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Welttag des Tanzes

 

Welttag des Tanzes Madagaskar
Tanzen Hochland Madagaskar

Der 29. April ist der Welttag des Tanzes.

Der Welttanztag wurde vom Internationalen Komitee des Tanzes des Internationalen Theaterinstitutes (ITI) der UNESCO angeregt und im Jahr 1982 erstmals ausgerufen, um den Tanz als universelle Sprache in der Welt zu würdigen.

Jeder, der gerne die Welt durch Reisen entdeckt, trifft hier und dort auf Tänze, die es in den verschiedenen Kulturen gibt. Gemeinsam ist allen, dass sie uns berühren und sogar als universelles Kommunikationsmittel funktionieren. Brücken werden über die Sprachbarrieren hinweg gebaut und ermöglichen denjenigen, die offen dafür sind, Begegnungen einer anderen Art mit den einheimischen Menschen, gefüllt mit gegenseitiger Neugier und Respekt.

Beim Zurückblicken an eigene Reiseerlebnisse kommen uns zu diesem Thema viele Momente in den Sinn. Vielleicht erinnern Sie sich an die singenden und tanzenden Kinder, die Sie im Hochland von Madagaskar angetroffen haben. Wer weiss, vielleicht haben Sie den Kindern ein europäisches Kinderlied beigebracht mit Tanzübungen dazu (unser Geheimtipp ist RAMSAMSAM).  Oder vielleicht hatten Sie das Glück und wurden zu einem traditionellen Fest eingeladen. Auch wenn Sie die anderen Gäste nicht verstanden haben, konnten Sie gleichwohl mittanzen und Ihr inneres Reisetagebuch mit ganz schönen Erinnerungen füllen, die sich schwer im Worte fassen lassen.

Vielleicht haben Sie auch spontan mitgemacht, wenn Sie eines der Dorforiginale auf der Strasse zum Singen und Mittanzen aufgefordert hat. Wenn Sie dieses Angebot angenommen haben, dann reden vielleicht die Dorfbewohner noch heute von der tanzenden Vazaha (Fremde).

Zusätzlich zu spontanen Tanzbegegnungen gibt es in Madagaskar auch die Möglichkeit, traditionelle Hira Gasy (Tanztheater) anzuschauen. Auch wenn man die Sprache nicht versteht, ist es nicht schwer, die Botschaft zu verstehen. Früher wurde dies für Aufklärung, zum Beispiel im Gesundheitswesen, benutzt und die Theatergruppen reisten von Dorf zu Dorf, um die Menschen zu unterhalten und aufzuklären. Im ruralen Umfeld gibt es immer noch Orte, wo man Hira Gasy sehen kann und man ist anschliessend beim Austausch in der Reisegruppe überrascht, welche Botschaften bei den verschiedenen Zuschauern angekommen sind.

Dass man nicht hören muss, um tanzen zu können, zeigt dieser kleine Film.

Hier tanzt eine Gruppe gehörloser Menschen und wer denkt, man müsse hören, um zu tanzen, muss umdenken. Diese Tänzer haben den Rhythmus im Blut und sie tanzen besser als viele Hörende. Wenn Sie Madagaskar mit uns bereisen möchten, können Sie gerne einen Besuch bei diesen Kindern einbauen. Sie werden sich freuen, Ihnen ihren Tanz und auch Theaterkünste vorzuführen.

Was sind Ihre Erinnerungen zu diesem Thema?

Haben Sie in Madagaskar schon einmal richtig losgetanzt? Schreiben Sie uns auf info@priori.ch und teilen Sie am heutigen Welttag des Tanzes (oder auch später) Ihre Erlebnisse mit uns!

Und wenn Sie beim Reisen immer noch nicht mit den Einheimischen getanzt haben, dann ist es jetzt vielleicht an der Zeit, eine Reise mit uns zu planen!

1968: auf der RN7 von Antananarivo nach Antsirabe

Bahnhof Antsirabe Madagaskar / Gare Antsirabe Madagascar / Railway station Antsirabe Madagascar

1968: auf der RN7 von Antananarivo nach Antsirabe

1968 war Madagaskar eben (1960) unabhängig geworden. Der französische Einfluss war noch allerorts sichtbar. Was hat sich seither geändert?
Ein Reiseführer beschreibt die Route von Tananarive (wie Antananarivo damals genannt wurde) nach Antsirabe.

Quelle: Madagascar: Les guides bleus, 1968 (pages 163 – 172)

VON TANANARIVE NACH ANTSIRABE

Eisenbahn: 159 km nur von Tananarive nach Antsirabé, Linie beschrieben auf S. 115: – Transud-Busse bieten täglich ausser sonntags zu jeder Schienenbus-Ankunft (Micheline)  in Antsirabé Anschlussverbindungen nach Fianarantsoa (Gesamtfahrzeit in 13 h: 3 h 25 von Tananarive nach Antsirabé und 9 h 15 von Antsirabé nach Fianarantsoa).

Strasse: 416 km über die R.I.G. Nr. 7, geteert auf der gesamten Strecke, d.h. 170 km bis Antsirabe, 245 km bis Ambositra, 357 km bis Ambohimahasoa.

Diese Strecke wird auf ihrer gesamten Länge von Pullman-Betsileo-Bussen (in 13 bis 14 Stunden, 4 Kurse pro Woche in jede Richtung) und von Nord-Süd-Taxis (in 10 bis 11 Stunden) bedient.

1968: auf der RN7 von Antananarivo nach Antsirabe

Fahrt mit dem Auto

Man verlässt Tananarive durch den Hubert-Garbit-Tunnel (S. 137) und nimmt an der Kreuzung von Befelatanana (vor dem Deich des Kriegerdenkmals) die Strasse, die durch den Vorort Soanierana führt (“gute Antwort”, in Erinnerung an die Antwort des Volkes, als Radama es bat, den dort abgehaltenen Freitagsmarkt seit der Regentschaft Andrianampoinimerinas nach Ambohitsorohitra, “dem Dorf der Lerchen”, zu verlegen). Man folgt der Bahnlinie und kurz nach dem Bahnhof Soanierana (ursprüngliche  Endstation der Bahnlinie Tananarive-Côte E) überquert man diese, dann den Ikopa, einen Nebenfluss des Betsiboka-Flusses (der bei Majunga in den Kanal von Mosambik mündet) auf einer Stahlbetonbrücke von der aus man die Eisenbahnbrücke sehen kann.

Km 3: Tanjombato, ein kleines und lebhaftes Dorf, wo viele Händler ihre Stände auf beiden Seiten der Strasse aufgebaut haben; die Strasse steigt jetzt etwas an und durchquert ein Tal. Beim Km 8 hat man eine schöne Aussicht auf Tananarive, dann verläuft die Strasse durch eine kahle Region.

Km 11,5: Die Strasse durchschneidet einen Hügel (man beachte die rote Farbe der Erde = Laterit), hinter dem eine ziemlich scharfe Kurve verläuft; die Landschaft ist mit vielen roten strohgedeckten Häusern übersät.

Km 14,5: Auf einem Hügel das Grab einer Adelsfamilie, umgeben von einer Palisade.

RN7_Madagaskar
RN7_Madagaskar

Km 16: Man fährt unter der Eisenbahnlinie durch in der Nähe des kleinen Bahnhofs von Anjomakely, und fährt einen Hügel hoch, den die Eisenbahnlinie in einem Tunnel unterfährt, so dass man sie links von der Strasse bald wiederfindet. Jetzt steigt man ins Tal des Sisaony hinab, ein Nebenfluss des I’lkopa, den man in der Nähe des Dorfes Ambatofotsy (22 km) überquert; hier befindet sich auch die Kreuzung der Strassen, die links nach Andramasina und rechts nach Fenoarivo führen (S. 159) Diese Strasse führt dann weiter nach Arivonimamo und nach lmerintsiatosika (S. 159).

1968: auf der RN7 von Antananarivo nach Antsirabe

Variante von Ambatofotsy nach Beheniy, über Andramasina (dieser Umweg verlängert die Reise um etwa zehn Kilometer auf einer unbefestigten Nebenstrasse; er wird dem langsam Reisenden empfohlen, da er so die Wasserfälle von Sisaony sehen kann).

Von Ambatofotsy (heute wohl Tsiafahy) führt die Strasse das Tal des Sisaony hinauf und durchquert das kleine Dorf Ankorona (9 km von Ambatofotsy entfernt);

Km 17: Andramasina (Unterkunftsmöglichkeit, Post, Krankenhaus mit Arzt) S.P. Die Fälle des Sisaony sind ganz in der Nähe. Ein kleiner Wald, in dem mehrere Picknick-Kioske aufgestellt sind, beherrscht das Tal, der Fluss an dessen Ufer man feine Sandstrände findet breitet sich hier aus; auf einem  Hügels liegt ein grosses Grab der ehemaligen Adligen des Dorfes im Schatten von heiligen Platanen und anderer dichter Vegetation. Von Andramasina nach Behenjy führt die Strasse (etwa 15 km) durch das Dorf Antsorindrana und überquert die Eisenbahnlinie und den Fluss Andromba, bevor sie wieder auf die Hauptstrasse trifft.

Der Hauptstrasse entlang finden wir unweit von Ambatofotsy auf der rechten Seite einen Sumpf, der von einem Berg überragt wird. Hier kann man alte Gräber sehen.

Hochland_Madagaskar
Hochland_Madagaskar

Km 23,5: Rechts führt ein Weg zu einer Waldstation; unmittelbar danach sieht man einen Hügel vor sich, dann links einen Steinbruch. Etwa 1 km weiter lässt man ein kleines  Bambusdickicht links liegen, die Strasse steigt an und erreicht das kleine Dorf (26 km) Ambalavao; die Strasse steigt weiter an.

Bald darauf entdeckt man in der Ferne das Ankaratra-Massiv (S. 174) und durchquert junge Eukalyptuswälder.

Km 28,5: Ein Pfad führt rechts hinunter ins Andromba-Tal, wo sich ein kleiner Sandstrand befindet. Die Strasse führt wieder abwärts, und der Fluss ist bald auf der rechten Seite zu sehen.

1968: auf der RN7 von Antananarivo nach Antsirabe

Km 30: Tsinjony, ein kleiner Weiler, nach dem man unter einer Stahlbetonbrücke der Antsirabé-Eisenbahn hindurchfährt. Die Strasse führt wieder hinauf in ein kahles Gebiet, wo man hier und da einige Eukalyptuswäldchen und Steinhaufen sehen kann, die an riesige Kieselsteine erinnern. Bald sieht man im Tal wieder die Eisenbahnlinie, die man auf einer Brücke überquert; dann nähern wir uns grossen Felsen und überqueren bei (ca. 33 km) Amboasary das “lächelnde“ Tal von Andromba, dem man ein Stück weit folgt: Wasserfälle, auf der linken Seite. Wir steigen wieder hinauf, um (39 km) einen Pass zu erreichen. Drüben überqueret man nochmals den Fluss. Nachdem man ein Tälchen mit schönen Farben überquert hat, geht es hinunter nach (43 km) Behenjy (Eisenbahn, S. 116; Postamt), ein malerisches Dorf und gut bewässerter Ort. Nach Osten führt eine Strasse nach (ca. 15 km) Andramasina, nach Westen eine (ca. 40 km) nach Imerintsiatosika (S. 159) und Arivonimamo. Nicht weit von Behenjy, auf dem Berg Iharanandriana, findet man Ruinen von Hova-Militäranlagen.

Die Strasse verlässt das Andromba-Tal und man erreicht eine Hochebene, die mit einigen Eukalyptuswäldern bepflanzt ist. Im Hintergrund erkennt man wiederum das Ankaratra-Gebirge.

Km 23: Ein Bach wird überquert und bald fährt man wieder unter einer Eisenbahnbrücke hindurch, die Strasse führt wieder ins Amdromba-Tal hinunter, das in der Nähe des Bahnhofs von (55 km) Andriambilany überquert wird: langsamer werden. Eine Nebenstrasse führt rechts nach (5 km) Manjakatompo (S. 173). Das Tal ist mit Reisfeldern bebaut, und der Flusslauf, mit einigen Stromschnellen (68 km), verläuft in einer sehr schönen Landschaft.

Km 68: Die Strasse führt bergan und durch wunderschöne Eukalyptuswälder, bevor sie hinunter nach Ambatolampy führt.

1968: auf der RN7 von Antananarivo nach Antsirabe

Ambatolampy (Eisenbahn, S. 116; Hotel/Restaurant: Au Rendez-vous des Pêcheurs, Tel. 4; Le Marseillais, Tel. 5), 10.000 Einwohner, S.P. wichtiges Fremdenverkehrszentrum (Beschreibung von Ambatolampy und Umgebung siehe S. 173).

Tsinjoarivo Madagaskar MadagascarEin Umweg auf der linken Seite ermöglicht es eiligen Reisenden, die Stadt zu umfahren. Auf diesem Umweg zweigt links eine Nebenstrasse ab, die nach (46 km) Tsinjoarivo (S. 174) führt.

Wenn wir Ambatolampy verlassen, fahren wir rechts am Musterbauernhof der kanadischen Brüder vorbei, und dann steigt die Strasse etwa 5 km lang leicht an in einer hügeligen Landschaft, in den Mulden liegen Reisfelder. Dann erreichen wir ein riesiges Plateau, das gerade wieder aufgeforstet wird.

Km 88: Ambohimandroso (Eisenbahn, S. 116), ein Dorf, ein Eisenbahndorf und wo samstags ein wichtiger Markt abgehalten wird; auf der rechten Strassenseite sind einige Stelzenhäuser zu sehen. Fährt man auf der weiten Hochebene weiter, hat man von Zeit zu Zeit schöne Ausblicke auf das Ankaratra-Massiv. Auf der linken Seite schlängelt sich der Fluss Onive durch die Landschaft.

Km 110: Sehr gefährliche Kurve, in deren Mitte sich eine schmale Brücke über die Eisenbahn befindet.

Km 111: Ilempona, Kreuzung, von der aus eine Strasse ostwärts nach (3 km) Antanifosty abzweigt. (Übernachtungsmöglichkeit, Post, Krankenhaus mit Arzt, S.P.; zwischen diesen beiden Dörfern liegt der Zusammenfluss von Ilempona und Onive).

Diese beiden Flüsse münden in den Mangoro, ein Fluss, der zwischen Mahanoro und Nosy-Varika in den Indischen Ozean mündet: Die Strasse folgt also mehr oder weniger der Wasserscheide, denn der Sisaony und der Andromba, die kurz vor Ambatolampy angetroffen wurden, sind im Gegenteil Teil des Ikopa-Betsiboka-Systems, das nach Majunga entwässert wird.

Unterwegs in der Region Ambatolampy
Unterwegs Ambatolampy – Tsinjoarivo

Km 112: Die Strasse führt durch einen Mimosenwald, der Ende Juni blüht; kurz darauf trifft man auf eine weitere gefährliche Brücke. Reisfelder und Mimosenwälder wechseln sich ab, dann verengt sich die Hochebene zum immer engeren Ilempona-Tal, durch das man hinauffährt.

Km 121: Das Tal wird tiefer und die Strasse folgt dem mit Stromschnellen durchsetzten Fluss; einige Plattaus sind mit Reisfeldern besetzt. Wir überqueren den Ilempona bei (122 km) Andavabato, einem Weiler, von dem aus sich die Strasse in zahlreichen Kurven auf die Sambaina-Hochebene hinaufschlängelt. Über zwei unbewachte Bahnübergänge wird ab Kilometer 133,9 die Bahn nacheinander überquert; nach dem zweiten zweigt eine Strasse auf der rechten Seite nach (47 km) Faratsiho, S. 174, ab.

1968: auf der RN7 von Antananarivo nach Antsirabe

Km 135: Sambaina (Eisenbahn, S. 117; Übernachtungsmöglichkeit, Post, Spital mit Arzt); etwa 5 km von Sambaina entfernt trifft man auf die ersten weissen Häuser des Betsileo-Landes: Es handelt sich in der Tat um eine Übergangsregion zwischen Imerina- und Betsileo-Land, da letzteres erst jenseits von Antsirabé beginnt.

Km 157: Andranomanelatra, ein sehr malerisches Dorf mit weissen Häusern: die Strasse ist von Indochina-Kiefern gesäumt, die dem Ganzen viel Charakter verleihen.

Km 164: Bahnübergang, Flugplatz, zuerst links, dann rechts, die Abzweigungen nach (53 km) Faratsiho und nach (36 km) Zarazafy.

Km 166: Strasse zum Andranobe-See (S. 180); die erste Quelle von Antsirabé ist in einer Mulde zu sehen (kleiner Kiosk, links), dann verläuft die Strasse entlang einem von Indochina-Kiefern gesäumten Reitweg: Dies ist die Grenze des Ost-Parks, wo man nach Antsirabé einfährt.

Km 170: Antsirabé (Eisenbahn, S. 117), 27.000 Einwohner, Hauptort der Präfektur Vakinankaratra, Kurort und Haupttouristenzentrum des Hochlandes. (Siehe S. 176 für eine Beschreibung der Stadt und ihrer Umgebung).

1968: auf der RN7 von Antananarivo nach Antsirabe

PRIORI, die Reiseorganisation für Madagaskar www.madagaskarhaus.ch

Mozea Akiba Museum Mahajanga

Mozea Akiba Museum in Mahajanga, Madagaskar

Das Mozea Akiba Museum der Universität in Mahajanga an der Nordwestküste von Madagaskar greift Regionalgeschichte auf und vermittelt zudem erdgeschichtliche Fakten

Madagaskar hat nur wenige Museen und kaum welche, die ihren Namen wirklich verdienen. In der Küstenstadt Mahajanga, die auch Majunga oder Mahajunga geschrieben wird, unterhält die dortige Universität ein kleines Museum, das bestimmt einen Besuch lohnt.

Das Museum blickt weit zurück in die Urgeschichte, als Dinosaurier in der Region lebten und eine der gefundenen Arten wurde sogar in Ehrung der Stadt mit Majungasaurus atops benannt. Nicht weit von Mahajanga entfernt befindet sich im Ort Berivotra in einer Sedimentschicht eine grosse Ansammlung an gut erhaltenen Dinosaurierknochen. Versteinerte Knochen sind im Museum zu finden, wie auch versteinertes Holz.

Madagaskar ist eine geologische Perle mit vielfältigem Vorkommen an Edelsteinen und Halbedelsteinen. Nicht nur Geologen fasziniert der alte Teil von Gondwanaland, sondern auch Händler aus aller Welt. In der Gegend um Mahajanga finden sich begehrte Abbaustellen. Das Museum berichtet davon und macht die Besucher aufmerksam auf die verborgenen Schätze des Bodens. Auch das bei Weitem noch nicht erforschte Höhlensystem von Anjohibe, ein weitverzweigtes Netz an unterirdischen Schluchten, Kathedralen und Ablagerungen, findet im Museum Erwähnung.

Über die Geologie führt das Museum in die Geschichte der Region und in ihre kulturelle Dimension. Mahajanga stand immer im Focus des transmaritimen Handels im westlichen Indischen Ozean. Daraus entstanden Handelsposten und gar Städte mit swahilisch-arabischem Flair. So erinnert die Altstadt von Mahajanga mit ihren schweren Holztüren, verziert mit Schnitzereien und Metallknöpfen an Zanzibar. Diese Episode von ein paar hundert Jahren ist noch nicht aufgearbeitet.

Das Mozea Akiba Museum gibt ethnologische Einblicke in die Volksgruppe der Sakalava, der vorherrschenden Ethnie der Region. Diese musste sich aber vor 200 Jahren dem Volk der Merina aus dem Hochland unterwerfen. Das Museum zeigt historische Fotos von Merina-Festungen entlang der Westküste.

Dieses Universitätsmuseum ist das einzige Museum in Mahajanga und versucht daher, die Region ganz breit zu betrachten. Museumsdidaktik ist in Madagaskar noch ein kleines Wort. Zudem ist das Budget schmal und daher muss der Anspruch an Unterhalt und Präsentation tiefer geschraubt werden. Doch der Ort auf dem Gelände der Universität wird gern von Schulklassen besucht. Für viele Schüler und Schülerinnen öffnet das Museum ein neues Fenster zu Ihrer Umwelt.

Während Ihres Besuchs der Küstenstadt Mahajanga können sie gerne das Mozea Akiba Museum besuchen. Die Infotexte sind in französischer Sprache geschrieben.

Schuhmanufaktur in Madagaskar

Schuhmanufaktur in Madagaskar

Erfahrene Schuhmacher fertigen Schuhe in der Schuhmanufaktur in Madagaskar an

In Madagaskar fand ein junger Unternehmer nicht jene Schuhe für sich, die er sich wünschte. Nun stellt er sie selber her. Seine Schuhfabrik mitten in der Hauptstadt Antananarivo ist ein Zimmer gross, beschäftigt aber vier Leute. Alles erfahrene Schuhmacher.

Madagaskar hat eine lange Tradition in der Herstellung von Schuhen. Es gab sogar noch bis in die 1980er-Jahre eine Schuhfabrik des tschechischen Herstellers Bata. Nur ein einziger etwas grösserer Betrieb hat überlebt und ein paar einzelne Schuhmacher, die auf Bestellung Schuhe anfertigen. Oft Luxusmodelle aus Krokodilleder in der Höhe eines Jahresgehalts eines Lehrers. Derweil wird der Markt überschwemmt mit billigem Schuhwerk aus China, oft Plastikware.

Zu sagen ist, dass auch heute noch die Mehrheit der Landbevölkerung barfuss geht. Falls auf dem Land jemand Schuhe trägt, dann sind es meist Plastiksandalen ‘made in China’ oder selbstgefertigte Sandalen aus Autoreifen. Dabei verfügt Madagaskar mit seinem Reichtum an Rindern über ausgesprochen gutes Leder. Das madagassische Zebuleder ist auf dem Weltmarkt gefragt und wird exportiert, so auch nach Italien, um Schuhe herzustellen.

Gegen den Trend der Importware produziert Mparany Ratsimbazafy mit einem kleinen Team zwar auch Schuhe nach Mass und dies mit Maschinen des letzten Jahrhunderts. Doch seine Preise sind erschwinglich.

‘Ich produziere meine Schuhe so, wie ich es für mich selbst wünsche. Qualität und Handwerk sind mir wichtig’, sagt er stolz und hat daher seine Marke ‘Liberty’ genannt.

Der Betriebsökonom arbeitete nach seinem Studium in verschiedenen Branchen und traf dann – Zufall – einen ehemaligen Schuhmacher der alten Bata-Fabrik. Mit einer Minimalinvestition begannen sie 2015, Schuhe herzustellen: viel Handarbeit, betagte Maschinen, aber mit der Qualität von hochwertigem Leder und Meisterhänden. Ein paar Schuhe anzufertigen dauert normalerweise etwa eine Woche bis zur Lieferung. Potentielle Kunden finden das Atelier kaum im Gewirr der innerstädtischen Gassen von Antananarivo. Natürlich wäre ein richtiger Showroom an einem frequentierten Ort ein gravierender Vorteil. Doch derweil begnügt sich der Schuhfabrikant mit einer Holzwand, die das Atelier von der Schuhausstellung trennt.

Der Firmenchef Mparany agiert als Unternehmer, Arbeitgeber, Webmaster, Verkäufer. Multitasking gehört für den 30-Jährigen zum Alltag. Mparany Ratsimbazafy wurde als junger Start-up-Unternehmer bereits ausgezeichnet – in Konkurrenz zu 34 anderen Kandidaten.

Im Rahmen eines Aufenthalts mit PRIORI können Sie die Schuhmanufaktur in Madagaskar zu Beginn Ihrer Reise besuchen. Auf Wunsch fertigt das Mikrounternehmen auch Schuhe nach Mass für Sie an. Am Ende Ihrer Reise sind die Schuhe fertig: ‘vita gasy’ (in Madagaskar hergestellt).

Wäsche waschen in Madagaskar

Wäsche waschen in Madagaskar

Wie wäscht man eigentlich Wäsche in Madagaskar?

Eine Reise durch Madagaskar verursacht Schweiss und Staub. Also Wäsche. In so gut wie allen Hotels kann man seine Wäsche zur Reinigung geben. Allerdings sind dazu meist zwei Nächte Aufenthalt nötig. Am Abend ankommen und morgens seine gewaschenen Kleider entgegennehmen geht nicht.

Zwei Tipps sind wichtig:

Nehmen Sie Waschmittel in Tubenform mit für Ihre Handwäsche. Die Kleider sind ja meist einfach verschwitzt und nur etwas staubig. Am Abend handgewaschen sind sie morgens trocken. Im Hotelzimmer. Ein mitgebrachter (aufblasbarer) Kleiderbügel erleichtert den Trocknungsvorgang. Auf dem Hochland wird im Juli ein Hemd über Nacht kaum trocken, im Oktober hingegen schon.

Bei einem Aufenthalt von zwei Nächten im gleichen Hotel ist es so gut wie immer möglich, seine Wäsche abzugeben und vor der Weiterreise wieder in Empfang zu nehmen. Draussen im Land hat so gut wie keines der Hotels eine Waschmaschine oder gar einen Tumbler. Gewaschen wird von Hand und getrocknet wird die Wäsche an der Sonne und im Wind.

Das Waschen der Kleider ist in den Hotels relativ teuer und die Wäscherinnen kriegen nur einen mageren Anteil davon. Daher mag es sein, dass die Waschfrau Ihnen die Wäsche direkt übergeben will und das Geld gleich einkassieren möchte. In Umgehung der Hotelverwaltung ergibt dies auch die Möglichkeit einer Preisreduktion. Seien Sie hier gnädig mit der Waschfrau und bezahlen Sie, was sie verlangt.

Bedenken Sie auch, dass an vielen Orten Wasser ein kostbares Gut und Seife teuer ist.

Gehen Sie davon aus, dass Sie sowieso zuviel Kleider für Ihre Tour durch Madagaskar mitnehmen. Für einen Mann reichen zwei oder drei Hemden, die unterwegs gewaschen werden. Eine Frau mag zwar etwas mehr Kleidung veranschlagen, aber tatsächlich mit etwas Waschplanung auch mit weniger Kleidervolumen auskommen. Gut zu wissen ist, dass in Madagaskar die Kleidungsvorschriften sehr locker sind.

Die Kleiderwahl hängt natürlich von der Jahreszeit und der Reiseroute ab.

Die Jahreszeiten sind gegenläufig zu den europäischen. Im Juli ist es kalt und im Januar sehr heiss.

In Madagaskar sind drei Höhenlagen zu beachten:

Meereshöhe, Hochland und alpine Zonen. Im Juli ist es auf Meereshöhe tagsüber um die 20 Grad warm, auf dem Hochland (Antananarivo – Fianarantsoa) um die 10-15 Grad und in alpinen Regionen (Pic Boby) auf Nullgradniveau. Nachts jeweils 10 bis 15 Grad kälter. Im Januar hingegen bewegen sich die Temperaturen überall 10 und mehr Grad höher. Im Januar ist auf Meereshöhe mit 35 Grad und mehr zu rechnen. Die Temperaturschwankungen tagsüber werden von Reisenden oft übersehen und führen zu Erkrankungen. Ein typischer Tag im August in Antananarivo beginnt morgens um 7 Uhr mit 18 Grad, mittags mit 24 Grad und um 17 Uhr mit 25 Grad. Sobald aber die Sonne um 17 Uhr 30 untergeht, fällt die Temperatur schnell auf 15 Grad. Um 20 Uhr mag es dann empfindlich kalt sein — und man ist noch im T-Shirt. Entscheidend ist immer, ob und wie stark es windet.

Was krank macht ist meist nicht die Tagestemperatur, sondern der Wind, respektive der Durchzug. Die Häuser sind meist nicht “windgeschützt” gebaut. Im Auto neigt man zu Frischluft = Durchzug.

Typischerweise erkälten sich viele Reisende auf dem Rückflug: sie steigen mit leichter Kleidung ins Flugzeug und während des zehnstündigen Fluges führt die Dauerventilation zur Erkältung.


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PRIORI-Kleingruppenreisen 2020

PRIORI Kleingruppenreisen 2020

Unsere PRIORI-Kleingruppenreisen 2020 nach Madagaskar fallen Corona-bedingt aus:

Alle unsere Madagaskar Kleingruppenreisen 2020 werden von einer deutschsprachigen Reiseleitung begleitet. Wir führen jedes Jahr einige Kleingruppenreisen zu spannenden Themen und an ausgewählte Orte in Madagaskar durch.

Erleben Sie Madagaskar in kleinen Gruppen von 4 bis 12 Personen, mit Gleichgesinnten. Tauschen Sie sich über Ihre Erlebnisse aus und geniessen Sie die gemeinsamen Entdeckungen.


Termin und Übersicht über unsere Madagaskar–Kleingruppenreisen 2020:

Kulinarische Reise                                                                                                                So., 29. März – Mo., 13. April 2020

Blumenblüte La Mariée und Vanille                                                                        Sa., 02. – So., 17. Mai 2020

Komoren und Madagaskar                                                                                          Sa., 06. – So., 28. Juni 2020

Exklusives Ostküstentrekking                                                                                      Sa., 13. – So., 28. Juni 2020

Quer durch den Norden                                                                                                  Sa., 11. Juli – So., 02. August 2020

Von Lemuren zu den Buckelwalen                                                                        Sa., 08. – So., 30. August 2020

Frauenreise „ladies only“                                                                                                Do., 10. – So., 27. September 2020


Weitere PRIORI–Kleingruppenreisen 2020 in Afrika und Asien:

Sénégal – Flussfahrt auf dem Sénégal                                                                      Mi., 29. April – Mi., 13. Mai 2020

La Réunion – Kreolische Farben                                                                          Do., 01. – Fr., 16. Oktober 2020

Äthiopien – Steinreich von Tigrai und Seengraben                                        Fr., 30. Oktober – Sa., 21. November 2020

Guinea-Bissau – Unberührtes Westafrika                                                          Mo., 02. – So. 15. November 2020

Myanmar – Mit Buddhas Lächeln im Gesicht                                                 Sa., 07. Nov. – So., 06. Dezember 2020


Kontaktieren Sie uns für weitere Informationen! Wir beraten Sie gerne!


PRIORI Madagaskartag

PRIORI Madagaskartag 2019: Das Madagaskar-Holzvelo im PRIORI Madagaskarhaus
Das Madagaskar-Holzvelo im PRIORI Madagaskarhaus

Wir feiern in diesem Jahr das 25-jährige Bestehen unserer Reiseorganisation PRIORI in Madagaskar sowie unser 10-jähriges Madagaskartag-Jubiläum

Aus diesem Grund möchten wir feiern und alle unsere Madagaskarfans sowie Reiseinteressenten in diesem Jahr wieder herzlich zu unserem PRIORI Madagaskartag 2019 einladen! So präsentieren wir Ihnen gemeinsam mit unserem Verein Tsarabe Madagaskar in diesem Jahr einen vollen Tag rund um die grosse Tropeninsel Madagaskar, mit spannenden Vorträgen, erfahrenen Madagaskarexperten, Foto-Slideshows, interessanten Insidertipps sowie den Austausch rund um die Insel im Indischen Ozean.

Das PRIORI-Team gibt gerne Auskunft, beantwortet ausführlich Ihre Fragen und berät Sie ebenfalls zu Ihrer nächsten Reise nach Madagaskar. Auch Bücher sowie originale Produkte aus Madagaskar können hier erworben werden. Wir freuen uns, Sie auf unserem nunmehr zehnten Madagaskartag begrüssen zu dürfen!

Allen Teilnehmern werden wir unser neuestes Buch „Madagaskar. Kultur und Kulinarik“ schenken. Auf 150 Seiten finden sich darin Texte und Fotos zu diesem Thema.

PRIORI Madagaskartag 2019: ET corporate logoEbenfalls hat uns Ethiopian Airlines zu unserem Anlass zwei Flugtickets nach Madagaskar versprochen. Der/die Hauptgewinner/in wird mit Partner-anhang auf die Tropeninsel reisen können. Die Verlosung findet noch am selben Abend statt.

am Samstag, den 23. November 2019

von 10:00 Uhr bis ca. 18:00 Uhr

in der Heilpädagogischen Schule in Münchenstein, bei Basel
(Lärchenstrasse 7, 4142 Münchenstein)

Der Eintritt ist wie immer frei.

Auch dieses Jahr werden wir Ihnen gegen einen Unkostenbeitrag gerne ein
madagassisch inspiriertes Mittagessen reichen.

Um verbindliche Anmeldung zum PRIORI-Madagaskartag 2019 sowie zum Mittagessen wird gebeten unter info@priori.ch oder telefonisch unter +41 (0)61 332 19 27.

PRIORI Madagaskartag 2019 – Agenda und Vortragsthemen:

Vorträge PRIORI-Madagaskartag 2019


Wegbeschreibung zur HPS in Münchenstein:
  • Tram Nr. 11 bis Haltestelle Loogstrasse – Loogstrasse Richtung Katholische Kirche (100 m) – erste Abzweigung links: Lärchenstrasse.
  • (Für SBB-Anreisende: mit der SBB bis Bahnhof SBB Basel, dann im Vorplatz rechte Seite das gelbe Tram Nr 11 nehmen (der ‘Kopf’ des Trams muss in Richtung Bahnhofgebäude schauen), danach die 8. Haltestelle (Loogstrasse) aussteigen, über die Geleise im rechten Winkel in die Loogstrasse in Richtung Kirchenturm gehen. Sobald die Kirchenuhr gut sichtbar ist, links abbiegen (Distanz von Tramhaltestelle bis zur Schule: 200 m)
  • Mit dem Auto nach Basel Dreispitz fahren, dann Tram Nr. 11 folgen – Bei der Haltestelle Loogstrasse (aus Basel herkommend) links abbiegen – erste Abzweigung links (100 m) nehmen: Lärchenstrasse.
  • Anreiseplan: https://map.search.ch/4142-muenchenstein/laerchenstr.7?z=512

Tsiroanomandidy

Alle Madagassen kennen den Namen Tsiroanomandidy. Selber dort gewesen sind die allerwenigsten. Doch als Zentrum des Viehhandels ist die Stadt in ganz Madagaskar bekannt.

Der Name der Stadt bedeutet ‘hier regiert nur einer’ und geht 200 Jahre zurück, als in einer Entscheidungsschlacht die Hochland-Merina gegen die Küsten-Sakalava gewannen. Damit dehnte sich das Merinagebiet von Antananarivo bis in die Steppengebiete des Westens aus. Es entstand Tsiroanomandidy als Grenzstadt, Aussenposten und Pfeiler der Hochlandkultur.

Natürlich setzte sich auch die katholische Kirche fest und Tsiro wurde gar Bischofssitz. Die Kathedrale dazu erschien immer wie ein zu grosser Kittel auf schmächtigem Körper. Die Stadt hatte ein paar Tausend Einwohner, meist arme Zuzügler aus dem Hochland auf der Suche nach Glück und Reichtum.

Doch das Hinterland war reich: trotz Trockenzeiten und karger Weide fanden Viehherden immer Futter. Tsiroanomandidy wurde zu einem der drei wichtigsten Viehmärkte. Die Stadt wuchs und wurde gar zur Hauptstadt der Region Bongolava. Der Boom der letzten 10 oder 20 Jahren hat die Stadt verändert. Ganze Quartiere sind entstanden, mehrstöckige Häuser und plötzlich erscheint die Kathedrale nicht mehr unangebracht gross. Trotzdem ist Tsiroanomandidy Grenzstadt geblieben. Und Sackgasse: die Piste nach Maintirano wird nur von wenigen risikofreudigen Taxi-Brousse-Fahrern bedient.

Die gravierende Unsicherheit der wenig besiedelten Westgebiete macht sich auch im Bongolava breit. Es zirkulieren zuviele Waffen, es gibt zuviele Käufer für gestohlenes Vieh. Nur wenige wagen sich hinaus in die Prärien voll wogendem strohblondem Gras. Nur die Viehhirten harren mit ihren Herden aus, stets in Angst vor Diebesbanden.

Die Region wird von Flüssen durchzogen, hat aber wenig Gewinn davon. Hingegen existieren ein paar Gunstzonen, wo arbeitssame Bauern Reis, Maniok und Mais anpflanzen. Reis ist gar so wichtig, dass im Wappen der Region Bongolava zwei Reishalme gleichwertig neben zwei Zebuköpfen stehen.

Tsiroanomandidy ist seltsam auf sich selbst konzentriert. Besucher werden zwar bemerkt, aber in Ruhe gelassen. Leben und leben lassen, scheint die Devise zu sein.

Tsiroanomandidy

Rundreise in Madagaskar

Kanal des Pangalanes: Rundreise in Madagaskar

Es lohnt sich schon von Anfang an, je nachdem, was man erleben möchte, sich für eine kleinere Rundreise in Madagaskar zu entscheiden.

Denn wer das erste Mal Madagaskar bereisen möchte, merkt bei der Vorbereitung schon früh, dass es fast nicht möglich ist, das ganze Land während einer einzelnen Rundreise in Madagaskar zu sehen.

Wir von PRIORI Reisen bieten verschiedene Kleingruppenreisen und  Rundreisen in Madagaskar an. Meisten kommen unsere Gäste vorab zu uns zur Beratung und während eines 1- bis 2-stündigen Gesprächs sammeln wir Wünsche und können so am Ende eine massgeschneiderte Rundreise anbieten, die genau an die Wünsche unserer Gäste angepasst ist.

Katta Lemur: Rundreise in Madagaskar

Hier finden Sie ein paar kleine Tipps, was Madagaskar alles zu bieten habe:

  • Weltkulturerbe: der Königshügel Ambohimanga
  • Weltnaturerbe: Nationalpark Tsingy der Bemaraha
  • Weltnaturerbe: Regenwälder von Antsinanana (Marojejy, Masoala, Ranomafana, Andringitra und Andohahela
  • Urwald: verschieden Nationalparks in Regen- und Trockenwäldern
  • Lemuren, über 100 tag- und nachtaktive Arten
  • Affenbrotbäume (6 der weltweit 8 Arten von Baobabs gibt es nur in Madagaskar)
  • Chamäleons
  • Reptilien (keine giftigen)
  • Tsingy, spitzige Kalkstein Formationen – einzigartig in Madagaskar
  • 18 verschiedene Ethnien, mit verschiedenen Kultur- und Musikelementen
  • eine spannende Esskultur, Street Food inklusive
  • Lokale Handwerkskunst
  • Walsafari
  • Baden, schnorcheln, tauchen
  • Flussfahrten
  • Trekking, 1 bis mehrere Tage
  • Zugfahrten durch den Regenwald
  • Fotokurs
  • Reisfelder
  • Homestay bei lokalen Familien
  • Kochkurs
  • Und vieles, vieles mehr…

Wer Interesse hat, kann auch verschiedene soziale Projekte besuchen (zum Schutz für diese Orte, nennen wir sie hier im Netz nicht mit Namen).

Wenn Sie ein Beratungsgespräch wünschen, schreiben Sie uns gerne eine Mail, bitte mit Ihrem Namen und Ihrer Postanschrift (so wissen wir, dass es Sie überhaupt gibt…) und einigen Terminvorschlägen.

Unsere Öffnungszeiten sind Montag bis Freitag von 08.30 – 17.30 Uhr (ausser der Mittagspause von 13:00 – 14:00 Uhr). Nach Absprache können Sie gerne auch an einem Abend oder an einem Samstagvormittag zur Beratung kommen. Und wenn Sie zu weit entfernt von Basel wohnen, ist es auch möglich die Beratung per Mail oder Telefon zu machen.

Ihre Offerte wird abgestimmt auf Ihre Sprachkenntnisse, Erlebniswünsche, Abenteuerlust und gewünschter Jahreszeit und Sie erhalten dann schon wenige Tagen nach der Beratung das erste Angebot für Ihre Rundreise in Madagaskar.

PRIORI wurde in 1994 gegründet und nach nunmehr 25 Jahren können wir wirklich sagen, dass wir das Land sehr gut kennen und auch sehr gut wissen, Wo man WAS erleben kann. Wichtig ist, dass Sie uns Ihre Wünsche und Erwartungen mitteilen, nur so können wir die perfekte Rundreise in Madagaskarfür Sie anbieten!

Die Hängebrücke von Maroantsetra

Madagaskar, die Hängebrücke von Maroantsetra
Hängebrücken sind in Madagaskar äusserst selten

Es gibt zwei in den touristischen Kalksteinfelsen der Tsingy. Eine dritte, nämlich die Hängebrücke von Maroantsetra, genannt die Rebellenbrücke, hat ihre ganz eigene Geschichte.

Das Städtchen Maroantsetra ist die Eingangstür zum Masoala: Halbinsel und Nationalpark. Maroantsetra liegt etwas vom Meer zurückversetzt, als ob die vollkommen flache Stadt vor den Wogen des Indischen Ozeans Angst hätte. Ein Fluss führt grossräumig um die Stadt wie eine natürliche Barriere.

Für den Grossraum Masoala im Nordosten von Madagaskar ist Maroantsetra der wichtigste Verwaltungs- und Handelsort. Er ist aber auch der grosse Marktplatz für die vielen Lokalprodukte. Vor allem Vanille wird hier von den Bauern und Aufkäufern über lange Distanzen hergebracht. Hinderlich im Warenverkehr ist der Mangel an Brücken. Die Vanillebauern müssen ihre Ernten auf dem Rücken – oft tagelang – bis zu einem schiffbaren Fluss tragen und dann per Piroge nach Maroantsetra paddeln.

Entlang der feuchten Ostküste Madagaskars verlaufen unzählige Flüsse von den Hügeln hinein ins Meer. Oft nicht direkt.

Meist mäandrieren sie in der Küstenebene und reagieren sogar auf das Atmen von Ebbe und Flut des Indischen Ozeans. In den flachen meeresnahen Gebieten neigen diese Gewässer dazu, breit zu werden und die langsame Fliessgeschwindigkeit ist ein ideales Wohngebiet für Krokodile.

‘So nicht’, sagte der Lokalpolitiker Jose, eher bekannt als Jose Rebel. Er organisierte schlichterhand eine Brücke, im Selbstbau. Die Konstruktion war durchaus gewagt: eine Art Hängebrücke, aber im Fluss von zwei hölzernen Pfeilern gestützt. Eine abenteuerliche Holzkonstruktion und geeignet für Fussgänger und Fahrräder. Nicht aber für Motorfahrzeuge. Trotzdem eine Erleichterung für die Dörfer entlang des Pfads nach Maroantsetra.

Eine autarke Technologie nur einen Kilometer neben dem Flughafen von Maroantsetra. Niemand finanzierte den Steg über den fast 100 Meter breiten Fluss. Also erhob Jose Brückenzoll. Diese Selbsthilfe wurde von den Leuten akzeptiert. Jeder bezahlte beim Zollhäuschen seinen Obolus. Radfahrer stiegen vom Fahrrad und schoben ihr Gefährt über die etwas schwankenden Querbretter der Brücke.

Hängebrücke von Maroantsetra in Madagaskar.

Natürlich stand die Privatbrücke wie ein fragiles Gebilde über dem schlammführenden Fluss. Regenzeit und Hochwasser nagten bedenklich an der Standfestigkeit der Holzkonstruktion. Und dann kam der Zyklon Ewano, der im März 2017 bei Antalaha an Land ging und nach Süden fegte. Seine gierigen Windarme und die gewaltigen Regenmassen setzten der Rebellenbrücke zu und ganz Maroantsetra unter Wasser.

In Madagaskar erinnern sich heute noch alle an Ewano, viele an die Toten und einige an die Hängebrücke von Maroantsetra.

Wir von der PRIORI organisieren Reisen in ganz Madagaskar, so auch nach Maroantsetra und in den Masoala-Nationalpark. Wir sind vor Ort seit 1994.

Möchten Sie selberMadagaskar besuchen, schreiben Sie uns gerne eine  Mail.