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Heilpflanzen in Madagaskar

Die Insel Madagaskar ist nicht nur die Insel der Gewürze, sie ist auch die Heimat von vielen unerforschten Heilpflanzen.

Einige davon sind den internationalen Pharmakonzern bekannt. Zum Beispiel Kräuter gegen Asthma, Blätter gegen Diabetes, sowie Salben für eine schnelle Wundheilung.

Seit Jahrhunderten kennen die Dorfbewohner ihre eigenen Mittel gegen ihre Beschwerden. Sie bestehen meist aus örtlich vorhandenen Heilpflanzen. Die Leute wissen genau, wo die medizinisch wirksamen Substanzen sitzen. Mal in den Blättern oder im Spross, in den Wurzeln, in den Blüten und manchmal in der Rinde oder den Samen.

Zu den eingeführten Heilpflanzen in Madagaskar gehören die Eukalyptusbäume aus Australien, die Blätter von der Sorte „Kininimpotsy“, also die weissen Eukalyptusblätter, sind ein wirksames Mittel gegen Malaria. Die Blätter werden von den Einheimischen gekocht und abends vor dem Schlafengehen inhaliert oder getrunken.

Von den vielen pharmazeutischen Pflanzen, die zum Teil eine wichtige Rolle in der Volksmedizin spielen, gehört die madagassische „Rosy Periwinkle“ oder „Hundsgiftgewächse“ mit dem lateinischen Namen „Catharantus roseus“. Diese Heilpflanze liefert viele Alkaloide, deren Inhaltstoffe beim Kampf gegen Leukämie oder Blutkrebs eingesetzt werden. Der deutsche Name ist „Immergrün“. Das ursprünglich madagassische Immergün wird inzwischen kommerziell ausserhalb von Madagaskar angebaut. So beispielsweise in Amerika.

Viele endemische Bäume wie der „Ravintsara“ oder auch Gräser wie das Zitronengras, auch nützliche Gewürze wie die Gewürznelken liefert ätherische Öle.

Das Wissen über Heilpflanzen und ihre Wirkung hat in der madagassischen Gesellschaft einen festen Platz. „Ombiasa“ nennt die Bevölkerung die Hüter dieses Wissens. Sie sammeln die Heilkräuter und geben sie von Generation zu Generation weiter.

Wie es in der Schweiz den Naturarzt Doktor Vogel gab, so lebte in Madagaskar Professor Ratsimamanga. Er war ein leidenschaftlicher Naturkundler und Arzt, der auf die Kräfte der Natur baute. Sein Institut kann heute noch besucht werden und sehr viele Madagassen pilgern dorthin, um sich von den Ärzten behandeln zu lassen.

Dr. Ratsimamanga setzte sich schon vor einer Generation für den Schutz der Natur und der Wälder ein. Er wollte damit das traditionelle Wissen erhalten und eine wichtige Einnahmequelle für die Bevölkerung sichern.

Wir PRIORI helfen Ihnen gern bei der Reiseplanung, damit Sie einen Überblick über diese wichtigen Heilmittel und Medizinpflanzen in Madagaskar haben. Bitte zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren.

Veloma und bis bald in Madagaskar !

Einreisebestimmungen 11. April 2022

Salama ô!
Heute am 11. Mai 2022 gebe ich Ihnen einen Überblick über die aktuelle Gesundheitslage des Corona-Virus auf Madagaskar.

Die Grenzen von Madagaskar sind seit dem Monat März wieder geöffnet. Ebenso dürfen wieder etliche Fluggesellschaften hier in Madagaskar landen.
Bei der Einreise nach Madagaskar sind andere Impfungen nicht obligatorisch.

Dies ist der Stand heute Mittwoch,11. Mai 2022. Für weitere Fragen zu den Einreisebestimmungen nach Madagaskar sowie zur Madagaskarreise, kontaktieren Sie uns bitte!

Liebe Grüsse aus Madagaskar.
PRIORI www.madagaskarhaus.ch

Das Piratenmuseum

Wir von PRIORI haben auch das erste und einzige Piratenmuseum in Madagaskar erstellt.

Das Piratenmuseum wurde 2008 eingeweiht. Seiher hegen und pflegen wir es und empfangen viele Besucher und Besucherinnen aus aller Welt.

Zudem berichtet eine Sonderausstellung über das abenteuerliche Leben des Grafen Benyowsky. Der Zeitgenosse von Naopelon ernannte sich selbt zum König von Madagaskar und suchte umtriebig nach Sponsoren. Die mehrfach verfilmte Geschichte dieses Edelmannes endete tragisch: die Franzosen brachten ihn um.

Der Name des ungarisch-slovakisch-polnischen Grafen wird ganz unterschiedlich geschrieben:
Moritz Benyowsky, Moritz Benyowski, Moritz August Benjowski, Móric Ágost Benyovszky , Móric August Beňovský


Im Mai 2022 besuchte uns der ungarische Reisende József ZELEI, der mit seinem Fahrrad den Spuren von Benyowsky folgt. So war er im ostrussischen Halbinsel Kamtschaka, wo Benyowsky in Gefangenschaft war, floh und über Japan und den Indischen Ozean nach Madagaskar gelangte.

Wir erlaubten József ZELEI, im Piratemuseum seine Gedenktafel anzubringen. (mehr zu József ZELEI in ungarischer Sprache)

WELTFAHRRADTOUR FÜR DEN FRIEDEN

FAHRRADTOUR FÜR DEN FRIEDEN – ZUR ERINNERUNG AN GRAF BENYOVSZKI 2022

Dieses Denkmal wurde von JOZSEF ZELEI, der Botschafter der Weltfahrradtour für den Frieden, und berühmter ungarischer Radfahrer, geschenkt, um Graf BENYOVSZKI Ehre zu erweisen.
Graf Benyovski starb hier auf der Insel Madagaskar.

Piratenmuseum Antananarivo, den 11. Mai 2022

Pfeffer in Madagaskar

Salama tompoko,

Madagaskar gilt als die Insel der Gewürze, denn die klimatischen Bedingungen für den Anbau von Vanille, Gewürznelken, Zimt, Pfeffer sind an der Nordostküste Madagaskars besonders günstig.

Heute werde ich Ihnen über eine wichtige Gewürzpflanze in Madagaskar berichten: der Pfeffer

Die Pfefferpflanze ist eine rankende Kletterpflanze, die sich mit Haftwurzeln an eine Wirtpflanze verankert. Sie bevorzugt schattige Standorte und wird in Mischkulturen wie Kaffee, Kakao mit schattigen Bäumen angepflanzt, die gleichzeitig auch als Kletterhilfe dienen.

Der grüne, rote, schwarze und weisse Pfeffer stammen übrigens von ein und derselben Pfefferpflanze.

Schwarzer Pfeffer bekommt man aus den unreifen grünen Steinfrüchten, die ganzen Früchte werden dabei gepflückt und in Salzlake oder Öl aufbewahrt, weil er sonst rasch oxidiert und braun wird.

Zur Reifezeit werden die Steinfrüchte rot, die Grünen und die roten Pfeffer werden gelagert bis die Körner fermentieren, anschliessend werden die Körner an die Sonne getrocknet bis sie schwarz werden. Das Pfefferaroma wird durch das scharf schmeckende Piperin und ätherische Öle der Fruchtschale hervorgerufen.

Zur Herstellung von weissem Pfeffer werden die reifen Früchte gepflückt und während rund 10 Tagen gewässert, bis sich die Fruchtschale gelöst hat. Dann werden die Samen getrocknet und gemahlen. Dieser weisse Pfeffer ist leider weniger aromatisch als der schwarze Pfeffer.

Die Pfefferpflanze und die „Voatsiperifery“, also der rote wilde Urwaldpfeffer, wachsen im feucht warmen tropischen Norden und in den Ostengebieten Madagaskars. Der Voatsiperifery gilt als der teuerste Pfeffer der Welt, denn pro Jahr werden nur etwa 1,5 Tonnen dieses edlen aromatischen Gewürzes produziert.

Zebufleisch mit grüner Pfeffersosse ist ein sehr beliebtes und leckeres Gericht auf Madagaskar.

Dann gibt es auch diesen berühmten Spruch: Geht doch zur Insel, wo der Pfeffer wächst. Das betrifft unsere Gewürzinsel Madagaskar. Wir von PRIORI laden wir Sie ein, unsere einzigartige Insel zu entdecken und gern helfen wir Ihnen bei der Planung Ihrer Madagaskarreise.

Herzliche Grüsse und bis bald hier im Pfefferland !

Einreisebestimmungen Madagaskar Mai 2022

Heute am 28. April 2022 gebe ich Ihnen einen kurzen Überblick über die Situation zum Corona-Virus in Madagaskar sowie die Ein- und Ausreisebestimmungen auf unserer Insel.

In den letzten Monaten ist die Zahl der Corona-Kranken in Madagaskar stark gesunken. Seit einigen Wochen wurden keine neuen Corona-Infizierten mehr auf der ganzen Insel identifiziert. So konnten wir seit zwei Jahren die Osterfeiertage mit unserer Familie und unseren Lieben wieder „normal“ verbringen.  Am Ostermontag waren viele Familien unterwegs, die meisten fuhren ausserhalb des Stadtzentrums zum Picknick. Sie wollten endlich mal wieder die lärmende Stadt verlassen und die beiden freien Tage mit der Familie verbringen.

Seit März haben die madagassischen Behörden die Gesundheitsmassnahmen für die Einreise nach Madagaskar gelockert. Die Grenzen von Madagaskar sind wieder geöffnet. Und ab dem 22. April hat die madagassische Regierung die Wiederaufnahme der Fernflüge mit Air France, Air Mauritius, Ethiopian Airlines, Turkish Airlines, usw. nach Madagaskar wieder erlaubt.

Bei der Einreise nach Madagaskar muss man das negative Ergebnis eines PCT Tests vorweisen, der maximal 72 Stunden vor dem Einsteigen durchgeführt wurde. Impfungen sind nicht obligatorisch für eine Reise nach Madagaskar. Bei der Ankunft am Flughafen Antananarivo muss man einen Antigen-Test machen. Wenn das Resultat dieses Schnelltests negativ ist, dürfen sich die Reisenden frei bewegen, denn es gibt keine obligatorische Quarantäne mehr.

Das Visum erhält man gleich vor Ort bei Ankunft im – übrigens ganz neuen Flughafen – hier in Antananarivo.

Beim Heimflug ist das Vorlegen des negativen Ergebnisses eines RT-PCR Tests obligatorisch, der maximal 72 Stunden vor dem Einsteigen durgeführt wurde.

Natürlich kann sich die Corona-Situation hier wie überall wieder ändern. Aber wir halten Sie informiert.

Nun also können Sie wieder „normal“ nach Madagaskar reisen! Das PRIORI Team freut sich sehr, Sie bei der Planung Ihrer Madagaskarreise zu helfen.

So bis bald und liebe Grüsse aus Madagaskar.

Kakao in Madagaskar

Der Kakaobaum (Theobroma cacao) ist in Mittelamerika und im nördlichen Teil von Südamerika beheimatet. Das griechische Wort Theobroma bedeutet so viel wie „Götterspeise“.

Der bis rund 12 m hohe Strauch wächst in Plantagen unter schattenspendenden Bäumen. Der leichteren Ernte wegen werden die Bäume niedrig gehalten.

Die kleinen rötlichen Blüten entspringen büschelweise unmittelbar am Stamm (Kauliflorie oder Stammblütigkeit), das heisst Blüten und Früchte wachsen direkt aus dem Stamm.

Die Kakaofrüchte sehen wie aus wie dicke Gurken und enthalten zahlreiche Samen, die in einem weissen, süssen und schleimigen Fruchtmus eingebettet sind.

Zur Gewinnung der Kakaobohnen müssen die reifen Samen aufbereitet werden. Die Verarbeitung der Bohnen beginnt mit dem Fermentieren bei etwa 45 Grad in Schwitzkästen. Während dieses Gärungsprozesses werden die zuckerhaltenden Stoffe abgebaut. Mit der Wärme nimmt der Samen die typische schokoladenbraune Farbe an. Nach der Gärung werden die Samen bei etwa 60 Grad Celcius geröstet und enthalten, neben vielen anderen Stoffen, vor allem Fett, Eiweiss, sowie anregende Stoffe wie Theobromin und Koffein.

Ein Grossteil des Kakaobutters, der ein wichtiges Nebenprodukt darstellt, wird zur Herstellung von Schokolade und Pralinen verwendet, aber auch zu pharmazeutischen und kosmetischen Zwecken.

Die grösste Kakaoplantage in Madagaskar befindet sich im fruchtbaren Agrargebiet rings um die Stadt Ambanja entlang des Flusses Sambirano. Das dortige Klima ist mild und gefällt dem Kakaobaum sehr. Der Kakao von Madagaskar ist eines der Hochqualitätsexportprodukte der Insel.

Es gibt viele kleine Kakobauern im Sambirano-Tal. Den Familienbetrieb „Chocolaterie Robert“ existiert seit Generationen. Chocolat Robert ist der grösste Schokoladenproduzent von Madagaskar. Geniessen Sie die madagassische Schokolade und besuchen Sie die Kakaoplantagen.

Wir von PRIORI organisieren Entdeckungsreisen, die zu den Naturschönheiten unserer Insel führen und wir helfen Ihnen gern bei der Reiseplanung Ihrer Madagaskarreise.

Also veloma und bis bald auf der Insel

Lemuren in Madagaskar

Salama o!
Die Insel Madagaskar ist besonders bekannt für ihre endemischen Tiere und die Lemuren gehören zu der grössten Gruppe der Säugetiere in Madagaskar.

Diese Halbaffen gibt es ausschliesslich nur hier in Madagaskar. Sie leben in den Naturreservaten oder in den unterschiedlichen natürlichen Lebensräumen.

Die grössten Lemuren Madagaskars sind die Indri Indri oder „Babakoto“ auf Madagassisch. Sie sehen wie ein kleiner Bär aus, wiegen zwischen 6 und 10 Kilo und ihre Körperlänge kann bis 70 und 90 cm erreichen. Sie können sich beim Springen in der Luft umdrehen. Zu sehen sind sie besonders bei einer Tageswanderung in den vielen Reservaten und Nationalparks von Andasibe.

Die schwarzen Diademsifakas sind ebenfalls ziemlich gross. Sie leben im östlichen tropischen Bergregenwald wie im Nationalpark von Andasibe oder im Nationalpark von Ranomafana, denn sie ernähren sich von verschiedenen frischen Blättern, Früchten und Blüten. Sie sind tagaktiv und deswegen auch in den Wäldern leicht zu beobachten.

Im privaten Reservat von Berenty haben die Larvensifaka und die Kattalemuren ihr Refugium gefunden. Die Larvensifaka gehören zur Familie der „Indri-Arten“. Alle Sifakas sind Blattfresser und sind auch bekannt unter dem deutschen Namen „tanzende Lemuren“, da sie sich mit enormen und eigenartigen Sprüngen auf zwei Beinen bewegen können. Die Kattalemuren sind ohne Zweifel die populärste Lemurenart, schon wegen der auffälligen Färbung mit den schwarz-weiss geringelten Schwänzen. Sie gehören auch zu den tagaktiven Lemuren.

Bei einer Abendwanderung in einigen Nationalparks kann der kleinsten Primate der Welt, also die Mausmakis mit nur 25 bis 30 Gramm Lebendgewicht, beobachtet werden. Die niedlichen Mausmakis ernähren sich von süssen Früchten und saftigen wilden Beeren. Mit einer Taschenlampe sind sie leicht zu finden. Die Wieselmakis gehören zu den schönsten der nachtaktiven Tiere.

Das nachtaktive Aye-Aye oder das Fingertier lebt ungestört auf der unbewohnten Insel „Reserve spéciale Nosy Mangabe“ oder auch im privaten Reservat Ankanin’ny Nofy am Pangalanes-Kanal. Im Vergleich zu den anderen Primaten sieht dieser sehr seltene AyeAye sehr komisch aus. Seine Finger sind knochig dünn und extrem lang, daher kommt der Name „Fingertier“. Mit den langen Fingern klauben die Aye-Aye die Insektenmaden aus den morschen Bäumen oder sie löffeln das süsse Fleisch aus den Baumfrüchten des Regenwaldes.

Tierbeobachtungen gehören zu den Highlights einer Reise nach Madagaskar. Natürlich gibt es noch viele andere Lemuren-Arten in Madagaskar und seinen Naturparks und Regenwaldreservaten. Madagaskar ist sehr vielfältig!

Für Frage zu Ihrer Madagaskarreise, kontaktieren Sie uns bitte!

Liebe Grüsse aus der Lemureninsel!

Ravinala in Madagaskar

Salama aus Antananarivo. Heute werde ich über eine typische Pflanze in Madagaskar berichten. Sie ist auch ein Symbol der madagassischen Ostküste: die Ravinala. Also die Fächerpalme.

Diese endemische Pflanze  „Ravenala Madagascariensis“ ist an ihren riesigen Fächern zu erkennen. Die Blattstiele sind an der Basis fast wie ein geflochtener Korb zusammengefügt.

Ihre Wedel wachsen fächerartig aus dem Stamm heraus und zwischen dem Stamm und dem Blattansatz bildet sich eine Höhle, in der sich das Regenwasser sammelt und für lange Zeit kühl und trinkbar ist. Für die einheimischen Wanderer, die ein paar Tage unterwegs sind, bedeutet diese Pflanze einen willkommenen Wasservorrat und davon kommt auch der deutsche Name „der Baum der Reisenden“.

Dieser Baum der Reisenden ist ein Zeichen für die gerodete Waldflächen, die nicht mehr kultiviert und der Natur überlassen werden. Diese Pflanze gedeiht natürlicherweise im Regenwald. Sie liebt die Sonne und bevorzugt Lichtungen im Regenwald und in den Bergwäldern. Meist aber ist sie heutzutage in den Sekundärwäldern an der Ostküste von Madagaskar zu finden.

Die getrockneten Blätter dienen in Madagaskar als wichtige Baumaterialien. Sie bedecken die Palmhütten an der Küste und mit den Blattstielen werden die Seitenwände der traditionellen Häuser gefertigt.

Die Samen werden auch gemahlen und werden von den Küstenbewohnern gern gegessen.

Die endemische Pflanze „Ravenala“ kommt ausschliesslich nur in Madagaskar vor. Sie gilt als Nationalbaum von Madagaskar. Sie ist auch das Symbol der Fluggesellschaft Air Madagaskar.

Diese schöne Zierpalme wird aber seit Jahrzehnten weltweit exportiert und dekoriert viele exotische Parks und Hotelanlagen in aller Welt, denn die fächerartige Anordnung der Blätter ist ausgesprochen dekorativ.

Madagaskars Flora ist einmalig und viele Pflanzen sind endemisch auf der Insel. Wir laden Sie ein, diese Naturschönheiten auf unserer Insel zu entdecken und helfen gern bei der Planung Ihrer Madagaskarreise.

Veloma und bis bald auf der tropischen Insel.

Zebu in Madagaskar

Weidende Zebus gehören zum typischen Landschaftsbild Madagaskars.

Das Zebu ist sogar das heimliche Wahrzeichen unserer Insel.

Das Zebu wird als Buckelrind bezeichnet, auf madagassisch “omby“. Ostafrikanische Einwanderer sollen vor vielen Jahrhunderten Buckelrinder nach Madagaskar eingeführt haben. Eine andere Legende erzählt, dass die madagassischen Zebus von den “heiligen Kühen“ aus Indien abstammen würden.

Grundsätzlich werden hier in Madagaskar die Zebus in traditioneller Art gehalten. Also in extensiver Weidewirtschaft. Im Hochland oder an der Süd- und Ostküste bringen junge Männer die Zebus tagsüber zum Weiden. Die frei weidenden Zebus gehören also überall auf der Insel zum typischen Landschaftsbild. Fast jeder Bauer in ganz Madagaskar hält sich ein paar Buckelrinder.

Die Viehzucht spielt eine sehr wichtige Rolle im Alltagsleben der Madagassen. Das Zebu ist ein wichtiger Fleischlieferant, aber ein schwacher Milchproduzent. Die Tiere dienen als Zugtiere für die mühsame Ackerbestellung und für die schwere Arbeit auf dem Reisfeld. Die Bauer nutzen sie auch als Transportmittel zwischen den abgelegenen Dörfern mit Schotterpisten. Sie transportieren das ganze Jahr über die Ernten, Viehfutter, Dünger oder die verschiedenen Produkte und Lebensmittel zum Dorf oder zum Markt.

Das Rind steht in vielen Regionen im Mittelpunkt der madagassischen Kultur. Besonders im Süden Madagaskars ist das Zebu ein Symbol des Wohlstandes. Dort ist ein Mann nur dann ein Mann, wenn er Rinder besitzt. In einigen Regionen war es traditionellerweise üblich, dass ein junger Mann Zebus stehlen musste, um sich als Mann zu beweisen und somit heiratsfähig zu sein.

Die Zebus in Madagaskar sind auch ein bevorzugtes Opfertier für bestimmte Anlässe: bei der Grundsteinlegung eines Neubaus oder einer Grabstätte, bei einer Hochzeit, bei der Beerdigung, beim Famadihana-Fest (also dem Totenfest).

Sogar die nationale Fussballmannschaft Madagaskars hat Zebuhörner als Emblem. Damit sind die Fussballer ziemlich erfolgreich.

Neben der endemischen Fauna und Flora gehören Zebus auch zu den Highlights einer Madagaskarreise. Für Fragen zu ihrer nächsten Madagaskarreise, kontaktieren sie uns bitte. Herzliche Grüsse aus Antananarivo!

Kaffee in Madagaskar

Manao ahoana Tompoko,

Heute werde ich Ihnen über eine wichtige und weit verbreitete tropische Pflanze in Madagaskar berichten: der Kaffeestrauch.

In Madagaskar spielt Kaffee im Leben der Menschen eine wichtige Rolle als Stärkung zwischendurch und zum Frühstück. Die Tasse Kaffee gehört für viele Madagassen zum täglichen Ritual.

Die Kaffeepflanze wurde vor 200 Jahren von der Nachbarinsel La Réunion nach Madagaskar eingeführt. Das regenreiche und warme Klima und die Bodenbeschaffenheit der Küste sind ideal für diese Pflanze. Der Kaffeestrauch schätzt eine direkte Sonnenstrahlung nicht. Also befinden sich die Pflanzungen meist in Plantagen mit Schattenbäumen.

In Madagaskar werden der „Kaffee Arabica“ im kühleren Hochland angepflanzt und der kältesensible „Kaffee Robusta“ gedeiht sehr gut im feuchtheissen Tiefland. Der bis zu rund 7 Meter hohe Strauch bildet nach paar Jahren weisse, süssliche Blüten, die stark nach Jasmin duften. Diese Blüten entwickeln sich später zu dunkelroten Steinfrüchten und werden als Kaffeekirschen bezeichnet. Die Kirschen werden nach dem Pflücken in der Sonne getrocknet. Die Kaffeebohnen sind jahrelang lagerfähig. Der Rohkaffee wird täglich geröstet, damit er sein feines Aroma nicht verliert.

Morgens strömt ein charakteristischer Geruch aus den Häusern: der im Land konsumierte Kaffee wird in Form von getrockneten Bohnen gekauft und selbst frisch geröstet. Der madagassische Kaffee ist kräftig und aromatisch. Das liegt an seiner speziellen Zubereitung, denn die rohen Bohnen werden mit karamelisiertem Rohzucker oder mit ein paar Reiskörnern in einer Pfanne geröstet. Nach ein paar Minuten werden die aromatischen Kaffeebohnen in einem Holzmörser von den Frauen oder den Kindern zerstampft. Dann wird das Pulver in einem Stoffbeutel gefiltert und so entfaltet der aromatisierte Kaffee seinen unvergleichlichen Geschmack.

Kaffee gehört zur Grundausstattung jeder noch so kleinen Essbude. Ein typisches Bild für die Insel Madagaskar sind ein paar Landarbeiter oder ein paar Bauern, stehend vor den kleinen Essbuden oder vor einem Krämerladen. Hier trinken sie Kaffee, meist schwarz und stark gezuckert.

Vor hundert Jahren war Madagaskar noch ein wichtiger Kaffeelieferant auf dem Weltmarkt, doch inzwischen hat der madagassische Kaffee seinen Stellenwert verloren.

Wir laden Sie ein, diesen aromatischen Kaffee hier vor Ort zu probieren und gern helfen wir Ihnen auch bei der Planung Ihrer Madagaskarreise.

Veloma und herzliche Grüsse aus der Tropeninsel