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Verkehrsmittel in Madagaskar

Salama ô !

Ich möchte Ihnen heute die wichtigsten Verkehrsmittel hier in Madagaskar vorstellen.

Hier in der Hauptstadt Antananarivo haben wir ein dichtes Netz an Stadtbussen. Damit sind Kleinbusse gemeint, die bis zu 30 Passagiere mitnehmen können. Wir nennen diese Fahrzeuge „Taxi Be“, übersetzt „grosses Taxi“. Angestellte, Schüler, Studenten und Verkäufer sind auf dieses Verkehrsmittel angewiesen. Trotz dem ständigen Stau – besonders im Stadtzentrum – ist ein Taxi Be sehr praktisch und nicht teuer. Die Abfahrtszeit ist sehr flexibel, es gibt keine festen Fahrpläne. Das Taxi Be fährt, wenn es voll ist.

Wer es eilig hat oder viele Waren oder Gepäckstücke mit dabei hat, fährt gern mit einem privaten „Taxi“. Die beigefarbenen Taxi warten meistens in der Nähe der Hotels, am Flughafen oder am Marktplatz. Es gibt keine festen Preise und den Fahrpreis sollte man zu Beginn der Fahrt aushandeln.

Das Taxi-Brousse oder Buschtaxi gehört zu den wichtigsten öffentlichen Verkehrsmitteln im ganzen Land. Die Taxi-Brousse verbinden die grosse Stadt mit den anderen Teilen des Landes, sie fahren sogar über die schlechten Pisten bis zu den abgelegenen Dörfern. Sie fahren meistens unpünktlich. Auf dem Dach werden die Gepäckstücke, die Getreidesäcke und die verschiedenen Lebensmittel oder sogar Fahrräder gebunden.

In den grossen Städten Madagaskars wie Antsirabe, Tamatave oder Tulear sind die Pousse Pousse oder „Rikscha“ und die Cyclo- Pousse oder Fahrradrikscha ein beliebtes und praktisches Verkehrsmittel. Die schöne Thermalstadt Antsirabe kann man sehr angenehm mit einer Rikscha erkunden.

Natürlich spielt auch die Eisenbahn eine wichtige Rolle hier in Madagaskar. Die FCE-Linie verbindet Fianarantsoa, die Hauptstadt der Betsileo mit der Stadt Manakara am Indischen Ozean. Die Fahrt mit der grünen Dschungelbahn zählt zu den einmaligen und abenteuerlichen Erlebnissen während einer Reise in Madagaskar.

Eine gemütliche Bootsfahrt auf dem Kanal von Pangalanes an der Ostküste oder auf dem langen Tsiribihina Fluss mit seiner abwechslungsreichen Landschaft ist sicher ein Schwerpunkt einer Madagaskarreise. Für die Einwohner hingegen ist es alltäglich, sich mit einer Piroge auf dem Wasser zu bewegen.

Möchten Sie mehr Informationen zu Madagaskar haben, dann kontaktieren Sie uns bitte!

Wir sind hier in Antananarivo, dem Herzen von Madagaskar. Veloma.

Mofo gasy

Mofo gasy, das madagassische Brot

Heute möchte ich Ihnen gern unsere verschiedenen „mofo“ oder Brötchen vorstellen.

Hier in Madagaskar bedeutet das Wort „mofo“ die Brotstange, das Brötchen oder das Gebäck. Beim Frühstück essen wir Madagassen gern neben Reissuppe auch „mofo“. Viele Familien in städtischem Umfeld haben früh am Morgen nicht viel Zeit zur Verfügung. Also kaufen sie schnell ein paar Brötchen in den Schnellimbissen.

In jedem Wohnviertel auf der ganzen Insel gibt es immer diese kleinen Holzbuden, die verschiedene hausgemachte heisse Brötchen und natürlich auch heisse Getränke wie Kaffee, Milch, Kakao oder Tee günstig anbieten.

Darunter sind die „mofo gasy“. Dies sind hausgemachte süsse Reiskuchen aus Reismehl, Zucker und Hefe mit Wasser. Sie sind knapp so gross wie eine Faust. Jede Region hat natürlich ihre Spezialität, um das Fladenbrot schmackhafter zu machen. An der Nordostküste werden die Reisküchlein mit Kokosmilch und Milch verfeinert und „Mokary“ genannt.

In diesen Schnellimbissen kann man auch die „mofo ramanonaka“ oder „mofo sira“ kaufen. Dies sind salzige Brötchen aus Mehl, Hefe und Salz. Wir Madagassen verzehren sie sehr gern zu heissem Tee oder zu Milch. Sehr gut für den Gaumen!

An diesen Strassenständen kann man natürlich auch die süssen „mofo baolina“ ausprobieren! Das sind kinderfaustgrosse Teigballen aus Mehl, Milch und Zucker, die in heissem Öl goldbraun gebraten werden. Zwei oder drei Portionen von „mofo baolina“ und der Magen ist satt.

Bei uns gedeihen verschiedene Arten von Bananenstauden prächtig, besonders an der tropischen Ostküste. So ist auch eine der Spezialitäten auf Madagaskar das „mofo akondro“, übersetzt „Bananenbrot“, also Brötchen aus Banane, Mehl, und Zucker. Eine Banane wird in zwei Hälften geschnitten und mit gesüsstem Mehl vermischt und in heissem Öl frittiert.

Kommen Sie zu uns nach Madagaskar und probieren Sie diese schmackhaften Gebäcke.

Veloma!
September 2021, Fanasina, PRIORI Antananarivo

Kapoaka = Masseinheit in Madagaskar

Salama aus Antananarivo,

Wir hier in Madagaskar haben eine Masseinheit, die überall angewendet wird. Sie heisst „Kapoaka“‚ausgesprochen „kapok“.

Mit „Kapoaka“ bezeichnen wir eine leere Dose gesüsster Kondensmilch mit einem Fassungsvermögen von rund 390 Gramm.

Wir Madagassen verwenden diese leeren Kondensmilchdosen sehr gern auf dem Markt, um Lebensmittel zu messen. Also Reis, Linsen, Kaperbsen, Mais, Salz, Zucker, sogar getrocknete Fische und Garnelen. Denn diese Produkte werden auf dem Markt offen verkauft und zwar nach Volumen und nicht nach Gewicht. Daher sind diese Konservendosen als Masseinheiten aus dem Leben nicht mehr wegzudenken.

Reis ist unser Grundnahrungsmittel und unser Pro Kopf Verbrauch liegt bei rund 130 kg pro Jahr. Der „Kapoaka“ ist also das unentbehrliche Werkzeug zum Abmessen von Reis. Ein halber „Kapoaka“ stellt im Allgemeinen die Reisration einer Person für eine Mahlzeit dar.

Viele Familien in Madagaskar, die von der Hand in den Mund leben, können sich leider kein Kilo Reis leisten, sondern nur gerade ein oder zwei „Kapoaka“ pro Tag. Die Faustregel ist, dass ein Kilo Reis dreieinhalb „Kapoaka“ entspricht.

Die Verwendung eines „Kapoaka“ geht auf die Kolonisation zurück. Es waren die Franzosen, die Konserven nach Madagaskar importierten und schnell nutzten die Madagassen die leeren Dosen als immer gleich grosse Masseinheit.

Mit „Kapoaka“ aus Bier- oder Getränkedosen basteln geschickte Handwerker auch schöne Spielzeuge, Automodelle und Fahrräder. Wenn sie diese schönen Produkte aus Recyclingmaterialien entdecken wollen, helfen wir Ihnen gern bei der Planung Ihrer Traumreise in Madagaskar.

Veloma und bis bald auf der Insel !

Sakay gasy

Salama eee, heute möchte ich unser typisches, madagassisches Piment vorstellen. Es wird „sakay gasy“ genannt. Also übersetzt madagassische Chili. Im südlichen Afrika sagen die Leute Piri-Piri oder Pilipili zu ihren scharfen Chili-Saucen. Wir nennen unsere „Sakay“.

Wir Madagassen verzehren gern scharfe Chili beim Essen. Egal was man im Restaurant oder in den Essbuden bestellt, dazu wird immer scharfes Piment serviert. Aber getrennt vom Essen. So kann man selber entscheiden, wie scharf das Essen sein soll. Übrigens, wir Madagassen lieben piccante!

Also kommt mit dem Essen auch ein kleines Glas mit Sakay. Oder der Behälter steht schon auf dem Tisch zusammen mit Salz und Pfeffer. Sakay ist ein extrem scharfer Dip aus Chili in Öl. Sakay passt immer. Ob zu Snacks wie Sambos, das sind gefüllte Teigtaschen mit gehacktem Fleisch und Zwiebeln. Ob zu Brochettes, zu Steak mit Salat oder ob zu warmer Suppe. Sakay gasy ist das Allerweltsgewürz in Madagaskar.

Es gibt natürlich viele Rezepte zu Sakay und viele Zubereitungsarten.

Eine der beliebtesten Pimente ist ein scharfer, roter Chili-Dip, den wir „Pilokely“ nennen. Die kleinen, grünen Schoten nehmen vor der Ernte eine leuchtend rote Farbe an. Die getrockneten Schoten kann man überall auf Madagaskar auf Märkten kaufen.

Es gibt auch das scharfe „Tsilanindimilahy“ mit grossen, roten oder gelben Chilischoten. Der Name Tsilanindimilahy bedeutet „was nicht einmal von 5 Männern verzehrt werden kann“. Wir in Madagaskar verwenden gern einen Brei aus kleingehackten Tsilanindimilahy- und Pilokely-Schoten mit Ingwer, Knoblauch und Öl bei verschiedenen Speisen wie zum Beispiel „Rogay“. Rogay ist eine Art Tomatensalat.

Als Beilage zum Essen ist auch das „Sakay maitso“, das „grüne Piment“, sehr schmackhaft. Es wird mit gehacktem Zebu-Fleisch mit Ingwer, Knoblauch, Tomaten und mit etwas Pfeiffer sautiert. Es schmeckt nicht sehr scharf.

Die Gastronomie in Madagaskar ist sehr variationsreich. Möchten Sie eine kulinarische Reise durch Madagaskar machen? Möchten Sie „sakay gasy“ mal ausprobieren? Zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren. Wir kümmern uns um Sie!

Bis bald und veloma!

Corossol = Stachelannone

Salama aus Madagaskar !

Heute sprechen wir über eine Frucht, die hier auf der tropischen Insel Madagaskar sehr gut gedeiht.

Die Frucht Corossol wird auf deutsch Stachelannone genannt. Sie stammt aus dem tropischen Bergland in Südamerika, wird aber heute weltweit angebaut.
Hier in Madagaskar wächst Corossol besonders in den feuchten Gegenden um Brickaville oder Manakara. Also entlang der Ostküste von Madagaskar, wo es fast das ganze Jahr über regnet.

Das köstliche Fruchtfleisch hat eine rundliche oder ovale Form und bleibt immer grün, auch wenn die Frucht in vollreif ist.
Die Frucht der Corossol hat einen Durchmesser von 10 bis 15 cm. Die grüne Fruchthülle hat weiche Stacheln.

Das Fruchtfleisch ist cremig weiss und schmeckt sehr angenehm, aromatisch und süss. Der sahnige Geschmack erinnert in Konsistenz und Süsse an Birnen.

Die leckere Corossol ist leider schnell verderblich, so werden die Früchte frisch verzehrt oder zu Fruchtsäften, Fruchtsalaten sowie zu Speiseeis verarbeitet. Der milchige Saft ist sehr erfrischend und wird in Restaurants besonders beim Frühstück serviert.

Wer auf die Nationalstrasse Nr 2 Richtung Tamatave, der grössten Hafenstadt Madagaskars fährt, legt gern eine kurze Pause im malerischen Kleinstädtchen Antsampanana ein.

Diese Ortschaft ist für ihren üppigen Obstverkauf und die verschiedenen exotischen Früchte sehr bekannt. Links und rechts der Nationalstrasse liegen an reichhaltigen Ständen die gut riechenden Wassermelonen, die saftigen Zimtäpfel (Cherimoya), die roten Rambutan (chinesische Litschis) oder die duftenden Jackfrüchte. Und eben auch die Stachelannonen, die Corossol.
Hier werden sie frisch gepflückt verkauft, denn sie kommen direkt von den Bauern aus den umliegenden Dörfern.

Gern können Sie uns direkt oder unsere Kollegen im Madagaskarhaus in Basel kontaktieren, wenn Sie sich für eine Entdeckungsreise in Madagaskar interessieren.

Veloma und herzlich Willkommen auf der Insel mit den vielen exotischen Früchten !

Bodo PRIORI Antananarivo

salama = hallo in Madagaskar

Salama eee

Heute sprechen wir über die verschiedenen Begrüssungen auf Madagaskar.

Madagaskar ist die grösste Insel hier im Indischen Ozean und die Bevölkerung teilt sich in 18 ethnische Gruppen auf. Wir sprechen alle hochmadagassisch oder Malagasy.

Es gibt aber bei uns auch ganz verschiedene Dialekte. Das betrifft die Aussprache, aber auch den Inhalt der Worte. Zum Beispiel kann ein bestimmtes Wort bei der Merina-Volksgruppe, die im Hochland lebt, etwas ganz anderes bedeuten als bei den Antadroy ganz im Süden.

Jeder Volksstamm hat seinen eigenen Dialekt bzw. seine eigene Begrüssung. Zum Beispiel, hier im Hochland begrüssen wir uns mit „Salama“, das heisst einfach „Hallo“ oder „Manao ahoana?“, was „wie geht’s?“ oder auch „Guten Morgen oder guten Abend“ bedeutet, öfter werden diese Wörter mit einem langgezogenen „eee“ oder „ooo“ abgeschlossen, wie Salama eee oder Salama ooo. An der Ostküste, bei den Betsimisaraka sagen sie „Akory aby eee“ und in der Nordküste „Mbôla tsara“, das heisst wörtlich übersetzt „immer noch gut“.

Überall auf Madagaskar, vor allem auf dem Land, wird man mit einem Lächeln begrüsst. Hier in der Hauptstadt begrüsst man sich manchmal mit einer Umarmung. Die enge Familie oder Freunde begrüssen sich mit drei Küssen auf die Wange.

Wie überall auf der ganzen Welt öffnet ein netter Gruss Türen und Herzen. So wir laden Sie ein, die Leute mit einem freundlichen „Salama“ bei Ihrer Madagaskarreise zu grüssen und Sie ernten freudig-erstaunte Reaktionen.

Bis bald und veloma

Bodo PRIORI Antananarivo

Recyclingprodukte in Madagaskar

Heute sprechen wir über Recyclingprodukte in Madagaskar.

Viele Familien auf dem Land sind kinderreich, durchschnittlich hat eine Familie zwischen 6 und 10 Kinder. Nicht alle können ihre Schulbildung zu Ende bringen. Daher haben sie es schwer, eine Arbeit zu finden. In einer Kleinstadt  rund 30 km von der Hauptstadt Antananarivo entfernt, sind einige Eltern auf die Idee gekommen, Spielzeuge oder Modelle von Autos, Fahrrädern, Motorrädern und sogar Flugzeugen zu basteln.

Sie suchen das Rohmaterial selber oder kaufen es bei Leuten, die Abfall sammeln. Es geht hier um Bierbüchsen oder Getränkedosen, Konservenbüchsen aus Aluminium oder aus Eisen, alte Dosen von Moskitosprays. Aber auch um Telefondraht, Gummi und Plastik.

In ein paar der kleinen Familienbetriebe kann man die Herstellungsschritte und die Verarbeitung der Modelle mitverfolgen. Diese Kunst zeigt den Einfallsreichtum der madagassischen Bastler. Denn hier in Madagaskar versuchen wir, nicht alles wegzuwerfen. Fast alles kann nochmals gebraucht werden. Recyclen ist bei uns kein neuer Trend.

Ich habe ein paar Modelle dieser Spielzeuge mitgebracht. Die Details sind oft erstaunlich. Mit dem Kauf eines Automodells aus Recyclingmaterialien erwerben Sie nicht nur ein schönes Andenken und Mitbringsel aus Madagaskar, sondern Sie unterstützen auch finanziell die ganze Familie.

Bei der Reiseplanung Ihrer Madagaskarreise können wir natürlich den Besuch bei einer Familie einplanen, die Miniaturrecyclingprodukte baut. Also zögern Sie nicht, unsere Kollegen im Madagaskarhaus in Basel zu kontaktieren.

Bis bald in Madagaskar. Veloma

Fanasina, PRIORI Antananarivo

Maniok in Madagaskar

In unserem heutigen Thema geht es um eine Pflanze, die auf der ganzen Welt gegessen wird. Es ist Maniok oder auf madagassisch: Mangahazo.

Vor ein paar Hundert Jahren kam diese Einwandererpflanze aus Amerika nach Madagaskar. Heute wird sie überall in Madagaskar auf dem Land angepflanzt. Maniok gilt hier aber eher als Nahrungsmittel der Armen und man isst Mangahazo nur, wenn kein Reis vorhanden ist.

Aufgrund der Trockenheit und des schlechten Wetters reichen für die normalen Bauern die Reisernten meistens nicht bis zu der nächsten Erntesaison. So pflanzt jeder Bauer zusätzlich noch andere Stärkelieferanten wie Maniok, Taro und auch Süsskartoffeln, denn die Pfahlwurzeln sowie die Blätter sind geniessbar.

Statt warmer Reissuppe essen die Dorfbewohner dann eher gekochten Maniok, mit Honig gezuckert beim Frühstück. Beim Mittagessen werden öfter gekochter Maniok und Süsskartoffeln auf dem Teller serviert. Wer es sich leisten kann, macht etwas Milch dazu. Im Restaurant und in den kleinen Gargotte in der Stadt werden diese Wurzelknollen oft mit Milch, Vanille und Zucker zubereitet. Dort werden auch die süssen und schmackhaften „Manioc au coco“ oder Maniokküchlein serviert.

Gestampfte Maniokblätter mit fettem Schweinefleisch heissen „Ravitoto sy henakisoa“ auf madagassisch und sind das beliebteste Nationalgericht auf Madagaskar. Diese kulinarische Spezialität wird immer mit Reis und Tomaten-Rougaille serviert.

Sie sehen also. Die Maniokknolle ist Nahrung für den Notfall. Aber die Blätter werden sehr geschätzt.

Möchten Sie mehr über das typische madagassische Essen wissen, dann kontaktieren Sie uns direkt oder unsere Kollegen in Basel.

Veloma aus Madagaskar!
Fanasina, PRIORI Antananarivo

 

Veloma = tschüss

Der Gruss „Veloma“

Die madagassische Kultur kennt sehr höfliche Umgangsformen und wirkt in der traditionellen Umgebung oft sehr rituell.
So wird es in einem abgelegenen Dorf, ausserhalb Antananarivos, öfters passieren, dass jemand seine linke Hand auf seinen rechten Unterarm legt und sich bückt oder seine beiden Hände auf die Brust legt, wenn er von einer respektierten Person Abschied nehmen muss.

Diese etwas unterwürfige Geste gilt als Zeichen der Höflichkeit und besonders die Dorfleute und die älteren Personen in einer abgelegenen Region auf dem Land, sind an diese Formen gewöhnt.
Wenn die Madagassen voneinander Abschied nehmen, sagen sie freundlich „Veloma“ zueinander. Dieser Abschiedsgruss heisst auf Madagassisch „auf Wiedersehen“ oder „bis zum nächsten Mal wieder“ oder auch „Leb‘ wohl“, je nach der Situation, in der er ausgesprochen wird.

Alle Madagassen schätzen es, wenn man nicht ausdruckslos „wegschleicht“, sondern sich ein offenes „Veloma“ laut zuruft und dabei die flache Hand freundlich erhebt und lächelt. Auf diese Art werden sie die Geste sehr schätzen und diesen Besucher oder diese Besucherin werden länger in der Erinnerung bleiben.

Am Ende der Rundreise oder nach einem Tagesausflug nimmt man voneinander Abschied und sich formell zu verabschieden, gehört auch zur Tradition in Madagaskar.

Wenn man ein Restaurant, ein Hotel oder einen Laden verlässt oder wenn man vom Gastgeber Abschied nimmt, sagt man freundlich „Veloma“. Für den Gastgeber bedeutet dies dann, dass man sich wünscht, mit ihm auch in Zukunft wieder zusammenzutreffen.
Und auch der Gastgeber wird seinen Gast wieder herzlich empfangen, wenn er oder sie sich bei der nächsten Gelegenheit wieder bei ihm melden.

So, liebe Madagaskar Fans, wir sagen Ihnen für heute „veloma“ und freuen uns schon, mit Ihnen das nächste Mal über ein neues Thema zu sprechen.

Das ganze PRIORI-Team, in Antananarivo und in Basel, hofft sehr, dass Sie uns bald wieder hier in Madagaskar, der Perle im Indischen Ozean, begrüssen können.