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Madagaskars Kühe – Zebus

Die zweifellos wichtigsten Nutztiere Madagaskars sind die Zebus oder Buckelrinder. Rund 10 Millionen dieser stattlichen Tiere leben auf der Insel Madagaskar.

Madagaskar Zebu Rind KuhFür die Madagassen sind Zebus nicht nur Fleisch- und Milchlieferanten, sondern auch Zugtiere für die typischen Ochsenkarren aus Holz oder für Handpflüge, die bis heute genutzt werden, um Felder zu bestellen.

Daneben spielen die Tiere in Madagaskar auch kulturell eine wichtige Rolle: Bei wichtigen oder besonderen Anlässen werden die Rinder als Opfer geschlachtet. Bei einigen madagassischen Volksstämmen, wie den viehzüchtenden Bara beispielsweise, bilden sie die Lebensgrundlage. Ein Mann ohne Herde ist kein Mann, die Zebuherde ist Zeichen von Reichtum und die Versicherung gegen Hunger und Durst.

Zebukarren-Piste-MadagaskarGleichzeitig gibt es Zebudiebe, Dahalo genannt, die zu Helden werden, wenn sie Herden stehlen und dabei ihr Leben lassen. Dieser traditionelle Viehraub hat sich seit einer Generation gewandelt: heute sind vor allem im tiefen Süden Madagaskars – bitterarm und unwirtlich – Banden unterwegs, die sich nicht mehr allein mit dem Viehdiebstahl begnügen und auch andere Überfälle planen.

Zebu-Madagaskar_PRIORI-Reisen_ZOBDie Organisation Zebu Overseas Board (ZOB) in Antsirabe unterstützt Bauern aus der Region, damit sie sich mit einem kleinen Mikrokredit ein Zebu, eine Milchkuh oder ein Schwein kaufen können. Das ZOB finanziert diese Tiere vor – indem es Menschen findet, die diese Tiere kaufen und sie für die Bauern zur Verfügung stellen. Die Bauern können die Kosten dann im Laufe von 1 bis 2 Jahren zurückzahlen. Von diesem Geld wird erneut ein Tier finanziert. Für Madagaskar-Reisende ist dies eine interessante Möglichkeit, Freunden oder Familienmitgliedern etwas Besonderes zu schenken und damit gleichzeitig einer madagassischen Familie eine bessere Zukunft zu ermöglichen. Die erworbenen Tiere können getauft, und auch auf einer Reise besucht werden.

Ringförmige Sonnenfinsternis in Madagaskar

Am 1. September 2016 wird eine Sonnenfinsternis über Teilen Madagaskars zu sehen sein. Eine ringförmige Sonnenfinsternis. Aber was ist das eigentlich?

Madagaskar-katsepyBei einer ringförmigen Sonnenfinsternis befindet sich der Mond vollständig vor der Sonne. Der Unterschied zu einer totalen Sonnenfinsternis ist, dass der Mond die Sonne in diesem Fall jedoch nicht ganz bedecken kann, da die Mondentfernung sehr gross ist und die Mondscheibe kleiner als die Sonnenscheibe erscheint. Der äussere Rand der Sonne ist dann als feuriger Ring sichtbar. Daher kommt auch ihr Beiname “Feuerkranz-Sonnenfinsternis”.

Die ringförmige Sonnenfinsternis in Madagaskar ist nur entlang eines bis zu mehreren Hundert Kilometer breiten Pfades aus zu sehen und ein seltenes, beeindruckendes Schauspiel. Die nächste ringförmige Sonnenfinsternis über Madagaskar nach derjenigen 2016 wird sich erst 2070 ereignen.

PRIORI Reisen bietet drei verschiedene Sonnenfinsternis-Touren in den Westen Madagaskars an, um dieses Himmelsspektakel zu erleben. Eigens dafür wird ein Camp errichtet. Erleben Sie das einzigartige Madagaskar auf einer ganz besonderen Reise!

Madagaskar – Mit einem Salama ist man dabei

Ein netter Gruss öfnet überall auf der Welt Türen und Herzen. So auch in Madagaskar.

Besucher, die in Madagaskar einen landestypischen Gruss entrichten, werden wohlwollend bemerkt. Auf dem Land etwas mehr als in der anonymen Stadt.

Madagaskar ist gross und vielfältig, und ebenso regional variabel sind die Begrüssungen auf der Insel im Indischen Ozean. Es gibt unzählige regionaltypische Grussworte wie Anakory oder Tsarabe, und diese werden – je nach Gegend – ganz unterschiedlich ausgesprochen,
oft auch in verschiedenen Stimmlagen singend ausgeschmückt und oft mit einem langgezogenen eee abgeschlossen.

Die Lösung für Madagaskar-Reisende: Ein freundliches Salama wird auf der ganzen Insel als Allerweltsgrusswort erkannt. Grüssen Sie immer und alle mit einem einfachen Salama und Sie ernten freudig-erstaunte Reaktionen.

Madagaskar Familie Hochland

Heuschrecken in Madagaskar – Segen und Plage

Heuschrecken sind in Madagaskar in gewis­ser Weise Segen und Plage.

Segen, weil die auf der Insel vorkommenden Wanderheuschrecken eine wichtige Prote­inquelle für Menschen und Tiere darstellen. Viele Madagassen essen Heuschrecken, die sie sammeln oder auf Märkten kaufen. Für die ärmsten der Armen sind die Insekten eine nahrhafte und günstige Nahrung.

Auf der anderen Seite zerstören die Insekten jedoch immer wieder ganze Ernten und verwüsten Reisfel­der und Nutzlandschaften in Madagaskar, wenn es zu viele werden. Ein Heuschreckenschwarm frisst an einem Tag bis zu 100.000 Tonnen Grünpflan­zen. Werden die Tiere dann nicht schnell ein­gedämmt, kann es zu Hungerkatastrophen kommen. In Madagaskar sind Heuschrecken­plagen keine Seltenheit.

Es wird geschätzt, dass sich die Wanderheuschrecken in mobile Schwärme verwandeln, sobald eine Dichte von mehreren Tausend erwachsenen Insekten pro Hektar überschritten wird.  Je mehr Schwärme sich bilden umso mehr neue ökologisch komplementäre Bereiche besiedeln sie – es kommt zur Invasion, durch die ständige Erhöhung der Bestände an Insekten werden immer mehr Regionen betroffen. Unbehandelt können Heuschreckenplagen über zehn Jahre dauern und verheerende Schäden anrichten.

Werden die Heuschreckenplagen behandelt, so geschieht dies mit Pestiziden, die meist aus der Luft gesprüht werden. Auch in Madagaskar wird so vorgegangen, oft jedoch in ungenügendem Ausmass und nicht flächendeckend. Der Teufelskreis: Für die Madagassen, die darauf angewiesen sind, weiterhin Heuschrecken zu essen stellt dies eine Gesundheitsbedrohung dar.

Heuschrecken Madagaskar
Ein Heuschreckenschwarm in Madagaskar.

Litschis aus Madagaskar

Litschi-Madagaskar

Jedes Jahr zur Weihnachtszeit entdeckt man in Supermärkten Litschis aus Madagaskar.

Madagaskar hat als Exporteur der Früchte in Europa mittlerweile einen Anteil von 70 Prozent und ist damit wichtigster Lieferant. Weltweit liegt Madagaskar im Export der Früchte hinter China und Indien. Denn von der riesigen Ernte in Madagaskar werden nur 15% exportiert, der Rest bleibt auf der Insel und dort verarbeitet und konsumiert. Mittlerweile finden sich übrigens auch einige biologische Litschi-Produzenten in Madagaskar.

Die kleinen runden und stacheligen Früchte mit dem weiß-rosigen Fruchtfleisch stammen ursprünglich aus China und sind aromatische Vitaminbomben. Die Litschi-Anbaugebiete und Plantagen in Madagsakar liegen überwiegend im Osten und Südosten der Insel, da dort die besten klimatischen Bedingungen für den Litschi-Anbau herrschen: Die Früchte brauchen viel Regen und Wärme, um zu wachsen.

Etwas trickreich ist die Ernte für die Litschis, die nach Europa kommen: Diese muss während einer sehr kurzen Periode von etwa zwei Wochen Ende November und im Dezember erfolgen. Im Anschluss sollten die Früchte möglichst schnell Europa erreichen, um dort in guter und frischer Qualität angeboten werden zu können.

Anfang Dezember haben bereits zwei Schiffe mit insgesamt 14.000 Tonnen madagassischen Litschis an Bord Europa erreicht und können auch in den deutschen Supermärkten gekauft werden. Eine weitere Ladung wird erwartet. 2015 werden so insgesamt bis zu 22.000 Tonnen Litschis aus Madagaskar in europäischen Läden zu finden sein. Man findet auf dem europäischen Markt neben madagassische Litschis auch Litschis aus Südafrika, Mosambik, Mauritius und La Réunion. Madagaskar liefert zudem auch an die arabischen Länder Dubai und Saudi-Arabien.

Wer zwischen November und Januar in Madagaskar auf Reisen ist, der findet die Litschis – und auch viele andere Obstsorten wie Mangos – überall auf den Märkten und kann sie ganz frisch geniessen.

Madagaskar-Litschi-Transport

Madagaskars Fortbewegungsmittel – Das “Pousse Pousse”

Pousse-Pousse-Transport-Ziehwagen-Madagaskar-PRIORI-Reisen

Pousse Pousse sind madagassische Zieh-Rikschas mit überdachten Sitzbänken, meist bunt bemalt und mit einfallsreichen Namen benannt.

Antsirabe im Hochland Madagaskars ist die Hauptstadt der Pousse Pousse. 3000 dieser Gefährte finden sich hier, dazu rund zwanzig Werkstätten, die sich auf den Bau der Pousse-Pousse spezialisiert haben.

Jedes Pousse Pousse erhält von der Stadtverwaltung ein Nummernschild, der laufende und ziehende “Fahrer” muss zu Beginn seiner Tätigkeit beweisen, dass er sich unfallfrei im oft hektischen Verkehrsgewühl bewegen kann.

Die Pousse-Pousse-Fahrer verstehen die Welt nicht, wenn “reiche” Europäer es vorziehen, zu Fuss durch die Stadt zu laufen, anstatt sich bequem ziehen zu lassen. Werden doch selbst kleine Schulmädchen damit zur Schule gebracht.

Madagaskar-PoussePousse-Antsirabe

Pousse Pousse Madagaskar

Madagaskar Reisen – Ideen für 2016

Madagaskar ist als Reiseland äusserst vielseitig. Warum also auf der Standard-Route durch das Land fahren und die üblichen Nationalparks und Touristenspots besuchen?

Reisbauern bei der Arbeit auf dem Feld in Madagaskar

Wir haben ein paar Ideen für spannende Madagaskar-Aktivitäten und Reiserouten zusammengestellt.
Wie wäre es zum Beispiel mit:

  • dem Besuch einer Familie und deren Zebu in der Nähe von Antsirabe,
  • einer Wein- oder Schokoladenverkostung im Hochland,
  • einem Besuch in einem Vanilledorf in der Gewürzregion SAVA, das über Strassen nicht erreichbar ist,
  • einer beeindruckenden Tanz-Vorführung gehörloser Kinder in einem Jugendzentrum in Antananarivo,
  • einem Fotokurs und Ausflug in kleine Dörfer mit Madagaskars bekanntestem Fotografen Pierrot Men,
  • einem Marktbesuch und anschliessendem madagassischen Kochkurs,
  • einer Wanderung im unbekannten Marojejy-Nationalpark mit Blick auf den Indischen Ozean
  • der Beobachtung der ringförmigen Sonnenfinsternis in einem Camp unterm Sternenhimmel im völlig abgeschiedenen Westen Madagaskars,
  • einer Besichtigung des Herzensprojekts einer madagassischen Apothekerin in Antalaha, oder
  • dem Besuch des einzigen Piratenmuseums Madagaskars…?

antalaha-cap-est.MadagaskarAuf unseren Madagaskar-Reisen 2016 finden Sie all das – und noch viel mehr.
Spannende Themen, kleine Gruppen, intensive und langsame Routen mit vielen Begegnungen und Zeit zum Selbst-Erkunden. Ob Kulinarik, Vanille, Trekking und Naturerkundung oder der Besuch von Sozialprojekten, für jede Interessenlage ist etwas dabei. Sie haben besondere Wünsche oder Ideen? Schreiben Sie uns an, wir sind seit mehr als 20 Jahren vor Ort in Madagaskar und können auch ungewöhnliche Anfragen realisieren…zuverlässig, flexibel und direkt.

Alle Aktivitäten können Sie individuell auf Ihrer Reise einbauen. Stöbern Sie durch einmal durch unseren Katalog

Unsere Reisephilosophie qualitativ hochwertiger Reisen mit fairen und langfristigen lokalen Kontakten vor Ort gilt selbstverständlich auch für unsere Gruppenreisen. Übrigens sind wir auch Mitglied im forum anders reisen, dem Verband für nachhaltige Reiseveranstalter im deutschsprachigen Raum.

Madagaskar vom Wasser erleben – unterwegs mit Schiff, Piroge und Segelboot

Madagaskar hat fast 5000 Kilometer Küste, zahlreiche Flüsse und Seen, und den Süsswasserkanal Pangalanes entlang der Ostküste. Beste Voraussetzungen also für erlebnisreiche Madagaskar-Touren auf dem Wasser.

Die Insel Madagaskar hat 18 Häfen, wovon jedoch nur noch diejenigen international bedeutend sind, in denen Kreuzfahrtschiffe anlegen: Tuléar (Toliara), Majunga (Mahajanga), Tanatave (Toamasina), Fort Dauphin (Taolanarao), Diego Suarez (Antsiranana) und auf der vorgelagerten Insel Nosy Bé im Kanal von Mosambik.

Madagaskar–Reisende können interessante Ausflüge auf Madagaskars Wasser unternehmen, auch wenn im Allgemeinen der Schiffsverkehr für touristische Zwecke eher selten geworden ist:

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Auf dem Weg von Ramena zum Mer d’Emeraud.

Im Norden
Von Ramena östlich von Diego Suarez können schöne Boots-Touren zu den drei Buchten oder zum Mer d’Emeraud, dem Smaragdmeer, gemacht werden. Türkisblaues Wasser, schöne Blicke auf eine wenig bewohnte Küstenlinie und bis zum Indischen Ozean, kleine Fischerdörfer und idyllische Strände warten dort.

Im Kanal von Mosambik
Von Ankify im Nordwesten Madagaskars starten Fähren und Touren auf die bekannte Ferieninsel Nosy Be, sowie ihre weit weniger bekannten, aber mindestens ebenso sehenswerten Nachbarinseln im Kanal von Mosambik: Nosy Komba und Nosy Tanikely.

Auf dem Fluss Loza geht es an die Westküste.
Auf dem Fluss Loza geht es an die Westküste.

Etwas südlicher, aber weiterhin im Nordwesten Madagaskars, bietet sich ein Ausflug mit dem Boot von Antsohihy nach Analalava an. Auf dem Loza-Fluss geht es idyllisch und ab der touristischen Pfade an die Küste und zum an der Meeresmündung gelegenen Küstenort Analalava. Von hier können Segeltouren oder ein Ausflug auf die ehemalige Gefängnisinsel Nosy Lava unternommen werden. Ein einmaliges Erlebnis.

Rund um Tuléar lassen sich Schnorchel- und Tauchtrips organisieren, ebenso wie Pirogenfahrten mit den traditionellen Segel-Einbäumen entlang der meist ruhigen Küste. Auch Ausflüge auf dem Wasser zu Fischerdörfern mit Langusten-Picknick am Strand können hier gebucht werden.

Vor und entlang der Ostküste
Die Überfahrt nach St. Marie (Nosy Boraha) von dem Küstenort Soanierana–Ivongo aus ist eine gute Alternative zum Flug auf die kleine Pirateninsel vor der Ostküste Madagsakars. Verschiedene Fähr-Anbieter fahren täglich in etwa einer Stunde zwischen dem Festland und der Insel hin und her. Bei schlechtem Wetter sowie Wellengang werden die Überfahrten aus Sicherheitsgründen jedoch auch kurzfristig abgesagt.

Ein Tauchboot auf Sainte Marie.
Ein Tauchboot auf Sainte Marie.

Auch von Sainte Marie starten zahlreiche Tauch- und Schnorchelboote, um die vielfältige Unterwasserwelt für Reisende erlebbar zu machen. Von Juli bis September kann man hier auch Walbeobachtungen vornehmen – denn dann ziehen die Meeressäuger von der Antarktis in die Bucht von Antogil, um ihre Jungen zu gebären. Vor Sainte Marie passieren die imposanten Giganten in sehr geringem Abstand zur Insel und machen ein aussergerwöhnliches Schauspiel sehr wahrscheinlich.

Fahrten mit kleinen Motorbooten auf dem Pangalanes-Kanal entlang der Ostküste versprechen schöne Einblicke in das Landleben, kleine Dörfer und die idyllische üppig-grüne Landschaft entlang des Wasserlaufs. Von kurzen Ausflügen bis hin zu mehreren Tagen können Reisende hier Madagaskar auf dem Wasser erleben.

Auf Madagaskars Flüssen

Camping während einer Flussfahrt auf dem Tsiribihina.
Camping während einer Flussfahrt auf dem Tsiribihina.

Möglich ist zum Beispiel eine Tsiribihina-Flussfahrt mit einem Einbaum oder Motorboot, bis zu vier Tage entlang einsamer Landschaften, kleiner Dörfer, und winkender Menschen verläuft. Übernachtet wird auf Sandbänken und tagsüber hat man viel Zeit zum Staunen, Entspannen und Fotografieren, wenn man sich durch das bislang wenig besuchte West-Madagaskar treiben lässt.
Auch auf dem Mangoky Fluss können Flussfahrten unternommen werden.

Dies sind nur einige Möglichkeiten, die sich für Madagaskar-Reisende anbieten. Weitere Infos geben wir Ihnen natürlich gerne! 

Gut essen in Madagaskar

Zebu Rind Madagaskar
Madagassisches Zebu-Rind

Madagaskar kulinarisch zu erleben gehört zu jeder Madagaskar-Reise dazu und es lohnt sich immer, verschiedene madagassische Gerichte zu probieren. Denn neben einzigartiger Natur und faszinierenden Landschaften hat auch Madagaskars Küche viel zu bieten: sie ist vielseitig, wird in den allermeisten Fällen frisch zubereitet und wird von ganz verschiedenen Einflüssen geprägt. Exotische Gerichte spiegeln die kulturelle Vielfalt der lokalen Bevölkerung wider. Chinesische, indonesische und afrikanische Einflüsse vermischen sich mit französischen und europäischen zu einer spannenden Melange im Indischen Ozean.

In den verschiedenen Teilen Madagaskars variieren die Gerichte zum Teil. Die Küche ist saisonal und regional an die vor Ort angebauten Frucht- und Gemüsesorten angepasst, ebenso wie an die Haltung bestimmter Tiere oder den Fischfang an der Küste. Die Grundlagen Reis und Maniok sowie die Gewürze Ingwer, Vanille, Knoblauch, Pfeffer etc. finden sich aber gleichermassen auf der ganzen Insel. Fleisch wird von Madagassen selbst nicht täglich gegessen. Zebu und Poulet sind die meistgefundenen Fleischsorten. An der Küste finden sich zahlreiche Fischsorten, Meeresfrüchte und Muscheln im Angebot. Generell gilt: Was auf dem Markt angeboten wird, wird frisch und bis heute meist auf dem Feuer zu leckeren Gerichten verarbeitet.

Madagaskar Küche FeuerstelleMadagaskars Hauptstadt Antananarivo liegt in der Mitte der Insel. An den Strassenbuden oder in den Restaurants finden Reisende typische, ursprüngliche madagassische Gerichte. Die Köche der Stadt verbinden Tradition, Kultur und Wissen. Das Fleisch des madagassischen Zebu-Rinds ist einer der Hauptbestandteile von madagassischen Spezialitäten in Antananarivo. Beilagen sind meist Reis – die Basis der madagassischen Ernährung. Oft wird Reis mit Kokosraspeln serviert. Auch „Ravitoto” (pürierte bzw. gestampfte Maniokblätter) zählen zum traditionellen Essen, vor allem im Hochland; dieses Gericht findet man jedoch äusserst selten in Restaurants – es gilt als das Essen der armen Leute. In Antananarivo kann man die traditionelle, lokale Küche sehr gut ausprobieren.

Languste Hummer MadagaskarToamasina oder Tamatave ist die größte Stadt im Osten und die bedeutendste Hafenstadt von Madagaskar. Auch wirtschaftlich und touristisch ist Tamatave gut aufgestellt. Die Küche dieser Küstenstadt ist vielseitig und mit seinem Fischreichtum ist Tamatave und die Ostküste Madagaskars bekannt für die besten Rezepte für Meeresfrüchte. Gegrilltes Seafood, Suppe aus Meeresfrüchten, gebratener Fisch, Krabben-Curry, Calamari und Hummer … hier findet man frische Spezialitäten aus dem Meer auf den Menüs in den Karten. Dazu wie immer Reis, oft mit Kokos, Ingwer oder Safran gewürzt.

Stöbern Sie durch Speisekarten einiger Restaurants in Madagaskar oder schauen Sie auf unseren PRIORI-Gastronomie-Blog, der sich mit Essen in Madagaskar beschäftigt.

Eine ganze Reise rund ums Essen und das Thema Kulinarik in Madagaskar bieten wir von PRIORI im März 2016 an. Zwei Wochen lang steht das kulinarische Madagaskar im Fokus, wenn wir durch das Hochland fahren, mit viel Zeit und Appetit im Gepäck, und uns durchkosten durch Strassenstände, Hotelys (kleine Strassenrestaurants), noble Restaurants und Marktstände. Wir schauen Frauen in die Kochtöpfe und lernen viel über die Alltags-Küche, wir besuchen einen Weinbauern und einen Käsebetrieb und erfahren Neues über die Lebensmittelproduktion in Madagaskar. Auch die Brauerei des madagassischen Biers THB können wir besichtigen. Und neben kosten, probieren und zusehen machen wir zum Ende auch selbst einen Kochkurs und bereiten ein schmackhaftes madagassisches Menü vor, nachdem wir die Zutaten gemeinsam auf dem Markt gekauft haben.

Dieser Kochkurs in Antananarivo mit dem madagassischen Koch Lalaina ist übrigens auf jeder Reise eine spannende und schmackhafte Aktivität, die über uns gebucht werden kann. Essensvorlieben, Allergien etc. werden selbstverständlich berücksichtigt.Kochkurs_Zubereitung-Poulet a coco.Collage

Und wer zuhause schon einmal in die Madagassische Küche eintauchen möchte, für den gibt es hier noch ein einfaches, aber leckeres, Rezept für den madagassischen Bananenkuchen Koba Ravina.

Madagaskars Fadys und Tabus…verbotene Zwiebeln

Markt_Ernte_Panorama

Madagaskar ist ein faszinierendes Land, aussergewöhnlich, fremd und voller Traditionen, Bräuche und Tabus. Auch die ARD hat sich mit den besonderen Gegebenheiten in Madagaskar auseinandergesetzt: Wieso sind in einigen Orten der Insel Zwiebeln verboten? Die Drehreise für den kurzen Clip für die Sendung Weltspiegel wurde übrigens vorbereitet, geplant und begleitet von PRIORI Reisen.

Mehr zu den Fady, den Tabus in Madagaskar, kann übrigens auch in unserem Artikel nachgelesen werden. Denn die Sache mit den Zwiebeln ist nur ein kleiner Punkt. Viele Orte, Plätze, Bäume in Madagaskar sind heilig. Manche Rituale und Verbote gelten nur in ganz bestimmten Orten, manche auch nur für bestimmte Familien. So wissen auch Madagassen nicht immer, welche Fady gelten, wenn sie an andere Orte fahren. Faszinierend…wie so vieles in Madagaskar! Wir zeigen es Ihnen gerne!