Maniok in Madagaskar

In unserem heutigen Thema geht es um eine Pflanze, die auf der ganzen Welt gegessen wird. Es ist Maniok oder auf madagassisch: Mangahazo.

Vor ein paar Hundert Jahren kam diese Einwandererpflanze aus Amerika nach Madagaskar. Heute wird sie überall in Madagaskar auf dem Land angepflanzt. Maniok gilt hier aber eher als Nahrungsmittel der Armen und man isst Mangahazo nur, wenn kein Reis vorhanden ist.

Aufgrund der Trockenheit und des schlechten Wetters reichen für die normalen Bauern die Reisernten meistens nicht bis zu der nächsten Erntesaison. So pflanzt jeder Bauer zusätzlich noch andere Stärkelieferanten wie Maniok, Taro und auch Süsskartoffeln, denn die Pfahlwurzeln sowie die Blätter sind geniessbar.

Statt warmer Reissuppe essen die Dorfbewohner dann eher gekochten Maniok, mit Honig gezuckert beim Frühstück. Beim Mittagessen werden öfter gekochter Maniok und Süsskartoffeln auf dem Teller serviert. Wer es sich leisten kann, macht etwas Milch dazu. Im Restaurant und in den kleinen Gargotte in der Stadt werden diese Wurzelknollen oft mit Milch, Vanille und Zucker zubereitet. Dort werden auch die süssen und schmackhaften „Manioc au coco“ oder Maniokküchlein serviert.

Gestampfte Maniokblätter mit fettem Schweinefleisch heissen „Ravitoto sy henakisoa“ auf madagassisch und sind das beliebteste Nationalgericht auf Madagaskar. Diese kulinarische Spezialität wird immer mit Reis und Tomaten-Rougaille serviert.

Sie sehen also. Die Maniokknolle ist Nahrung für den Notfall. Aber die Blätter werden sehr geschätzt.

Möchten Sie mehr über das typische madagassische Essen wissen, dann kontaktieren Sie uns direkt oder unsere Kollegen in Basel.

Veloma aus Madagaskar!
Fanasina, PRIORI Antananarivo

 

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