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Mantasoa

1210 Mantasoa 

Mantasoa lädt einerseits ein zu einer geschichtlichen Exkursion in die Anfänge der madagassischen Industrialisierung und andrerseits ist es eine Oase der Erholung. Es gibt hier einige Hotels, die zum Verweilen einladen und der weitverzweigte See lädt ein zu vielen Freizeitbeschäftigungen.

 

Viele Reisende, aber auch betuchte Städter aus Tana möchten der lärmenden Stadt entfliehen, einige ruhige Tage in einem Vorort von Antananarivo verbringen und die Kulissen von Madagaskar sehen. Mantasoa gehört zu einem dieser idyllischen Orte. Die viel befahrene RN2 führt in östlicher Richtung. Sie ist die Hauptverbindungstrasse nach Tamatave, der grössten Hafenstadt Madagaskars.
Heute fahren wir aber nur rund 70 km auf dieser Nationalstrasse und zweigen beim grossen Dorf Manjakandriana nach Süden ab auf eine holprige Piste bis zum verzweigten Stausee (ca. 15 km).

Bis zur Ortschaft Mantasoa mit ca. 15’000 Einwohnern fahren wir durch malerische Dörfer, über Hügel und durch Täler und gelangen zum Mantasoa-See. In den Tälern befinden sich Reis- und Gemüsefelder und die grasbewachsenen Hänge bieten den Zebus Nahrung. Die Erhabenheit der Landschaft an sich macht diese Region mit Aufforstungsflächen mit Eukalypten und Kiefern zu einem beliebten Ausflugsziel im Hochland sowohl für die Touristen wie auch für die Stadtbewohner.

Mantasoa
Die Legende erzählt, dass der Name „Mantasoa“ von dem madagassischen Spruch „ny manta no mahasoa an’ireto sakafo ireto” stammt. “Manta“ heisst auf madagassisch roh, ungekocht und “soa“ bedeutet gut und schmackhaft, insgesamt bedeutet dieser lange Ausdruck “das Essen sollte man besser roh verzehren“. Die Geschichte erzählt nämlich von den schlechten Arbeitsbedingungen der Madagassen während der Kolonialzeit. Die Zwangsarbeiter hatten nicht einmal die Gelegenheit oder auch die Möglichkeit, das Essen richtig vorzubereiten, und mussten die Nahrung roh essen.

Die zweite mündliche Überlieferung berichtet, dass der Name „Mantasoa“ aus der Königszeit stammt. Die starken Männer im Dorf mussten grosse und hohe Mauer rund um den Hügel Andohariana errichten, um die Adligen vor den Feinden oder den Plünderern zu schützen. Diese mächtige Mauer heisst auf madagassisch “Manda soa“ oder auf Deutsch “schöne Festung“ und im Laufe der Zeit hat sich die Phonetik / die Aussprache in „Mantasoa“ verwandelt.

Mantasoa
Die interessante Geschichte dieser Ortschaft beginnt in der Mitte des 19. Jahrhunderts während der Königszeit der Königin Ranavalona I. Sie beauftragte den Franzosen Jean Laborde, der in ihrer Gunst stand, einen grossen Industriekomplex zu errichten. Dieser 27-jährige Franzose war ursprünglich auf Schatzsuche in Mozambique unterwegs und im Jahre 1832 als Schiffbrüchiger an die Küste Madagaskars gespült worden.


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Ca. 20’000 Sklaven und Zwangsarbeiter mussten am Bau dieser ersten Industriestadt in Madagaskar ab dem Jahre 1837 teilnehmen, um dann hier Schwerter und andere Waffen wie Gewehre oder Kanonen, aber auch Schiesspulver herzustellen. Dieser geniale Ingenieur entwickelte in dieser Zeit auch Wasserleitungen, Blitzableiter… praktisch alles, was ein blühendes Land im 19. Jahrhundert benötigte. Seine Initiative und sein Erfinderreichtum waren äusserst erstaunlich, so lag dort um diese Zeit eine grosse Industrieanlage mit eisenverarbeitenden Betrieben wie Schmieden und Sägewerke und vieles andere mehr…

Nach fast einem Vierteljahrhundert musste dieser geniale Konstrukteur nach einem Komplott gegen die Königin Ranavalona I. im Jahre 1857 aus Mantasoa flüchten und das Land verlassen. So wurden die Teile des Industriekomplexes in den Fluten versenkt. Die erste Industrialisierung Madagaskars war dann abrupt beendet. Von der gigantischen Industrieanlage zeugen zurzeit nur noch wenige verfallene Steinbauten.

Heute kann man aber immer noch auf den Spuren von Jean Laborde wandeln. Einige historische Relikte wie zum Beispiel die Ruine des Hochofens und das ehemalige Wohnhaus von Jean Laborde (jetzt Informationszentrum und Museum) gehören zu den Hauptattraktionen des grossen Dorfes Mantasoa.

Auch die noch in heutiger Zeit in Madagaskar gebräuchlichen Zebu-Karren mit ihren wuchtigen Holzrädern, entstammen wohl den Konstruktionsplänen von Laborde.

Mantasoa
Der Mantasoa-See wurde im Jahre 1936 wieder neu aufgestaut, um den Ikopa-Flusse zu regulieren und die Betsimitatatra- Ebene, den Reisspeicher der Stadt Antananarivo zu bewässern. Ebenso wurde die Wasserkraft für die Stromgewinnung in Mandraka genutzt. Mit einer Fläche von ca. 2’000 ha und mit einer durchschnittlichen Tiefe von 8 bis 12 m hat der See die Form einer Hand mit ihren Fingern und ist von einem riesigen Wald hauptsächlich mit Eukalypten und Pinien umgeben.

Zurzeit gilt der Ort Mantasoa nicht nur als historisch interessant, sondern ist auch sehr beliebt als idyllisches Naherholungsgebiet und Wochenendresort mit vielfältigen Wassersportmöglichkeiten.

Der See verleiht der Region ein neues Image, hat einen unvergesslichen Charme und ist ein Treffpunkt für Wassersportler, denn Tretboote, Wasserski, Bootsfahrten werden auf diesem weitverzweigten See ausgeübt. Eine Radtour oder eine Wanderung ins umliegende Gebirge lädt zum Verweilen ein und man schätzt die Schönheit der Region.

August 2020; Geschrieben von: Michaël
PRIORI Antananarivo
Redigiert von Peter EllikerPRIORI Madagaskarhaus Basel

Ampefy-Soavinandriana-Faratsiho-Antsirabe

1120 Ampefy – Soavinandriana – Faratsiho – Antsirabe

 Will man von Ampefy weiter Richtung Süden fahren, kehrt man besser nicht nach Tana zurück, sondern nimmt den direkten Weg über die RN43. Damit sichert man sich eine abwechslungsreiche Fahrt mit wenig Verkehr und kaum Touristen.

Die 153 km lange Strecke zwischen Ampefy und Antsirabe ist teilweise asphaltiert, teilweise eine staubige Piste und gehört zu den abenteuerlichen aber auch eindrucksvollen Routen auf der westlichen Seite Madagaskars.

Die Landschaft ist spektakulär und sehr vielfältig, denn man findet eine ganze Reihe von Reisebenen, Gemüse- und Obstfelder und Reste von Eukalyptuswäldern…

Die Strecke ist als “Strasse der Ochsenkarren“ bekannt und darum sehr wenig befahren. Lange Zeit war dieser Abschnitt zwischen diesen beiden wichtigen Städten unbefahrbar, da der Zustand der Piste sehr schlecht und mit vielen Schlaglöchern durchsetzt war. In den letzten Jahren wurde glücklicherweise die kurze Strecke zwischen Soavinandriana und Faratsiho (etwa 56 km) erneuert, so dass die zahlreichen, abgelegenen Dörfer nicht mehr vom Rest der Welt abgeschlossen sind.

Ampefy – Soavinandriana – Faratsiho – Antsirabe
Die Nationalstrasse 43 führt über weite Hügellandschaften und zeigt viele interessante Facetten des Landlebens: Reisfelder, Zebus und eben auch die vielen selbstgebauten Holzkarren in allerlei Ausführungen begegnen den Reisenden auf dieser ruhigen und erlebnisreichen Fahrt. Die Zebukarren sind besonders während der Reisernte unterwegs und sind Wahrzeichen der Insel. Sie sind die üblichen Transportmittel für Waren zwischen den vielen weit auseinander liegenden Dörfern. Für die Bauern der Region sind die Ochsenkarren noch immer wichtige Arbeitsinstrumente. Die harten Pisten beschädigen aber die robusten Gefährte immer wieder.

Unterwegs sieht man oft Werkstätten für die Herstellung oder für die Reparatur dieser Karren und am Strassenrand stehen oft Hütten von Schmieden, welche die Reifen der Karren, die Ackergeräte oder die vielen Fahrräder reparieren.

In diesen abgelegenen Orten entlang der Strasse der Ochsenkarre sind natürlich viele auf den Beinen: die Schüler, die den Reisenden freundlich zuwinken, die korbbepackten Frauen auf dem Weg zur Feldarbeit, oder auch die spielenden Kinder beim Zebu-Hüten … viele Fotomotive sind garantiert!

Die Stadt Soavinandriana erreicht man nach ein paar Kilometern. Die ländliche Stadt hat mehr als 120 Ortsteile, jedes Viertel hat zwischen 100 und 600 Menschen und insgesamt leben im Kleinstädtchen mehr als 50’000 Einwohner.

Während der Königszeit mussten sich die Jungen ab 18 Jahren der Armee anschliessen.

Das Motto des Königs in dieser Region war “Hunger ist mein Feind“, so hat der König den Jungen damals befohlen, an den Bewässerungsarbeiten der weit verstreuten Reisfelder mitzuarbeiten. Er war von dieser Idee sehr begeistert, weil er die Reisproduktion steigern konnte und so bekam die Stadt den Namen “Soavinandriana“, was wörtlich bedeutet “die Stadt, die vom König bzw. von den Adligen begnadigt ist“.

Der Markttag findet hier jeden Montag statt, hier gönnt man sich dann auch eine kurz Fotopause gönnen: Auf dem Marktplatz sieht man viele Produkte aus den umliegenden Dörfern: das frische Gemüse wie Karotten, Kartoffeln, Kürbis, Bohnen, Soja usw. Es wird auch verschiedener Spinat, Chinakohl und Kresse auf den bunten Markständen angeboten.


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Ausser diesen vielen Gemüsearten wird hier auch der „Coffea Arabica Elita“ angepflanzt. Dieser Kaffeestrauch wächst auf etwa 1’800 m über dem Meeresspiegel. Er stammt aus Afrika und gilt als einer der besten und aromatischsten Kaffees Madagaskars.

Ampefy – Soavinandriana – Faratsiho – Antsirabe
Der 56 km lange Streckenabschnitt zwischen Soavinandriana und Faratsiho ist asphaltiert und gut zu befahren, ab dem Kleinstädtchen Faratsiho fängt leider die staubige und holprige Piste bis zur Einmündung in die RN7 an, sie ist darum nur mit dem Geländewagen zu bewältigen.

Nassreisanbau dominiert die Landschaft in der Region von Ambohibary Sambaina. Ambohibary bedeutet “das Dorf mit viel Reis“ und der Name trifft zu, denn dieses grosse Dorf ist von weiten Reisfeldern umgeben. Die Madagassen sind ja schliesslich die Meister im Anbau dieses Grundnahrungsmittels und der Reis hat eine grosse kulturelle Bedeutung auf der ganzen Insel. Man merkt auch auf der gesamten Strecke, dass die typischen Hochlandhäuser eine identische Architektur haben: meistens ein einstöckiges Haus aus Lehm oder Backsteinen, gedeckt mit Blech oder Ziegeln. Auf der Frontseite liegt die bunte Veranda, die sofort in die Augen sticht. Traditionell werden die Häuser immer in Nord-Süd-Richtung gebaut.

Die schönen Häuser in den kleinen Weilern sind im Nachmittagslicht so dekorativ, dass auch Nichtprofis gute Fotos schiessen können. Vielleicht spricht der Fahrer spontan mit einer Familie, so dass die Reisenden ein Haus betreten können und einen Einblick erhalten in die recht bescheidenen Räume mit gestampftem Lehmboden und mit selbstgeflochtenen Reisstrohmatten.

Ampefy – Soavinandriana – Faratsiho – Antsirabe
Endlich sieht man vom weitem die Stadt Antsirabe, wortwörtlich heisst das “wo es viel Salz gibt“. Antsirabe wurde einst von norwegischen Missionaren gegründet. Die Stadt ist bekannt als die kühlste Stadt auf der ganzen Insel, eine willkommene Abwechslung für die Reisenden, nach der beeindruckenden Entdeckungsreise durch die heisse Vulkanlandschaft.

Die “Stadt des heissen Wassers“ ist auch bekannt als “die Stadt der Rikschas“. Bei einem Sparziergang durch die breite Avenue werden die Besucher von einem Heer von Pousse Pousse-Fahrern angesprochen, die voller Enthusiasmus versuchen, sie für eine Stadtrundfahrt mit einem dieser Gefährte zu überreden. Antsirabe liegt im Herzen einer der produktivsten Regionen im Hochland und die Atmosphäre der Stadt hat wirklich eine entspannende Wirkung auf die Seele.

August 2020; geschrieben von: Michaël
PRIORI Antananarivo
Redigiert von Peter EllikerPRIORI Madagaskarhaus Basel

Ampefy und Umgebung

Ampefy und Umgebung

 Die Stadt Ampefy liegt am Itasy-See und ist ein lokales Zentrum. Sie liegt etwa 130 km westlich der Hauptstadt Antananarivo und die Fahrzeit auf der im Jahre 1980 gut ausgebauten RN1 dauert ca. 3 bis 4 Stunden, je nach den Fotopausen die man unterwegs einlegt.

Ampefy liegt malerisch gelegen am Ufer des Kavitaha-Sees (ein Teil des Itasy-Sees) mitten in einer Hügellandschaft vulkanischen Ursprungs.

Am Eingang der Stadt sieht man von der Brücke aus, wie der Verbindungs-Fluss in mehreren Kaskaden über die Basaltfelsen fällt. Von diesen Felsen kommt nämlich der Stadtname Ampefy, wörtlich heisst es auf madagassisch “in der Nähe des Staudamms“. Diesen langen und breiten Damm hat der König Radama I. im 19. Jahrhundert errichtet und dieser breite Wall spielt jetzt eine grosse Rolle für die Landwirtschaft und für die Fischzucht in dieser Region. Er bewässert die Wasserkulturen (z.B. die Wasserkresse) der lokalen Bevölkerung und besonders die Reisfelder in der Gegend.

Ampefy und Umgebung
ist ein netter Hochlandort mit typischen roten Backsteinhäusern und das Land rund um den Itasy-See ist sehr fruchtbar. Zeugen davon sind die vielen verschiedenen Obstbaum­gärten.

Am Rand der Strasse sitzen die Bauern und verkaufen das ganze Jahr die zahlreichen Früchte je nach der Saison: die grüngelben Papayas, die duftenden Mangos, die saftigen Ananas, die süss schmeckenden Avocados oder die leckeren Litschis …, die regelmässig zu den grösseren Städten und besonders nach Antananarivo geliefert werden.

Auf einem Spaziergang entlang der Hauptstrasse bis zum Markt bekommen wir einen Eindruck vom Alltagsleben der Bevölkerung. Die Verkaufsstände sind schön bunt mit den zahlreichen Gemüsesorten. Die Frische der angebotenen Ware sticht sofort in die Augen und ist sehr preisgünstig, ja sie wird zu einem Spottpreis feilgeboten, da die Produkte direkt von den Bauern stammen.

Ampefy und Umgebung
Wer 1 oder 2 Tage in Ampefy weilt, wird sich bestimmt nicht langweilen, da diese Ortschaft lohnenswerte Wandermöglichkeiten rund um den erschlossenen Vulkankegel anbietet. Empfehlenswert sind auch die Ausflüge zum „Geysir“, zur „Ilôt de la Vierge“ oder zu den „kleinen und grossen Wasserfällen“.

Vom Ortszentrum Ampefy führt eine Piste ca. 9 km in westlicher Richtung, an sanften Vulkankegeln und schöner Landschaft vorbei zum Wasserfall Lily.

Der Parkplatz in der Nähe des Dorfes Antofofo ist der Ausgangspunkt einer kurzen Wandertouren. Von dort hört man bereits das Rauschen des Wasserfalls, der über eine Höhe von 23 m über eine Felskante in die Tiefe stürzt. Das Getöse der Kaskade ist gut und beruhigend für die Seele.

Laut der Legende soll damals während der Kolonialzeit die Tochter eines französischen Generals in diesem Wasserfall ertrunken sein. Als die Dorfbewohner ihren Körper nach paar Tage nicht gefunden haben, wurde dieser “Lily Wasserfall“ genannt.

Ampefy und Umgebung
Eine weitere schöne Wandertour führt auch zum Vulkansee Itasy. Unterwegs kann man die wunderschöne Landschaft mit vielen Obstbäumen bewundern. Der auf einer Höhe von fast 1‘800 m liegende See ist 9 km lang und hat eine durchschnittliche Tiefe von 7 m. Der See hat eine Fläche von ca. 3‘500 ha und gehört zu den drei grössten Binnenseen Madagaskars, er ist durch einen vulkanischen Ausbruch entstanden ist. Er wird von zwei Flüssen gespeist und der Fluss Lily entwässert ihn. In der Umgebung stehen Fischerhütten und am Seeufer suchen Wasservögeln ihr Futter. Je nach Lust und Laune kann man eine Pirogenfahrt unternehmen und die nahegelegenen Fischerdörfer besuchen.


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Das Alltagsleben sieht man überall am Rand des Itasy Sees: Die Fischer sitzen auf Ihren Pirogen und man sieht, wie sie ihre traditionellen Netze auswerfen und so die vielen Tilapia oder Karpfen fangen. Später werden diese auf den Fischmarkt verkauft oder als Beilage für die Familie nach Hause gebracht. Auf den Speisekarten der vielen Restaurants der Stadt können die Gäste die grosse Auswahl an leckeren Spezialität der Region auswählen: wie wäre es mit einem gebratenen Fisch an grüner Pfeffer-Sosse oder mit einem gegrillten Fisch zubereitet mit Knoblauch und Ingwer und dazu frisches hausgemachtes Gemüse?

Die Frauen bringen am See auch die Kleider zum Waschen und erzählen lachend die letzten Neuigkeiten und den Tratsch im Dorf. Überall sieht man auch die Kinder schreiend spielen oder auch schwimmen im sauberen Wasser.

Der Besuch der Marienstatue gehört zu der grössten Attraktion in dieser Region. Auf einem Hügel wie eine Halbinsel steht sie auf einen hohen runden Sockel. Sie soll die absolute Mitte Madagaskars markieren. Von dort aus hat man einen wunderbaren Panoramablick über den umliegenden See.

Ampefy und Umgebung
Um zu den aktiven Geysiren von Andranomandraotra (wörtlich, wo das Wasser blubbert) zu gelangen, fährt man mit dem Geländewagen (wegen der holprigen Piste) wieder nach Analavory zurück. Die heissen Quellen sind wirklich ein spektakuläres Phänomen: Aus mehreren Öffnungen spritzt in Abständen von ein paar Minuten das kalk- und mineralhaltige Wasser aus den vulkanischen Steinen. Die umliegenden Becken eignen sich gut zum Baden und sind mit einer Wassertemperatur von ca. 40°C so warm wie in einem Thermalbad. Die Umgebung mit dem schwefelgelb und rot aufragenden Geysir ist wirklich spektakulär. Auf dem schönen, schattigen Platz kann man auch das Picknick-Mittagessen geniessen.

Ampefy und Umgebung
Wer noch Interesse hat, den Zebumarkt in der Region zu besuchen, kann auch nach Tsiroanomandidy (das bedeutet „wo nur einer regiert“) weiterfahren. Diese Stadt ist der wichtigste Viehmarkt im Westen Madagaskars, denn schliesslich spielt das Zebu eine grosse Rolle in der madagassischen Kultur: für die Arbeit auf dem Feld, als Opfertier für das damit verbundene Gemeinschaftsmahl und auf der ganzen Insel auch als Symbol des Wohlstandes. Die Hirten aus dem tiefen Süden und von den weit abgelegenen Dörfern gehen zu Fuss und treiben ihre Zebuherde hierher.
Das Vieh wird dann von den Zwischenhändlern aufgekauft und später in die Schlachthöfe nach Antananarivo oder nach Mahajunga gebracht.

Juli 2020; Geschrieben von: Bodo PRIORI Antananarivo
Redigiert von Peter Elliker PRIORI Madagaskarhaus Basel

 

 

Mozea Akiba Museum Mahajanga

Mozea Akiba Museum in Mahajanga, Madagaskar

Das Mozea Akiba Museum der Universität in Mahajanga an der Nordwestküste von Madagaskar greift Regionalgeschichte auf und vermittelt zudem erdgeschichtliche Fakten

Madagaskar hat nur wenige Museen und kaum welche, die ihren Namen wirklich verdienen. In der Küstenstadt Mahajanga, die auch Majunga oder Mahajunga geschrieben wird, unterhält die dortige Universität ein kleines Museum, das bestimmt einen Besuch lohnt.

Das Museum blickt weit zurück in die Urgeschichte, als Dinosaurier in der Region lebten und eine der gefundenen Arten wurde sogar in Ehrung der Stadt mit Majungasaurus atops benannt. Nicht weit von Mahajanga entfernt befindet sich im Ort Berivotra in einer Sedimentschicht eine grosse Ansammlung an gut erhaltenen Dinosaurierknochen. Versteinerte Knochen sind im Museum zu finden, wie auch versteinertes Holz.

Madagaskar ist eine geologische Perle mit vielfältigem Vorkommen an Edelsteinen und Halbedelsteinen. Nicht nur Geologen fasziniert der alte Teil von Gondwanaland, sondern auch Händler aus aller Welt. In der Gegend um Mahajanga finden sich begehrte Abbaustellen. Das Museum berichtet davon und macht die Besucher aufmerksam auf die verborgenen Schätze des Bodens. Auch das bei Weitem noch nicht erforschte Höhlensystem von Anjohibe, ein weitverzweigtes Netz an unterirdischen Schluchten, Kathedralen und Ablagerungen, findet im Museum Erwähnung.

Über die Geologie führt das Museum in die Geschichte der Region und in ihre kulturelle Dimension. Mahajanga stand immer im Focus des transmaritimen Handels im westlichen Indischen Ozean. Daraus entstanden Handelsposten und gar Städte mit swahilisch-arabischem Flair. So erinnert die Altstadt von Mahajanga mit ihren schweren Holztüren, verziert mit Schnitzereien und Metallknöpfen an Zanzibar. Diese Episode von ein paar hundert Jahren ist noch nicht aufgearbeitet.

Das Mozea Akiba Museum gibt ethnologische Einblicke in die Volksgruppe der Sakalava, der vorherrschenden Ethnie der Region. Diese musste sich aber vor 200 Jahren dem Volk der Merina aus dem Hochland unterwerfen. Das Museum zeigt historische Fotos von Merina-Festungen entlang der Westküste.

Dieses Universitätsmuseum ist das einzige Museum in Mahajanga und versucht daher, die Region ganz breit zu betrachten. Museumsdidaktik ist in Madagaskar noch ein kleines Wort. Zudem ist das Budget schmal und daher muss der Anspruch an Unterhalt und Präsentation tiefer geschraubt werden. Doch der Ort auf dem Gelände der Universität wird gern von Schulklassen besucht. Für viele Schüler und Schülerinnen öffnet das Museum ein neues Fenster zu Ihrer Umwelt.

Während Ihres Besuchs der Küstenstadt Mahajanga können sie gerne das Mozea Akiba Museum besuchen. Die Infotexte sind in französischer Sprache geschrieben.

Schuhmanufaktur in Madagaskar

Schuhmanufaktur in Madagaskar

Erfahrene Schuhmacher fertigen Schuhe in der Schuhmanufaktur in Madagaskar an

In Madagaskar fand ein junger Unternehmer nicht jene Schuhe für sich, die er sich wünschte. Nun stellt er sie selber her. Seine Schuhfabrik mitten in der Hauptstadt Antananarivo ist ein Zimmer gross, beschäftigt aber vier Leute. Alles erfahrene Schuhmacher.

Madagaskar hat eine lange Tradition in der Herstellung von Schuhen. Es gab sogar noch bis in die 1980er-Jahre eine Schuhfabrik des tschechischen Herstellers Bata. Nur ein einziger etwas grösserer Betrieb hat überlebt und ein paar einzelne Schuhmacher, die auf Bestellung Schuhe anfertigen. Oft Luxusmodelle aus Krokodilleder in der Höhe eines Jahresgehalts eines Lehrers. Derweil wird der Markt überschwemmt mit billigem Schuhwerk aus China, oft Plastikware.

Zu sagen ist, dass auch heute noch die Mehrheit der Landbevölkerung barfuss geht. Falls auf dem Land jemand Schuhe trägt, dann sind es meist Plastiksandalen ‘made in China’ oder selbstgefertigte Sandalen aus Autoreifen. Dabei verfügt Madagaskar mit seinem Reichtum an Rindern über ausgesprochen gutes Leder. Das madagassische Zebuleder ist auf dem Weltmarkt gefragt und wird exportiert, so auch nach Italien, um Schuhe herzustellen.

Gegen den Trend der Importware produziert Mparany Ratsimbazafy mit einem kleinen Team zwar auch Schuhe nach Mass und dies mit Maschinen des letzten Jahrhunderts. Doch seine Preise sind erschwinglich.

‘Ich produziere meine Schuhe so, wie ich es für mich selbst wünsche. Qualität und Handwerk sind mir wichtig’, sagt er stolz und hat daher seine Marke ‘Liberty’ genannt.

Der Betriebsökonom arbeitete nach seinem Studium in verschiedenen Branchen und traf dann – Zufall – einen ehemaligen Schuhmacher der alten Bata-Fabrik. Mit einer Minimalinvestition begannen sie 2015, Schuhe herzustellen: viel Handarbeit, betagte Maschinen, aber mit der Qualität von hochwertigem Leder und Meisterhänden. Ein paar Schuhe anzufertigen dauert normalerweise etwa eine Woche bis zur Lieferung. Potentielle Kunden finden das Atelier kaum im Gewirr der innerstädtischen Gassen von Antananarivo. Natürlich wäre ein richtiger Showroom an einem frequentierten Ort ein gravierender Vorteil. Doch derweil begnügt sich der Schuhfabrikant mit einer Holzwand, die das Atelier von der Schuhausstellung trennt.

Der Firmenchef Mparany agiert als Unternehmer, Arbeitgeber, Webmaster, Verkäufer. Multitasking gehört für den 30-Jährigen zum Alltag. Mparany Ratsimbazafy wurde als junger Start-up-Unternehmer bereits ausgezeichnet – in Konkurrenz zu 34 anderen Kandidaten.

Im Rahmen eines Aufenthalts mit PRIORI können Sie die Schuhmanufaktur in Madagaskar zu Beginn Ihrer Reise besuchen. Auf Wunsch fertigt das Mikrounternehmen auch Schuhe nach Mass für Sie an. Am Ende Ihrer Reise sind die Schuhe fertig: ‘vita gasy’ (in Madagaskar hergestellt).

Wäsche waschen in Madagaskar

Wäsche waschen in Madagaskar

Wie wäscht man eigentlich Wäsche in Madagaskar?

Eine Reise durch Madagaskar verursacht Schweiss und Staub. Also Wäsche. In so gut wie allen Hotels kann man seine Wäsche zur Reinigung geben. Allerdings sind dazu meist zwei Nächte Aufenthalt nötig. Am Abend ankommen und morgens seine gewaschenen Kleider entgegennehmen geht nicht.

Zwei Tipps sind wichtig:

Nehmen Sie Waschmittel in Tubenform mit für Ihre Handwäsche. Die Kleider sind ja meist einfach verschwitzt und nur etwas staubig. Am Abend handgewaschen sind sie morgens trocken. Im Hotelzimmer. Ein mitgebrachter (aufblasbarer) Kleiderbügel erleichtert den Trocknungsvorgang. Auf dem Hochland wird im Juli ein Hemd über Nacht kaum trocken, im Oktober hingegen schon.

Bei einem Aufenthalt von zwei Nächten im gleichen Hotel ist es so gut wie immer möglich, seine Wäsche abzugeben und vor der Weiterreise wieder in Empfang zu nehmen. Draussen im Land hat so gut wie keines der Hotels eine Waschmaschine oder gar einen Tumbler. Gewaschen wird von Hand und getrocknet wird die Wäsche an der Sonne und im Wind.

Das Waschen der Kleider ist in den Hotels relativ teuer und die Wäscherinnen kriegen nur einen mageren Anteil davon. Daher mag es sein, dass die Waschfrau Ihnen die Wäsche direkt übergeben will und das Geld gleich einkassieren möchte. In Umgehung der Hotelverwaltung ergibt dies auch die Möglichkeit einer Preisreduktion. Seien Sie hier gnädig mit der Waschfrau und bezahlen Sie, was sie verlangt.

Bedenken Sie auch, dass an vielen Orten Wasser ein kostbares Gut und Seife teuer ist.

Gehen Sie davon aus, dass Sie sowieso zuviel Kleider für Ihre Tour durch Madagaskar mitnehmen. Für einen Mann reichen zwei oder drei Hemden, die unterwegs gewaschen werden. Eine Frau mag zwar etwas mehr Kleidung veranschlagen, aber tatsächlich mit etwas Waschplanung auch mit weniger Kleidervolumen auskommen. Gut zu wissen ist, dass in Madagaskar die Kleidungsvorschriften sehr locker sind.

Die Kleiderwahl hängt natürlich von der Jahreszeit und der Reiseroute ab.

Die Jahreszeiten sind gegenläufig zu den europäischen. Im Juli ist es kalt und im Januar sehr heiss.

In Madagaskar sind drei Höhenlagen zu beachten:

Meereshöhe, Hochland und alpine Zonen. Im Juli ist es auf Meereshöhe tagsüber um die 20 Grad warm, auf dem Hochland (Antananarivo – Fianarantsoa) um die 10-15 Grad und in alpinen Regionen (Pic Boby) auf Nullgradniveau. Nachts jeweils 10 bis 15 Grad kälter. Im Januar hingegen bewegen sich die Temperaturen überall 10 und mehr Grad höher. Im Januar ist auf Meereshöhe mit 35 Grad und mehr zu rechnen. Die Temperaturschwankungen tagsüber werden von Reisenden oft übersehen und führen zu Erkrankungen. Ein typischer Tag im August in Antananarivo beginnt morgens um 7 Uhr mit 18 Grad, mittags mit 24 Grad und um 17 Uhr mit 25 Grad. Sobald aber die Sonne um 17 Uhr 30 untergeht, fällt die Temperatur schnell auf 15 Grad. Um 20 Uhr mag es dann empfindlich kalt sein — und man ist noch im T-Shirt. Entscheidend ist immer, ob und wie stark es windet.

Was krank macht ist meist nicht die Tagestemperatur, sondern der Wind, respektive der Durchzug. Die Häuser sind meist nicht „windgeschützt“ gebaut. Im Auto neigt man zu Frischluft = Durchzug.

Typischerweise erkälten sich viele Reisende auf dem Rückflug: sie steigen mit leichter Kleidung ins Flugzeug und während des zehnstündigen Fluges führt die Dauerventilation zur Erkältung.


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PRIORI-Kleingruppenreisen 2020

PRIORI Kleingruppenreisen 2020

Unsere PRIORI-Kleingruppenreisen 2020 nach Madagaskar fallen Corona-bedingt aus:

Alle unsere Madagaskar Kleingruppenreisen 2020 werden von einer deutschsprachigen Reiseleitung begleitet. Wir führen jedes Jahr einige Kleingruppenreisen zu spannenden Themen und an ausgewählte Orte in Madagaskar durch.

Erleben Sie Madagaskar in kleinen Gruppen von 4 bis 12 Personen, mit Gleichgesinnten. Tauschen Sie sich über Ihre Erlebnisse aus und geniessen Sie die gemeinsamen Entdeckungen.


Termin und Übersicht über unsere Madagaskar–Kleingruppenreisen 2020:

Kulinarische Reise                                                                                                                So., 29. März – Mo., 13. April 2020

Blumenblüte La Mariée und Vanille                                                                        Sa., 02. – So., 17. Mai 2020

Komoren und Madagaskar                                                                                          Sa., 06. – So., 28. Juni 2020

Exklusives Ostküstentrekking                                                                                      Sa., 13. – So., 28. Juni 2020

Quer durch den Norden                                                                                                  Sa., 11. Juli – So., 02. August 2020

Von Lemuren zu den Buckelwalen                                                                        Sa., 08. – So., 30. August 2020

Frauenreise „ladies only“                                                                                                Do., 10. – So., 27. September 2020


Weitere PRIORI–Kleingruppenreisen 2020 in Afrika und Asien:

Sénégal – Flussfahrt auf dem Sénégal                                                                      Mi., 29. April – Mi., 13. Mai 2020

La Réunion – Kreolische Farben                                                                          Do., 01. – Fr., 16. Oktober 2020

Äthiopien – Steinreich von Tigrai und Seengraben                                        Fr., 30. Oktober – Sa., 21. November 2020

Guinea-Bissau – Unberührtes Westafrika                                                          Mo., 02. – So. 15. November 2020

Myanmar – Mit Buddhas Lächeln im Gesicht                                                 Sa., 07. Nov. – So., 06. Dezember 2020


Kontaktieren Sie uns für weitere Informationen! Wir beraten Sie gerne!


PRIORI Madagaskartag

PRIORI Madagaskartag 2019: Das Madagaskar-Holzvelo im PRIORI Madagaskarhaus
Das Madagaskar-Holzvelo im PRIORI Madagaskarhaus

Wir feiern in diesem Jahr das 25-jährige Bestehen unserer Reiseorganisation PRIORI in Madagaskar sowie unser 10-jähriges Madagaskartag-Jubiläum

Aus diesem Grund möchten wir feiern und alle unsere Madagaskarfans sowie Reiseinteressenten in diesem Jahr wieder herzlich zu unserem PRIORI Madagaskartag 2019 einladen! So präsentieren wir Ihnen gemeinsam mit unserem Verein Tsarabe Madagaskar in diesem Jahr einen vollen Tag rund um die grosse Tropeninsel Madagaskar, mit spannenden Vorträgen, erfahrenen Madagaskarexperten, Foto-Slideshows, interessanten Insidertipps sowie den Austausch rund um die Insel im Indischen Ozean.

Das PRIORI-Team gibt gerne Auskunft, beantwortet ausführlich Ihre Fragen und berät Sie ebenfalls zu Ihrer nächsten Reise nach Madagaskar. Auch Bücher sowie originale Produkte aus Madagaskar können hier erworben werden. Wir freuen uns, Sie auf unserem nunmehr zehnten Madagaskartag begrüssen zu dürfen!

Allen Teilnehmern werden wir unser neuestes Buch „Madagaskar. Kultur und Kulinarik“ schenken. Auf 150 Seiten finden sich darin Texte und Fotos zu diesem Thema.

PRIORI Madagaskartag 2019: ET corporate logoEbenfalls hat uns Ethiopian Airlines zu unserem Anlass zwei Flugtickets nach Madagaskar versprochen. Der/die Hauptgewinner/in wird mit Partner-anhang auf die Tropeninsel reisen können. Die Verlosung findet noch am selben Abend statt.

am Samstag, den 23. November 2019

von 10:00 Uhr bis ca. 18:00 Uhr

in der Heilpädagogischen Schule in Münchenstein, bei Basel
(Lärchenstrasse 7, 4142 Münchenstein)

Der Eintritt ist wie immer frei.

Auch dieses Jahr werden wir Ihnen gegen einen Unkostenbeitrag gerne ein
madagassisch inspiriertes Mittagessen reichen.

Um verbindliche Anmeldung zum PRIORI-Madagaskartag 2019 sowie zum Mittagessen wird gebeten unter info@priori.ch oder telefonisch unter +41 (0)61 332 19 27.

PRIORI Madagaskartag 2019 – Agenda und Vortragsthemen:

Vorträge PRIORI-Madagaskartag 2019


Wegbeschreibung zur HPS in Münchenstein:
  • Tram Nr. 11 bis Haltestelle Loogstrasse – Loogstrasse Richtung Katholische Kirche (100 m) – erste Abzweigung links: Lärchenstrasse.
  • (Für SBB-Anreisende: mit der SBB bis Bahnhof SBB Basel, dann im Vorplatz rechte Seite das gelbe Tram Nr 11 nehmen (der ‘Kopf’ des Trams muss in Richtung Bahnhofgebäude schauen), danach die 8. Haltestelle (Loogstrasse) aussteigen, über die Geleise im rechten Winkel in die Loogstrasse in Richtung Kirchenturm gehen. Sobald die Kirchenuhr gut sichtbar ist, links abbiegen (Distanz von Tramhaltestelle bis zur Schule: 200 m)
  • Mit dem Auto nach Basel Dreispitz fahren, dann Tram Nr. 11 folgen – Bei der Haltestelle Loogstrasse (aus Basel herkommend) links abbiegen – erste Abzweigung links (100 m) nehmen: Lärchenstrasse.
  • Anreiseplan: https://map.search.ch/4142-muenchenstein/laerchenstr.7?z=512

Vogelarten in Madagaskar

Vogelarten in Madagaskar: Isalo Nationalpark Vogel

Auf einer Reise durch Madagaskar sind die vielen Vogelarten in Madagaskar stets präsent.

Sogar mitten in der Hauptstadt Antananarivo trillert und trällert es, vor allem morgens. Zu beobachten sind oft sehr bunte und für uns Europäer ganz unbekannte Arten. Wer vorher dachte, «Birding» (Vogelbeobachten) sei nur für speziell Interessierte, merkt schnell, dass man nicht nur selber neugierig wird, sondern auch gerne wissen möchte, wie diese verschiedenen exotischen Vogelarten heissen.

Madagaskar ist anderthalb Mal so gross wie Deutschland und hat rund 300 verschiedene Vogelarten. Ungefähr 100 davon sind endemisch, kommen also nur in Madagaskar vor. Für Vogelinteressierte bietet eine Reise durch Madagaskar viele Möglichkeiten, mehrere der endemischen Vogelarten zu beobachten.

Manche Vogelarten triff man fast überall auf der ganzen Insel und andere, wie zum Beispiel der Vorompano (Rotschwanz-Tropikvogel) nur in bestimmten Regionen oder sogar nur in sehr lokalen Kleingebieten. Viele der Vogelarten stehen leider wegen der gravierenden Abholzung und der Klimaänderung auf der Roten Liste der bedrohten Arten.

Eine der meist verbreiteten Vogelarten ist der Myna (Hirtenmaina) mit seinem sehr charakteristischen gelben Schnabel und der gelben Brille. Sein charakteristischer Gesang ertönt frühmorgens schon bevor dann der Verkehrslärm den Geräuschpegel anhebt. Auch der Railovy (Königsdrongo) und der Fody (Madagaskarweber) sieht man fast über das ganze Land.

Doch nicht alle Vogelarten in Madagaskar sehen exotisch aus. So ähneln zum Beispiel der Vintsy, der Takodera oder der Vanokasira unserem Eisvogel, dem Wiedehopf oder dem Graureiher. Erst bei näherem Hinschauen entdeckt man kleine, für Laien unsichtbare Unterschiede.

Verschiedene Vogelarten in Madagaskar

Natürlich kann man in Madagaskar das ganze Jahr über Vogelarten beobachten, aber wenn Sie Zugvögel wie zum Beispiel die Rosa Flamingos beobachten möchten, ist Mitte September bis Mitte November die beste Reisezeit.

Für Reisende lohnt es sich, ein gutes Vogelhandbuch mitzunehmen. Wir von PRIORI Reisen haben immer folgende zwei Bücher (beide auf englisch) im Reisegepäck: «Birds of Madagascar and the Indian Ocean Islands» (von Frank Hawkins, Roger Safford und Adrian Skerrett) und «Wildlife of Madagascar» (von Ken Behrens & Keith Barnes). Das erste Buch ist spezifisch nur für Vogelarten und das zweite für alle Tierarten in Madagaskar.

Was sonst unbedingt mit auf Reise muss, ist ein gutes Fernglas und gute Objektive für Fotografen. Wenn Sie früh aufstehen, können Sie bereits in vielen der hoteleigenen Gärten ganz viele Vogelarten schon vor dem Frühstück beobachten. Für eine Wanderung in einem der vielen Nationalparks lohnt es sich bei dem lokalen Guide nachzufragen, wie gut er (oder sie) sich in der örtlichen Ornithologie auskennt. Denn nebst dem Beobachten ist es unterwegs auch interessant, viele Informationen zu bekommen und Fragen direkt vor Ort beantwortet zu erhalten.

Wenn Sie Madagaskar und seine spannende Vogelwelt besuchen möchten, schicken Sie uns eine Mail mit Ihren Wünschen und wir werden für Sie massgeschneidert eine erlebnisreiche und spannende Reise durch Madagaskar ausarbeiten.

Infoabend: Madagaskar im Madagaskarhaus

Baobaballee-in-der-Abenddämmerung

Infoabend zur PRIORI-Kleingruppenreise „Quer durch den Norden“ am Mittwoch 20. März von 18 bis 20 Uhr: Madagaskar im Madagaskarhaus (Holeestrasse 3) zu Basel

Reiseleiterin und Buchautorin Ellen Spinnler berichtet über diese Tour und untermalt ihren Kurzvortrag mit eindrücklichen Bildern. Während des Infoabends können Sie sich ausführlich zur Kleingruppenreise in den hohen Norden von Madagaskar beraten lassen.

Unsere Reise „Quer durch den Norden“ beginnt in Diégo-Suarez und führt uns durch vielfältige Landschaften eindrücklich zurück in die Hauptstadt Antananarivo im Herzen der grossen Insel im Indischen Ozean. Unterwegs besuchen wir die seltsame Steinlandschaft der Tsingy, wir wandern in tropenfrischen Wäldern und durchqueren Savannen voll von Palmen und meereswogenden Gräsern. Wir fahren auch hinaus auf den Kanal von Mosambik, wo wir eine seinerzeit gefürchtete Gefängnisinsel mit ihren zerfallenen Mauern sowie verrosteten Türen besuchen.

Termine der Kleingruppenreise „Quer durch den Norden“

  • So., 14. Juli – Mo., 05. August 2019
  •  So., 18. August – Mo., 09. September 2019

Die nächsten Infoabende zu Madagaskar sind: