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Nosy Iranja

1930 – Nosy Iranja

Nosy Iranja liegt ca. 50 km südwestlich der Hauptinsel Nosy Be, nicht weit vom Eingang der berühmten “Bucht der Russen“ entfernt und gehört zu den fünf Inseln, die den Archipel Mitsio bilden. Wegen dieser Entfernung lohnt es sich, ein paar Urlaubstage auf dieser Traumhaften Insel zu verbringen. Die Fahrt mit dem Schnellboot dauert ab der Parfüminsel Nosy Be etwa 2 bis 3 Stunden und ca. 4 bis 6 Stunden mit dem Segelboot. Die Insel gilt vor allem als Nistplatz seltener Meeresschildkröten und die unvergleichlich schönen Tauchgebiete sind ein wahres Paradies für Unterwasser­freunde.

Iranja bedeutet auf madagassisch “die Schildkröte“. Diese Reptilien legen regelmässig ihre Eier am Strand dieser abgelegenen Insel ab, daraus stammt der Name “die Insel der Schildkröten“. Viele Reisegäste zelten gerne in Strandnähe, um die nächtliche Eiablage dieser Tiere zu beobachten. Dieses einmalige Naturschauspiel beim Rauschen des Ozeans ist eines der schönsten und seltensten Erlebnisse auf einer Madagaskarreise!

Diese Perle im indischen Ozean besteht aus zwei Inseln: Nosy Iranja Be oder “die grosse Iranja Insel“ und Nosy Iranja Kely oder “die kleine Iranja Insel“. Sie sind verbunden durch eine lange schneeweisse Sandbank im türkisgrünen Meerwasser.

Mit dieser Besonderheit und dem Charme dieser beiden Insel ist sie zweifellos die Schönste der umliegenden Nebeninsel rund um Nosy Be. Bei Ebbe ist der Kontrast zwischen dem feinen weissen Sandstrand und dem blauen Ozean besonders beeindruckend: eine unvergessliche Postenkartenidylle. Der einmalige Ozeanausblick und ein Spaziergang über die schmale Sandbank sind atemberaubend schön und die langsam untergehende Sonne ist ein unvergessliches Spektakel und besonders eindrucksvoll.

Schon wegen der langen Überfahrt lohnt sich diese Ausflugstour, die sich gut mit einem kurzen Zwischenstopp an der “Russischen Bucht“ an der Spitze der Halbinsel südwestlich von Nosy Be kombinieren lässt. Diese schöne Bucht ist ein Geheimtipp für die begeisterten Taucher. Auch eine Segel- und Erkundungstour in diese westliche Richtung ist ein Erlebnis besonderer Art für abenteuerlustigen Reisegäste.


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Die jährliche Durchschnittstemperatur beträgt ca. 26°C, so dass das Klima für Urlauber, wie auch für Taucher immer angenehm bleibt. Nosy Iranja ist besonders bekannt für ihre Unterwasserwelt und dank des glasklaren Meereswassers ist sie auch ein idealer Ort zum Schnorcheln. Iranja geniesst, wie alle ihre Nachbarinseln bei den Tauchern einen guten Ruf. Es ist fantastisch, in welchen Schwärmen die vielen Korallenfische in neonblau, zitrusgelb, grellrot, dunkelorange und anderen auffälligen Farben zwischen Delphinen, Rochen, Mantas, Stachelrochen, Riffhaien, Papageienfischen und Buckelwalen herumschwimmen.

Die beeindruckenden Buckelwale aus der Antarktis halten sich zwischen Mitte Juli bis Mitte September gerne in diesem warmen Gewässer auf. Sie kommen zur Paarung und zur Geburt ihrer Jungen aus der weiten und kalten Antarktis bis zu den vielen Nebeninseln rund um Madagaskar. Es ist ein einmaliges Naturschauspiel diese grazilen Ozeanriesen zu bewundern. Diese Buckelwalbeobachtungen gehören zu den ganz besonderen Madagaskarerlebnissen, die die grosse Insel zu bieten hat.

Der schöne Leuchtturm auf Nosy Iranja wurde vom berühmten Bauingenieur Gustav Eiffel entworfen und Anfang des 20. Jahrhunderts hier errichtet. Vom Leuchtturm aus hat man einen fantastischen Blick auf die bescheidenen Hütten der Antakarana- und Sakalava-Fischer, auf den nahegelegenen grünen Regenwald und auf die umliegenden kleinen Inseln. In Begleitung des lokalen Reiseführers hat man einen Einblick über ihr bescheidenes Alltagsleben weit weg von der Zivilisation. Hier leben die Einheimischen von der Hand in den Mund, hauptsächlich vom Fischfang. Hier besteht auch die Möglichkeit, mit dem Schnellboot einen Tagesausflug zu den nahegelegenen Inseln Nosy Mitsio und Ankarea zu unternehmen. Die Vogelkundler kommen auch auf ihre Kosten, denn verschiedene Vögel wie Seeschwalben, Reiher und Seeadler sind hier beheimatet.

Von Juli bis September, wenn der Passatwind aus dem Norden Madagaskars bläst, ist die ideale Zeit für die verschiedenen Wassersportarten rund um Nosy Iranja. Zur grössten Freude der Sportler, denn sie können hier tagelang Windsurfen und Wasserski fahren.

Das bezaubernde Foto der beiden Inseln von Nosy Iranja, die mit der langen und feinen Sandbank verbunden sind, findet man auf vielen Postkarten, auf Prospekten und in Reisekatalogen über Madagaskar.

November 2020; geschrieben von Bodo PRIORI Antananarivo
Redigiert von Peter Elliker www.madagaskarhaus.ch