der Hauptstadt von Madagaskar.

Ellen Spinnler

Morgenstimmung für Frühaufsteher in Andasibe

 

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Gedanken zu “Dem Lied des Meeres”, Madagaskar

Meine Liebe zu “Dem Lied des Meeres”

Ich sitze draussen vor meinem Bungalow und lausche das Meer zu. Jede kleine Welle, die auf den Strand zurollt, zaubert eine wohlbekannte schöne Melodie in meine Ohren und fühlt sich an wie Balsam für meine Seele. Manche kommen ganz leise an und andere zerschellen mit viel Kraft. Im selben Moment kommt der Nachtwächter vorbei. Er befindet sich gerade auf seinem Heimweg und wollte mir noch kurz einen schönen Tag wünschen. Als Nachtwächter hat er eine lange Nacht hinter sich, angefangen mit seiner Schicht um 18 Uhr abends, hat er erst jetzt, kurz nach 6 Uhr morgens, endlich seinen wohlverdienten Feierabend.
Die Wellen nehmen sich hingegen nie frei! Auch wenn es draussen auf dem Meer ganz still aussieht, kommen oder gehen sie ganz leise, so wie der Mond sie führt. 6 Stunden und 14 Minuten benötigt das Meer für die Flut und ein paar Minuten weniger für die Ebbe.
Hier auf der kleinen Insel Sainte Marie, an der Ostküste von Madagaskar, kann man die Gezeiten gut erkennen und auch gleichzeitig schön beobachten, wie die Menschen diese Meereszyklen in ihr eigenes Leben einbauen. Bei Ebbe gehen die Menschen an den Strand und suchen nach etwas Essbarem. Kinder stöbern meistens nach Krustentieren, die Erwachsenen hingegen, welche kein eigenes Boot besitzen, versuchen mit ihren Fischernetzen alleine oder zu zweit ihre Beute im Wasser zu ergattern. Ob auch diese «dem Lied des Meeres» während ihrer Arbeit lauschen, so wie ich es gerade tue oder haben sie sich bereits so sehr an diesen wundervollen Ton gewöhnt, dass sie ihn wohlmöglich gar nicht mehr wahrnehmen?
Ich glaube sie hören das Meer immer noch, aber anders als ich!
Für die Einheimischen scheint dieser Ton mehr wie ein Botschafter zu sein, der Mitteilungen an sie weitergibt, aber auch gleichzeitig wie ein Ratgeber, der ihnen erzählt, was sie an diesem Tag tun können und was nicht. Ist die Melodie des Meeres zu stark, wird es keinen Ausflug geben, um mit den kleinen Pirogen Fische zu fangen und spielt sie ganz leise, können sie ohne Bedenken ihre Kinder an den Strand schicken, um nach Muscheln und Krabben zu suchen.
Könnte es auch so sein, dass die Gezeiten das Leben der Einheimischen entschleunigt? Ich glaube schon, dass es so ist! Niemand kann die Gezeiten des Meeres steuern oder beeinflussen, daher muss der Mensch sie so nutzen wie sie fallen. Eventuell ist auch das genau der Grund, warum die Menschen hier entlang der Küste einen besonders ruhigen Lebensstil pflegen, welcher uns Touristen immer wieder so besonders gut gefällt. «Mora mora, langsam, langsam» ist eine der ersten Wörter und Philosophien, die einem in Madagaskar beigebracht werden.

Im nächsten Moment komme ich raus aus meinen Gedanken und beobachte den Horizont. Dort erkenne ich viele kleine Fischerboote, zugleich stellt sich mir die Frage, ob es die Fischer sind, die bereits bei Sonnenaufgang rausgefahren sind, um etwas zu fangen oder gehören diese Boote zu denen, die gestern Abend bereits mit Lampions das Festland verlassen haben?
Am Abend breitet sich oft ein regelrechtes Lichtermeer draussen in der Dunkelheit des Meeres aus. Viele Fischer versuchen ihr Glück, mit dem Licht der Lampions Fische anzulocken und diese mit ihren Netzen zu fangen. Dieser Trick scheint aufzugehen, denn nachts gibt es so viele Lichter auf dem Meer, dass es für uns Touristen manchmal so ausschaut, als ob dieses Schauspiel nur ganz alleine für uns arrangiert würde. Diese tanzenden Lichter kombiniert mit dem leisen Meeresrauschen wirken wie ein harmonisch, beruhigendes, gut abgestimmtes Musikstück auf mich…
Versteht ihr nun, warum ich das Lied des Meeres so sehr liebe?

Gedanken an einen frühen Morgen auf der Insel Sainte Marie, Madagaskar.
Ellen

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Baobaballee Morondava

Die 10 Top Attraktionen von Madagaskar

Die Internetplattform Touropia hat eine Liste der 10 besten touristischen Orte in Madagaskar veröffentlicht. Zur Nummer eins wurde die kleine Insel Ste. Marie vor der Ostküste Madagaskars gekürt. Die ehemalige Pirateninsel ist eigentlich eine komprimierte Zusammenfassung Madagaskars mit Gewürz- und Reispflanzungen, Strand und Wanderwegen.

In der weiteren Wertung befinden sich sechs Naturparks und dies unterstreicht, welch grosser Teil die Natur für Besucher einnimmt. Die Mehrheit der Madagaskar-Reisenden wollen Flora und Fauna erleben.

In der Zehnerliste figuriert nur ein einziger kultureller Besuchsort. Es ist die alte Residenz des Königs Andrianamponimerina. Die burgartige Festung ausserhalb der Hauptstadt Antananarivo wird gern in ein Halbtagesprogramm gepackt und besonders an Wochenenden gern besucht.

Wenn auch die Aufnahme in diese Shortlist von Nosy Be und Ifaty diskutiert werden kann, so fehlen bestimmt auch ein paar andere ebenso interessante Orte. Viele der rund 50 Naturparks sind kaum bekannt und etliche davon werden von keiner Handvoll Besuchern aufgesucht: pro Jahr.

Wichtig für die Auswahl war wohl auch die Zugänglichkeit der Besuchspunkte. Madagaskar ist und bleibt ein schwierig zu bereisendes Land. Die Insel im Indischen Ozean wird nicht nur wegen ihrer Grösse regelmässig unterschätzt, sondern auch das spärliche Infrastrukturnetz verlangt weit mehr Zeitaufwand als normalerweise geschätzt.

1 Insel Sainte Marie

2 Isalo Nationalpark

3 Tsingy von Bemaraha

4 Insel Nosy Be

5 Allee der Baobabs

6 Ifaty

7 Königshügel von Ambohimanga

8 Andasibe-Mantadia Nationalpark

9 Masoala Nationalpark

10 Ranomafana Nationalpark

 

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Westküste

Als Backpacker Madagaskar entdecken!

Wenn Sie Lust haben, Madagaskar ganz hautnah und barfuss mit dem Rucksack auf eigene Faust zu erleben und auch gern zusammen mit den Einheimischen zu reisen, dann kann eine Entdeckungstour als Backpacker in Madagaskar für Sie das richtige sein. Mit im Gepäck braucht man unbedingt viel Toleranz, Geduld und Abenteuerlust. Wenn Sie dies haben und auch nichts dagegen haben, ganz eng zusammen mit vielen unbekannten Menschen und manchmal auch Tieren zu reisen – dann los ins Abenteuer Madagaskar.

 

Wir im Madagaskarhaus Basel sind das Informations- und Reisezentrum für Madagaskar und erhalten somit immer wieder Fragen zum Thema backpacken in Madagaskar zumeist von jungen Leuten, die Madagaskar auf diese Weise erleben möchten.

 

Grundsätzlich ist es möglich, Madagaskar mit dem Rucksack und öffentlichen Verkehrsmitteln zu bereisen. Hier ein paar Punkte, die dabei zu beachten sind:

 

  • Eine Backpackreise in Madagaskar muss gut vorbereitet werden.
  • Man braucht viel Zeit für eine Reise durch die Insel, die über 14-Mal grösser als die Schweiz und 1,5-Mal grösser als Deutschland ist.
  • Planen sie auch genügend Zeit für Unvorhergesehenes ein! Eine Planung nur aufgrund der Landkarte zu machen, ist unrealistisch.
  • Madagaskar ist eines der ärmsten Länder der Welt. Die Infrastruktur ist weit entfernt von jener in Europa. Darum ist eine gute Planung das A und O.
  • Man muss nicht unbedingt Madagassisch lernen, um im Land reisen zu können. Aber mit Englisch kommt man ausserhalb der Touristenspots nicht weit. Französisch ist von grossem Vorteil, speziell, wenn man sich ausserhalb der Coca-Cola-Route RN7, der meist bereisten Nationalstrasse, bewegen möchte.
  • Es ist möglich mit einem der vielen Taxi-Brousse (Minibusse) das Land zu bereisen. Achten sie darauf, dass sie KEINE zu langen Strecken auf einmal fahren und NIE nach Ausbruch der Dunkelheit unterwegs sind. Probieren sie im Voraus zu recherchieren, welche Taxi-Brousse-Anbieter zuverlässig sind und welche sie am liebsten vermeiden sollen. Taxi-Brousse ist ein Härtetest für Reisende, die keine Angst haben.
  • Begeben Sie sich früh am Morgen zu den Bussstationen, um einen Platz zu bekommen. Wenn möglich, am Vorabend ein Busticket und einen Sitzplatz reservieren.
  • Das Gepäck kommt meistens oben auf den Dachgepäckträger. Es ist sehr lohnenswert, IMMER einen Regenschutz zu benutzen für das Gepäck. Dies schützt nicht nur gegen Regen, sondern auch gegen Staub und Schmutz. Den Tagesrucksack mit den Wertsachen IMMER mit sich im Bus mittragen.
  • Aussteigen geht immer, aber leider nicht überall das Einsteigen. Viele Taxi-Brousse fahren erst los, wenn sie gefüllt sind – also wird der Fahrplan nicht immer eingehalten. Unterwegs lohnt es sich nicht auszusteigen, wenn man etwas Interessantes am Strassenrand besuchen möchte, denn man weiss nie, wann der nächste Bus mit einem freien Sitz vorbeifahren wird.
  • Berechnen sie genügend Zeit für eventuelle Überraschungen wie Pneu- oder Autopannen. Ein solches Erlebnis wird sicher im Erinnerung bleiben, wenn Sie genügend Zeit eingeplant haben – aber nicht, wenn Sie im schlimmsten Fall ihren Rückflug in die Heimat verpassen und ein neues und überteuertes Flugticket kaufen müssen.
  • Suchen sie sich Hotels aus, die schliessbare Türen und Fenster haben.
  • Lassen sie NIE Wertsachen im Zimmer herumliegen (nur im Safe).
  • Mit einem guten Reiseführer und einem Handy im Gepäck können sie auch im Voraus unterwegs Hotelzimmer reservieren, wenn Sie wissen, dass sie erst gegen Abend am nächsten Ort ankommen werden.
  • Bei Zugfahrten müssen Sie beachten, dass die Züge nur 1 bis 2 Male pro Woche fahren und falls Sie spontan unterwegs aussteigen möchten, um ein Dorf anzuschauen, es gut sein kann, dass der Zug weiterfährt, bevor Sie wieder eingestiegen sind. Darum, immer in der Nähe des Zuges bleiben und wenn Sie vor Ort bleiben möchten, versichern Sie sich, wann der nächste Zug planmässig kommen soll (was nicht unbedingt heisst, dass es dann auch wie geplant kommt).
  • An vielen Orten kann man Bargeld abheben, aber an noch viel mehr Orten (oder bei Stromausfällen) gibt es diese Möglichkeit nicht. Darum, immer genügend Bargeld in Lokalwährung mitnehmen und unterwegs schauen, dass Sie genügend kleine Geldscheine haben für Einkäufe unterwegs (Obst, Wasser etc.)
  • Taschendiebe gibt es leider wie im viele anderen Ländern mittlerweile auch in Madagaskar. In den grösseren Städten müssen sie extra gut auf Ihre Sachen aufpassen und nicht zum Beispiel mit viel Bargeld und einer Kamera auf den Strassen in der Hauptstadt Antananarivo herumlaufen.

 

 

Wie können wir von PRIORI Reisen ihre Backpackerreise ein bisschen angenehmer und einfacher machen?

 

  • Wenn Sie bei uns ihre Internationale Flugtickets buchen, profitieren sie von unserem kostenlosen Sanft landen-Paket. Dies beinhaltet den Abholdienst am Flughafen in Antananarivo und die erste Übernachtung/Frühstück und in Ihrem Namen werden fünf Bäume gepflanzt.
  • Sie können auch gerne am ersten Tag in Madagaskar in unserem Hauptbüro vor Ort in Antananarivo vorbeischauen. Hier können Sie gegen eine kleine Gebühr eine Simkarte mit einer lokalen Telefonnummer ausleihen. So können sie einfacher unterwegs Hotels im voraus kontaktieren.
  • Wenn sie Inlandflüge im voraus oder unterwegs buchen möchte, sind wir von der PRIORI Antananarivo ebenfalls behilflich.
  • Sie können auch ihre Kontaktdaten im Büro deponieren (auch eine zusätzliche Sicherheit für die Daheimgebliebenden).
  • Radfahrer können ihre Flugverpackungen kostenlos in den PRIORI-Büros deponieren.

 

Wie kann den Einstieg ins Land noch einfacher gemacht werden?

 

  • Viele unserer Backpackerkunden buchen für die ersten Tagen ein Auto mit Fahrer/Guide. So profitieren sie vom Wissen des ortskundigen Fahrers. Der Fahrer kann zeigen, welches Taxi-Brousse-Unternehmen das sicherste ist, wie man ein Busticket kauft und wo das Taxi-Brousse überhaupt losfährt. Er kann auch erklären, dass man in einem Hotely zwar essen, aber nicht schlafen kann und wieviel man für ein Kilo Bananen am Markt wirklich zahlen sollte und vieles vieles mehr. Wenn man sich einen Fahrer am Anfang für 1-2-3 Tage leistet, wird dies garantiert eine grosse Hilfe für die restliche Reise sein.

 

  • Es gibt auch Kunden, die einen Teil der Reise (Hotels, Auto oder Inlandflüge) im Voraus gebucht haben wollen. Hier können wir mit allem behilflich sein!

 

Für Fragen nehmen sie gerne Kontakt mit uns auf unter info@priori.ch , wir sind HIER und DORT vor Ort!

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Giraffenkäfer weiblich

Der Giraffenhalskäfer aus Madagaskar

Der Giraffenhalskäfer

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Es gab nie Giraffen in Madagaskar, trotzdem aber wurden diese Langhalstiere zum Namensgeber für eine kleine Käferart in Madagaskar. Auf der während Jahrmillionen isolierten Insel im Indischen Ozean entwickelten sich viele Tiere, die man nirgendwo sonst auf der Erde findet und eines davon ist der Giraffenhalskäfer.

Der Giraffenhalskäfer (trachelophorus giraffa) erhielt seinen Namen wegen seines ausgeprägten langen Halses. Das männliche Tier unterscheidet sich deutlich vom weiblichen dadurch, dass sein Hals beträchtlich länger ist als der seiner Gattin. Die Männchen benutzen ihre 2 bis 3 cm langen Hälse bei Machtkämpfen mit Rivalen. Mit ihren nach vorne knickbaren Hälsen stossen, schlagen und schieben sie ihre Gegner in die Flucht.

Der Giraffenhalskäfer gehört zur Familie der Blattroller (attelabidae), denn die Weibchen rollen Blätter zigarrenartig zu einem Nest zusammen und legen darin ein einziges Ei.

Die zierlichen Giraffenhalskäfer leben hauptsachlich auf Blättern in den Regenwäldern an der Ostküste von Madagaskar. Die etwas ungelenk wirkenden Käfer können sogar fliegen, sind aber keine Flugartisten. Sie halten sich am liebsten im feuchtwarmen Halbschatten von Blättern auf.

Der sechsbeinige Käfer selber ist etwa so gross wie ein Marienkäfer. Der Körper der beiden Geschlechter ist schwarz, die Flügeldecken hingegen sind knallrot. Beim Wandern in einem der vielen National- oder privaten Naturparks im tropischen Teil von Madagaskar braucht es ein geübtes Auge, um diese kleinen Käfer überhaupt zu sehen. Die lokalen Guides hingegen wissen meistens, wo die Giraffenkäfer zu finden sind und zeigen sie den Besuchern sehr gerne.

Hier ein paar Bilder aufgenommen in den Park Mitsinjo in Andasibe, Madagaskar:

Giraffenkäfer männlichGiraffenkäfer weiblich

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