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Tanjombato Madagaskar

Die Agglomeration Antananarivo greift weit in die Landschaft hinaus. Einer der Vororte heisst Tanjombato.

Tanjombato liegt südlich der Innenstadt und war bis vor wenigen Jahren der obligatorische Durchgangsort für die Fahrt nach Antsirabe, Fianarantsoa und Tulear. Die RN7 schmiegt sich an den Fluss Ikopa, um ihn dann mit einer Brücke zu überqueren. 

Kurz vor Tanjombato verzweigt sich die Eisenbahn beim Bahnhof Soanierana. Sie führt einerseits in einem Bogen nach Osten bis zur Hafenstadt Tamatave / Toamasia. Andererseits verlaufen Schienen über eine historische Brücke über den Ikopa und weiter nach Antsirabe. Diese Strecke ist weitgehend eingestellt für den Bahnverkehr.

Tanjombato liegt also verkehrsgünstig und wurde daher schnell zum Standort für Fabriken, Lagerhallen und sogar für die Ausstellungshallen Forello. Eines der bekanntesten Unternehmen von Madagaskar ist seit Generationen dort domiziliert: Hazovato. Das Unternehmen stellt seit 1956 Möbel und Gebäude aus Holz her und schleift Steine zu formschönen Objekten.

Alle in Antananarivo kennen Tanjombato. Dort arbeiten Tausende in Textilfabriken, die Kleider für den Export nähen. Morgens und spätnachmittags strömen  die Arbeiterinnen und Arbeiter über eine schmale Brücke, die sie zu ihren Arbeitsplätzen führt – oder wieder zurück.

Die Gegend um Tanjombato war immer ein Flaschenhals für den Verkehr auf der RN7. Erst seit eine grossräumige Umfahrungsstrasse vor knapp 20 Jahren gebaut wurde, wurde es etwas ruhiger. Doch heute noch ist Tanjombato ein Verkehrsmagnet im Süden der Stadt Antananarivo.

Fady in Madagaskar

Heute möchte ich gern ein interessantes Element der madagassischen Kultur vorstellen. Es geht um das „fady“ oder „Tabu“.

Grundsätzlich kommt das madagassische Wort „fady“ aus dem indonesischen Wort „pady“ und bedeutet wörtlich übersetzt „tabu“. „Fady“ kann aber auch „heilig“ meinen. Genauer handelt es sich um verschiedene Regeln, die sich auf verschiedenste Situationen, Menschen, Tiere oder Orte beziehen.

Wer nach Madagaskar reist, wird immer dem einen oder anderen „Fady“ oder Tabu begegnen, denn die Bevölkerung auf Madagaskar lebt noch eng mit seinen Traditionen an Glaube und Aberglaube, Ahnenkult und Verbot sowie dem Glauben an Geister, Zauberer und Medizinmänner. Und diese traditionellen Religionen sind noch immer die stärkste Kraft in Madagaskar.

Diese Netze aus Geboten und Verboten wurden aus konkreten Erfahrungen von den Dorfältesten oder den Familienvorfahren festgelegt. Für die Madagassen haben die „Ntaolo“ oder die Ältesten eine sehr grosse „Weisheit“. Sie haben immer Recht, denn sie haben fast alles gesehen und erlebt.

Das „fady“ entstammt dem Glauben, dass eine Handlung als „Tabu“ gilt, wenn sie die Lebenskraft eines Menschen oder der ganzen Gemeinschaft schwächt und verschlechtern wird. Zum Beispiel sind die Antambahoaka Volksgruppen im Südosten Madagaskars davon überzeugt, dass Zwillingskinder Unglück bringen. So darf eine Mutter keine Zwillinge behalten.

Öfter hat das „Verbot“ mit dem Glauben an die „lebenden Seelen“ zu tun. Zum Beispiel ist es in Madagaskar „fady“, Schweinefleisch oder Zwiebeln zu den heiligen Höhlen, Seen oder auf Hügel mitzubringen.

Auch heutzutage nehmen die Tabus Einfluss auf das alltägliche Leben der Madagassen, besonders bei der Erziehung der Kinder. Doch diese verschiedenen Verbote helfen, das familiäre und gesellschaftliche Leben zu regeln. Es ist zum Beispiel „fady“ „gegen die Wand zu treten, da sonst die Grossmutter sterben würde“. Niemand will, dass seine Grossmutter stirbt, also wird das „fady“ respektiert.

Es gibt noch viel mehr zu entdecken und daher laden wir Sie herzlich ein, unsere schöne Insel Madagaskar zu besuchen. Wir freuen uns, Ihre Madagaskarreise zu planen.

Bis bald hier in Madagaskar

Zuckerhut von Diego Suarez

Mbola Tsara e

Heute berichte ich über den Zuckerhut an der Nordspitze von Madagaskar.

Am 10. August 1500 landete der Portugiese Diego Diaz auf die Insel Madagaskar, der damit als als erster Europäer offiziell seinen Fuss auf madagassischen Boden setzte. Sechs Jahre später kam auch sein Landsmann, der portugiesische Seefahrer Fernando Suarez. Zu Ehren dieser beiden Portugiesen gaben die französischen Kolonialmächte der wichtigen Hafenstadt an der Nordspitze der Insel den Namen Diego Suarez. Später wurde diese Stadt von der madagassischen Regierung in Antsiranana oder der „grosse Hafen“ umbenannt.

Antsiranana liegt rund 1000 km von der Hauptstadt Madagaskars entfernt. Es gibt Binnenflüge dorthin – oder zwei, drei Tage Autofahrt.

Die Sandküste von Ramena ist der beliebteste Badestrand. Er liegt rund 18 km östlich von Diego Suarez. Die gut ausgebaute Strasse am Ortseingang von Diego Suarez verläuft durch eine trockene Savannenlandschaft bis zu dieser wunderschönen grossen Bucht mit weissen Sandstränden. Aber bevor wir diesen Badestrand erreichen, erblicken wir eine magische, kleine Insel mitten in der Bucht. Den Zuckerhut.

Wegen seiner einzigartigen kreisrunden und spitzen Form haben die Franzosen diesen Vulkankegel “Pain de Sucre“ genannt, auf deutsch „Zuckerhut“. Diese markante Insel mit vulkanischem Ursprung ist das Wahrzeichen der Stadt Diego Suarez geworden.

„Nosy Lonja“ oder „Nosy Lonjo“ heisst dieses Naturwunder bei der dort lebenden Sakalava-Bevölkerungsgruppe. Die Insel wird als heilig verehrt, da die damalige Königsfamilie aus Diego Suarez dort begraben wurde.

Nach mündlicher Überlieferung fanden die Sakalava auch ein Refugium auf dieser Insel, als die feindlichen Armeen der Merina sie verfolgten. Daher werden dort jedes Jahr rituelle Zeremonien gefeiert und Reliquien verehrt.

Vom nahegelegenen Fischerdorf in Ramena kann man eine Bootsfahrt bis zum türkisblauen Smaragdmeer mit einer artenreichen Wasserwelt machen. Ebenso zu den drei von Korallenriffen geschützten Buchten „Baie des Dunes“, „Baie des Pigeons“ und „Baie des Sakalava“. Dort gibt es hervorragende Möglichkeiten zum Baden, Schnorcheln, Tauchen und besonders Windsurfen. An diesen drei Buchten haben sich Hotels auf Kitesurfer spezialisiert.

Wir von PRIORI in Basel und in Antananarivo helfen Ihnen gern bei der Organisation Ihres Traumurlaubs an der Nordküste Madagaskars. Zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren.

Veloma und bis bald auf der Trauminsel im Indischen Ozean.

Ambohimanga Madagaskar

Die schöne Hauptstadt Antananarivo liegt inmitten des Hochlands und dient als Ein- und Ausgangspunkt für fast alle Entdeckungsreisen auf der Insel Madagaskar.

Während Ihrem Aufenthalt hier in der Millionenstadt können wir Ihnen verschiedene interessante Tagesausflüge in der Umgebung anbieten.

Das Stadtgebiet von Antananarivo gehört zu der Merina-Volksgruppe, doch heute leben hier verschiedene madagassische Ethnien sowie Leute aus aller Welt.

Die Stadt Antananarivo, kurz „Tanà“ genannt, ist umgeben von 12 Königshügeln. Ambohimanga ist einer der 12 heiligen Hügel der Merina. Früher war dieser Hügel mit dichtem Urwald und üppiger Vegetation bedeckt, darum der Name Ambohimanga oder „der Blaue Hügel“.

„Rova“ bedeutet in Madagaskar Burg oder Königssitz. Die Rova von Ambohimanga ist die ehemalige Sommerresidenz der Könige und liegt 21 km nordöstlich vom Stadtzentrum. Dieser Ort gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe, denn er stellt das wohl bedeutendste Bauwerk madagassischer Architektur dar.

Den Eingang der Rova dominiert das grosse Stadttor, das durch eine schwere, mannshohe Steinscheibe geschlossen wurde. Die dicke und hohe Festungsmauer rund um den Palast wurde aus Lehm und Eiern gebaut.

Der Palast umfasst das Wohnhaus des Königs, das Sommerschloss der Königinnen, den Opferplatz und die Badebecken.

Wie auch an verschiedenen heiligen Orten und auf allen Königshügeln auf der Insel, gibt es hier auch viele „Fady“ oder Tabus, die man respektieren muss. Fady ist ein traditionelles Gebot oder Verbot, das über Generationen hinweg überliefert wurde. Verletzt man ein Fady, bringt es von sich aus Unglück.

Zum Beispiel ist es fady, Schweinefleisch, Zwiebeln oder Salz zu diesem heiligen Ort von Ambohimanga mitzubringen. Denn dieser Ort hat heutzutage noch immer eine sehr starke spirituelle Bedeutung für die Madagassen.

Neben der endemischen Fauna und Flora ist Madagaskar sehr reich an Kultur. Wir freuen uns sehr, Ihre Madagaskarreise zu planen. Für Fragen kontaktieren Sie uns bitte!

Liebe Grüsse von der Insel Madagaskar

Heilpflanzen in Madagaskar

Die Insel Madagaskar ist nicht nur die Insel der Gewürze, sie ist auch die Heimat von vielen unerforschten Heilpflanzen.

Einige davon sind den internationalen Pharmakonzern bekannt. Zum Beispiel Kräuter gegen Asthma, Blätter gegen Diabetes, sowie Salben für eine schnelle Wundheilung.

Seit Jahrhunderten kennen die Dorfbewohner ihre eigenen Mittel gegen ihre Beschwerden. Sie bestehen meist aus örtlich vorhandenen Heilpflanzen. Die Leute wissen genau, wo die medizinisch wirksamen Substanzen sitzen. Mal in den Blättern oder im Spross, in den Wurzeln, in den Blüten und manchmal in der Rinde oder den Samen.

Zu den eingeführten Heilpflanzen in Madagaskar gehören die Eukalyptusbäume aus Australien, die Blätter von der Sorte „Kininimpotsy“, also die weissen Eukalyptusblätter, sind ein wirksames Mittel gegen Malaria. Die Blätter werden von den Einheimischen gekocht und abends vor dem Schlafengehen inhaliert oder getrunken.

Von den vielen pharmazeutischen Pflanzen, die zum Teil eine wichtige Rolle in der Volksmedizin spielen, gehört die madagassische „Rosy Periwinkle“ oder „Hundsgiftgewächse“ mit dem lateinischen Namen „Catharantus roseus“. Diese Heilpflanze liefert viele Alkaloide, deren Inhaltstoffe beim Kampf gegen Leukämie oder Blutkrebs eingesetzt werden. Der deutsche Name ist „Immergrün“. Das ursprünglich madagassische Immergün wird inzwischen kommerziell ausserhalb von Madagaskar angebaut. So beispielsweise in Amerika.

Viele endemische Bäume wie der „Ravintsara“ oder auch Gräser wie das Zitronengras, auch nützliche Gewürze wie die Gewürznelken liefert ätherische Öle.

Das Wissen über Heilpflanzen und ihre Wirkung hat in der madagassischen Gesellschaft einen festen Platz. „Ombiasa“ nennt die Bevölkerung die Hüter dieses Wissens. Sie sammeln die Heilkräuter und geben sie von Generation zu Generation weiter.

Wie es in der Schweiz den Naturarzt Doktor Vogel gab, so lebte in Madagaskar Professor Ratsimamanga. Er war ein leidenschaftlicher Naturkundler und Arzt, der auf die Kräfte der Natur baute. Sein Institut kann heute noch besucht werden und sehr viele Madagassen pilgern dorthin, um sich von den Ärzten behandeln zu lassen.

Dr. Ratsimamanga setzte sich schon vor einer Generation für den Schutz der Natur und der Wälder ein. Er wollte damit das traditionelle Wissen erhalten und eine wichtige Einnahmequelle für die Bevölkerung sichern.

Wir PRIORI helfen Ihnen gern bei der Reiseplanung, damit Sie einen Überblick über diese wichtigen Heilmittel und Medizinpflanzen in Madagaskar haben. Bitte zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren.

Veloma und bis bald in Madagaskar !

Einreisebestimmungen 11. April 2022

Salama ô!
Heute am 11. Mai 2022 gebe ich Ihnen einen Überblick über die aktuelle Gesundheitslage des Corona-Virus auf Madagaskar.

Die Grenzen von Madagaskar sind seit dem Monat März wieder geöffnet. Ebenso dürfen wieder etliche Fluggesellschaften hier in Madagaskar landen.
Bei der Einreise nach Madagaskar sind andere Impfungen nicht obligatorisch.

Dies ist der Stand heute Mittwoch,11. Mai 2022. Für weitere Fragen zu den Einreisebestimmungen nach Madagaskar sowie zur Madagaskarreise, kontaktieren Sie uns bitte!

Liebe Grüsse aus Madagaskar.
PRIORI www.madagaskarhaus.ch

Pfeffer in Madagaskar

Salama tompoko,

Madagaskar gilt als die Insel der Gewürze, denn die klimatischen Bedingungen für den Anbau von Vanille, Gewürznelken, Zimt, Pfeffer sind an der Nordostküste Madagaskars besonders günstig.

Heute werde ich Ihnen über eine wichtige Gewürzpflanze in Madagaskar berichten: der Pfeffer

Die Pfefferpflanze ist eine rankende Kletterpflanze, die sich mit Haftwurzeln an eine Wirtpflanze verankert. Sie bevorzugt schattige Standorte und wird in Mischkulturen wie Kaffee, Kakao mit schattigen Bäumen angepflanzt, die gleichzeitig auch als Kletterhilfe dienen.

Der grüne, rote, schwarze und weisse Pfeffer stammen übrigens von ein und derselben Pfefferpflanze.

Schwarzer Pfeffer bekommt man aus den unreifen grünen Steinfrüchten, die ganzen Früchte werden dabei gepflückt und in Salzlake oder Öl aufbewahrt, weil er sonst rasch oxidiert und braun wird.

Zur Reifezeit werden die Steinfrüchte rot, die Grünen und die roten Pfeffer werden gelagert bis die Körner fermentieren, anschliessend werden die Körner an die Sonne getrocknet bis sie schwarz werden. Das Pfefferaroma wird durch das scharf schmeckende Piperin und ätherische Öle der Fruchtschale hervorgerufen.

Zur Herstellung von weissem Pfeffer werden die reifen Früchte gepflückt und während rund 10 Tagen gewässert, bis sich die Fruchtschale gelöst hat. Dann werden die Samen getrocknet und gemahlen. Dieser weisse Pfeffer ist leider weniger aromatisch als der schwarze Pfeffer.

Die Pfefferpflanze und die „Voatsiperifery“, also der rote wilde Urwaldpfeffer, wachsen im feucht warmen tropischen Norden und in den Ostengebieten Madagaskars. Der Voatsiperifery gilt als der teuerste Pfeffer der Welt, denn pro Jahr werden nur etwa 1,5 Tonnen dieses edlen aromatischen Gewürzes produziert.

Zebufleisch mit grüner Pfeffersosse ist ein sehr beliebtes und leckeres Gericht auf Madagaskar.

Dann gibt es auch diesen berühmten Spruch: Geht doch zur Insel, wo der Pfeffer wächst. Das betrifft unsere Gewürzinsel Madagaskar. Wir von PRIORI laden wir Sie ein, unsere einzigartige Insel zu entdecken und gern helfen wir Ihnen bei der Planung Ihrer Madagaskarreise.

Herzliche Grüsse und bis bald hier im Pfefferland !

Einreisebestimmungen Madagaskar Mai 2022

Heute am 28. April 2022 gebe ich Ihnen einen kurzen Überblick über die Situation zum Corona-Virus in Madagaskar sowie die Ein- und Ausreisebestimmungen auf unserer Insel.

In den letzten Monaten ist die Zahl der Corona-Kranken in Madagaskar stark gesunken. Seit einigen Wochen wurden keine neuen Corona-Infizierten mehr auf der ganzen Insel identifiziert. So konnten wir seit zwei Jahren die Osterfeiertage mit unserer Familie und unseren Lieben wieder „normal“ verbringen.  Am Ostermontag waren viele Familien unterwegs, die meisten fuhren ausserhalb des Stadtzentrums zum Picknick. Sie wollten endlich mal wieder die lärmende Stadt verlassen und die beiden freien Tage mit der Familie verbringen.

Seit März haben die madagassischen Behörden die Gesundheitsmassnahmen für die Einreise nach Madagaskar gelockert. Die Grenzen von Madagaskar sind wieder geöffnet. Und ab dem 22. April hat die madagassische Regierung die Wiederaufnahme der Fernflüge mit Air France, Air Mauritius, Ethiopian Airlines, Turkish Airlines, usw. nach Madagaskar wieder erlaubt.

Bei der Einreise nach Madagaskar muss man das negative Ergebnis eines PCT Tests vorweisen, der maximal 72 Stunden vor dem Einsteigen durchgeführt wurde. Impfungen sind nicht obligatorisch für eine Reise nach Madagaskar. Bei der Ankunft am Flughafen Antananarivo muss man einen Antigen-Test machen. Wenn das Resultat dieses Schnelltests negativ ist, dürfen sich die Reisenden frei bewegen, denn es gibt keine obligatorische Quarantäne mehr.

Das Visum erhält man gleich vor Ort bei Ankunft im – übrigens ganz neuen Flughafen – hier in Antananarivo.

Beim Heimflug ist das Vorlegen des negativen Ergebnisses eines RT-PCR Tests obligatorisch, der maximal 72 Stunden vor dem Einsteigen durgeführt wurde.

Natürlich kann sich die Corona-Situation hier wie überall wieder ändern. Aber wir halten Sie informiert.

Nun also können Sie wieder „normal“ nach Madagaskar reisen! Das PRIORI Team freut sich sehr, Sie bei der Planung Ihrer Madagaskarreise zu helfen.

So bis bald und liebe Grüsse aus Madagaskar.

Kakao in Madagaskar

Der Kakaobaum (Theobroma cacao) ist in Mittelamerika und im nördlichen Teil von Südamerika beheimatet. Das griechische Wort Theobroma bedeutet so viel wie „Götterspeise“.

Der bis rund 12 m hohe Strauch wächst in Plantagen unter schattenspendenden Bäumen. Der leichteren Ernte wegen werden die Bäume niedrig gehalten.

Die kleinen rötlichen Blüten entspringen büschelweise unmittelbar am Stamm (Kauliflorie oder Stammblütigkeit), das heisst Blüten und Früchte wachsen direkt aus dem Stamm.

Die Kakaofrüchte sehen wie aus wie dicke Gurken und enthalten zahlreiche Samen, die in einem weissen, süssen und schleimigen Fruchtmus eingebettet sind.

Zur Gewinnung der Kakaobohnen müssen die reifen Samen aufbereitet werden. Die Verarbeitung der Bohnen beginnt mit dem Fermentieren bei etwa 45 Grad in Schwitzkästen. Während dieses Gärungsprozesses werden die zuckerhaltenden Stoffe abgebaut. Mit der Wärme nimmt der Samen die typische schokoladenbraune Farbe an. Nach der Gärung werden die Samen bei etwa 60 Grad Celcius geröstet und enthalten, neben vielen anderen Stoffen, vor allem Fett, Eiweiss, sowie anregende Stoffe wie Theobromin und Koffein.

Ein Grossteil des Kakaobutters, der ein wichtiges Nebenprodukt darstellt, wird zur Herstellung von Schokolade und Pralinen verwendet, aber auch zu pharmazeutischen und kosmetischen Zwecken.

Die grösste Kakaoplantage in Madagaskar befindet sich im fruchtbaren Agrargebiet rings um die Stadt Ambanja entlang des Flusses Sambirano. Das dortige Klima ist mild und gefällt dem Kakaobaum sehr. Der Kakao von Madagaskar ist eines der Hochqualitätsexportprodukte der Insel.

Es gibt viele kleine Kakobauern im Sambirano-Tal. Den Familienbetrieb „Chocolaterie Robert“ existiert seit Generationen. Chocolat Robert ist der grösste Schokoladenproduzent von Madagaskar. Geniessen Sie die madagassische Schokolade und besuchen Sie die Kakaoplantagen.

Wir von PRIORI organisieren Entdeckungsreisen, die zu den Naturschönheiten unserer Insel führen und wir helfen Ihnen gern bei der Reiseplanung Ihrer Madagaskarreise.

Also veloma und bis bald auf der Insel

Lemuren in Madagaskar

Salama o!
Die Insel Madagaskar ist besonders bekannt für ihre endemischen Tiere und die Lemuren gehören zu der grössten Gruppe der Säugetiere in Madagaskar.

Diese Halbaffen gibt es ausschliesslich nur hier in Madagaskar. Sie leben in den Naturreservaten oder in den unterschiedlichen natürlichen Lebensräumen.

Die grössten Lemuren Madagaskars sind die Indri Indri oder „Babakoto“ auf Madagassisch. Sie sehen wie ein kleiner Bär aus, wiegen zwischen 6 und 10 Kilo und ihre Körperlänge kann bis 70 und 90 cm erreichen. Sie können sich beim Springen in der Luft umdrehen. Zu sehen sind sie besonders bei einer Tageswanderung in den vielen Reservaten und Nationalparks von Andasibe.

Die schwarzen Diademsifakas sind ebenfalls ziemlich gross. Sie leben im östlichen tropischen Bergregenwald wie im Nationalpark von Andasibe oder im Nationalpark von Ranomafana, denn sie ernähren sich von verschiedenen frischen Blättern, Früchten und Blüten. Sie sind tagaktiv und deswegen auch in den Wäldern leicht zu beobachten.

Im privaten Reservat von Berenty haben die Larvensifaka und die Kattalemuren ihr Refugium gefunden. Die Larvensifaka gehören zur Familie der „Indri-Arten“. Alle Sifakas sind Blattfresser und sind auch bekannt unter dem deutschen Namen „tanzende Lemuren“, da sie sich mit enormen und eigenartigen Sprüngen auf zwei Beinen bewegen können. Die Kattalemuren sind ohne Zweifel die populärste Lemurenart, schon wegen der auffälligen Färbung mit den schwarz-weiss geringelten Schwänzen. Sie gehören auch zu den tagaktiven Lemuren.

Bei einer Abendwanderung in einigen Nationalparks kann der kleinsten Primate der Welt, also die Mausmakis mit nur 25 bis 30 Gramm Lebendgewicht, beobachtet werden. Die niedlichen Mausmakis ernähren sich von süssen Früchten und saftigen wilden Beeren. Mit einer Taschenlampe sind sie leicht zu finden. Die Wieselmakis gehören zu den schönsten der nachtaktiven Tiere.

Das nachtaktive Aye-Aye oder das Fingertier lebt ungestört auf der unbewohnten Insel „Reserve spéciale Nosy Mangabe“ oder auch im privaten Reservat Ankanin’ny Nofy am Pangalanes-Kanal. Im Vergleich zu den anderen Primaten sieht dieser sehr seltene AyeAye sehr komisch aus. Seine Finger sind knochig dünn und extrem lang, daher kommt der Name „Fingertier“. Mit den langen Fingern klauben die Aye-Aye die Insektenmaden aus den morschen Bäumen oder sie löffeln das süsse Fleisch aus den Baumfrüchten des Regenwaldes.

Tierbeobachtungen gehören zu den Highlights einer Reise nach Madagaskar. Natürlich gibt es noch viele andere Lemuren-Arten in Madagaskar und seinen Naturparks und Regenwaldreservaten. Madagaskar ist sehr vielfältig!

Für Frage zu Ihrer Madagaskarreise, kontaktieren Sie uns bitte!

Liebe Grüsse aus der Lemureninsel!