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Zoma in Madagaskar: der grosse Markt am Freitag

Der weltgrösste Markt unter freiem Himmel war der Zoma in Madagaskars Hauptstadt Antananarivo. Der Markt fand seit Jahrhunderten immer ganztags an jedem Freitag statt. Zoma, ausgesprochen suma, bedeutet Freitag in der madagassischen Sprache.

Markt Madagaskar Zoma Antananarivo HülsenfrüchteDer Zoma bot alles, von Früchten und Gemüse bis zu Kleidern, von gebrauchten Autoersatzteilen bis hin zu neuester Elektronik. Jeden Freitag strömten tausende von Händlern, Wiederverkäufern und Bauchladenverkäufern mitten in die Hauptstadt Madagaskars, um den zehntausenden von Besuchern Waren zu verkaufen. Es gab zwar roh gezimmerte und schnell erstellte Marktstände aus Holz und überdeckt mit Planen, doch ebenso setzten sich viele Händler einfach auf ein Plastikstück auf den Boden. Ein Durchkommen war für die Besucher schwierig, für Autos eine wirkliche Herausforderung. Menschenstaus, Taschendiebe und kilometerlange Autostaus machten den Zoma unerträglich.

So setzte die Stadtverwaltung von Antananarivo zu Beginn der 1990er Jahre diesen bekanntesten Traditionsmarkt von Madagaskar einfach aus. Es entstanden mehrere kleinere Märkte am Rand der Innenstadt und nur noch ein kleiner, täglicher Frischproduktemarkt findet sich im Zentrum der Stadt. Mit dem legendären Zoma hat er nichts mehr zu tun.

OLYMPUS DIGITAL CAMERAEin vergleichbarer Markt hat aber 400 km südlich der Hauptstadt von Madagaskar überlebt. Es ist der nur regional bekannte Zoma von Fianarantsoa. Diese Stadt wird als Schwesterstadt von Antananarivo betrachtet. Hier im Bestileoland findet nach wie vor jeden Freitag der grosse Wochenmarkt statt. Auch er wird daher Zoma genannt und bietet eine unglaubliche Menge an Produkten aller Art. Der Zoma von Fianarantsoa kennt auch enge Gassen, durch die sich die Fussgänger drängeln, weil die Marktfahrer ihre Stände sehr eng aufbauen. Doch es bleibt Luft und es sind weniger Menschen als früher in Antananarivo. Verkäufer und Käufer stammen aus der Region und kaum je ist ein Tourist zu sehen.

Der Zoma beginnt morgens bei Sonnenaufgang und in Madagaskar ist das jahraus, jahrein um sechs Uhr früh. In den Monaten Juni bis August zittern die Leute vor Kälte, denn auf den 1400 Metern über dem Meer fühlt es sich im madagassischen Winter sehr kalt an. Vom Dezember bis März hingegen drängen sich die Leute unter Plastikstücke, um sich vor dem Tropenregen zu schützen. In den anderen Monaten jedoch ist ein ausgedehnter Spaziergang über den Zoma ein ausgesprochen interessantes Erlebnis.
OLYMPUS DIGITAL CAMERADa sind nicht nur Farben aller Art, da sind auch Gerüche in allen Variationen und da sind vor allem die visuellen Eindrücke, die einmalig sind. Denn der Markt wird gern von der ruralen Bevölkerung der Umgebung besucht, als Verkäufer oder Käufer oder beides, und dies bringt bunte Kleidung, farbenfrohe Hüte und markante Gesichter in die Stadt. Fotografen berauschen sich an der Farbenwelt und der Szenerie dieses Marktes. Kein Wunder lebt der bekannteste Fotograf Madagaskars, Pierrot Men, in Fianarantsoa.

Fianarantsoa wird von Touristen oft nur als Zwischenaufenthalt benutzt, um von dort aus mit der Eisenbahn an die Küste zu fahren. Dabei hat Fianarantsoa viel mehr zu bieten: nebst dem Freitagsmarkt sind dies Weingüter, Handwerk, eine UNESCO-Altstadt und einen Fotokurs mit Pierrot Men. Nebst diesen Aktivitäten bietet die Reiseorganisation PRIORI noch weitere Highlights im Betsileoland an. Infos unter www.priori-reisen.de und www.madagaskarhaus.ch

Fotokurs in Madagaskar mit Pierrot Men

Gehen Sie mit dem weltweit bekannten madagassischen Fotografen Pierrot MEN einen Tag lang hinaus in die Dörfer und fotografieren Sie das ländliche Madagaskar mit seinen Menschen, Szenen und Landschaften. Pierrot MEN gibt dabei Tipps und Hinweise, erklärt technische Fotoprobleme und öffnet auch die Türen zu den Menschen. Dieses Angebot können Sie exklusiv über PRIORI Reisen buchen.
Madagsakar Fotograf Pierrot Men
Der bekannteste Fotograf Madagsakars: Pierrot Men in seinem Studio in Fianarantsoa.

Der 1954 geborene Pierrot MEN wuchs in sehr ländlicher Umgebung im Südosten von Madagaskar auf. Seine Familie hat chinesische Wurzeln: der Grossvater von Pierrot immigrierte vor fast hundert Jahren nach Madagaskar. Seit seiner Jugend interessierte sich Pierrot für Fotografie, für Licht und Kunst. Dank Freunden kam er zu seiner ersten Kamera und allmählich schaffte er sich einen Namen als bester Fotograf Madagaskars.

In der kleinen Stadt Fianarantsoa betreibt er seit 30 Jahren ein Fotogeschäft und seine Postkarten haben das Bild Madagaskars in die ganze Welt hinausgetragen. Er wurde in unzähligen Ausstellungen und mit Preisen geehrt. Mehrere Bücher entstanden mit seinem fotografischen Werk und doch sitzt er noch immer in seinem kleinen Büro, nun nicht mehr vor dem Diakasten, sondern am Bildschirm, um seine Fotos zu redigieren. Ausser er ist denn unterwegs in der Welt für Ehrungen und Ausstellungen.

Fotografie von Pierrot Men Madagaskar
Eines der vielen stimmungsvollen Madagaskar-Fotografien von Pierrot Men.

Pierrot MEN ist ein Starfotograf, aber bescheiden geblieben. Er liebt das einfache, ländliche Leben seiner Heimat und wann immer möglich fährt er hinaus ins hügelige Betsileoland und beobachtet und fotografiert. ‘Manchmal bin ich einen ganzen Tag unterwegs und mache kein einziges Foto. Aber mit den Augen sauge ich alles auf‘, sagt er dem PRIORI-Gründer Franz Stadelmann. Die beiden kennen sich seit fast dreissig Jahren, als der Schweizer Ethnologe im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit nach Madagaskar kam.

Nun trägt diese Freundschaft auch für Reisende Früchte. PRIORI, die Reiseorganisation für Madagaskar, organisiert im Rahmen der individuellen Touren auch einen Tagesausflug mit Pierrot MEN. Das kann natürlich nur entsprechend der Agenda des Fotografen durchgeführt werden.

Wer sich für diesen Kurzkurs in madagassischer Umgebung interessiert, findet im Madagaskarhaus in Basel und bei PRIORI Reisen in Berlin mehr Infos. Kontaktieren Sie uns einfach!

Die Homepage von Pierrot MEN lautet: https://www.pierrotmen.com

Schokolade aus Madagaskar

Schokolade aus Madagaskar wird weltweit vermarktet. Denn Madagaskar ist nicht nur die Insel, auf der der Pfeffer wächst: Im Norden und Nordwesten Madagaskars gedeihen im tropisch-warmen Klima neben Vanille, Gewürzen und Kaffee auch Kakaopflanzen.
Kakao Pflanze Madagaskar Kakaobohnen Kakaofrüchte
Kakaobaum in Madagaskars Norden bei Ambanja.

Vor allem in der Region des Sambirano-Flusses und des kleinen Ortes Ambanja können Reisende Kakaoplantagen finden, und sich dort ein Bild der Kakaoproduktion in Madagaskar machen. Kakaoanbau in Madagaskar hat eine lange Tradition – die Kakaopflanzen der Spitzensorten Criollo und Trinitario stammen  meist noch als der französischen Kolonialzeit.

Neben dem reinen Anbau der Kakaobohnen werden die Früchte nur zu geringem Teil lokal in Madagaskar veredelt und verarbeitet. Meist geschieht dies im Exportland. Doch es gibt auch Ausnahmen: Einige madagassische Familienbetriebe sind auf die Schokoladenproduktion spezialisiert und geniessen bis heute ein grosses Ansehen in Madagaskar. Ihre Schokoladen und Pralinen können sich sehen lassen! Dazu gehört der madagassische Schokoladenbetrieb Chocolat Robert, der seine edlen Kakaoprodukte in ganz Madagaskar vertreibt und auch exportiert.

Kakaobohnen nach der Ernte in Madagaskars Norden.
Die rohen Kakaobohnen.

In einem kurzen Info-Film zu Schokolade aus Madagaskar erklärt Franz Stadelmann vom PRIORI Madagaskarhaus noch einmal kurz einige Fakten zur madagassischen Schoko-Produktion:

Reise durch Madagaskars Norden – Vanille, Schlamm und Ramsamsam

Die Reiseberichte unserer Kollegin Ellen, die gerade in Madagaskars unterwegs ist, geben Einblicke und eine Idee davon, was es heißt, in Madagaskar zu reisen. Heute nehmen wir Sie mit nach SAVA, die Vanilleregion Madagaskars:

Reise Madagaskar Norden VanilleLetzten Samstag haben wir eine dreitägige Reise von Antalaha ins Landdesinnere gemacht. Geplant waren zwei Stunden Autofahrt mit anschliessenden zwei Stunden Bootsfahrt auf dem Fluss Ankavanana zum Dorf Sarahandrano.
Wie es so ist in Madagaskar kommt es oft anders als geplant und zwei Autostunden werden zu 3-4. Die Strasse war – wie erwartet nach dem Regen – voller Schlamm und grossen Seen. Auch wenn wir nur einmal so richtig fest in Schlamm stecken blieben, haben wir viel Zeit damit verbracht, einem Taxi-Brousse (lokaler Minibus) zu helfen, der ohne unsere Hilfe garantiert nicht weitergekommen wäre.

Madagaskar Reise SAVA Vanille DorfBei Ankunft in dem Dorf, von dem unsere Weiter-fahrt mit einen Boot geplant war, hat sich herausgestellt, dass der Bootsfahrer nicht genug Treibstoff gehabt hat, um “so weit” zu fahren. Also mussten wir noch ein Stück weiter mit dem Auto fahren, das ist eben auch Madagaskar – man muss flexibel sein und sich von Anfang an und das Beste daraus machen, wenn etwas nicht wie geplant läuft.
Anderseits geben solche Abweichungen vom Plan immer die Gelegenheit etwas zu erleben, womit man vorher nicht gerechnet hat. Bevor wir uns auf die Weiterfahrt aufmachten, wollten wir die lokalen Bontaka (Bananenküchlein, nur aus Mehl und Bananen gemacht) probieren. Die Bontaka haben so gut geschmeckt, dass uns eines nicht genug war, und am Ende probierten wir richtig viele, so dass wir „vokybe“ (satt) weiterfuhren. Durch unsere Kostprobe haben wir natürlich etwas Zeit verloren und kamen letztendlich wegen der schlechten Strasse absolut nicht so weit wie wir wollten…

…lange Story kurzer Sinn, wir mussten das letzte Stück zum Boot zu Fuss bestreiten, was sich als schwieriger als gedacht erwies. Die nasse Strasse war glatt wie Eis im Winter. Doch mit viel Vorsicht und nach nur ein paar kleinen Stürzen (zum Glück ohne Beinbruch oder kaputte Kameras) kamen wir nölig am Boot an und konnten die nächsten zwei Stunden auf dem Wasser in vollen Zügen geniessen. Für jede Minute, die wir unterwegs waren, bewegten wir uns mehr und mehr weg von der Zivilisation, bis wir unser Ziel – das kleine Vanilledorf – kurz nach Mittag erreichten.

Sie haben auf uns gewartet und das Essen stand parat. Jacqueline, die Frau, die für uns gekocht hatte, könnte ohne Problem ein erfolgreiches Restaurant in der Stadt aufmachen, weil das Essen ausgezeichnet gut geschmeckt hat. Anschliessend haben wir unsere Sachen in die Bungalows gebracht, bevor wir dieses kleine Dorf näher angekuckt haben.

Madagaskar Reise SAVA VanilleDie Menschen hier leben hauptsächlich von Vanilleplantagen, überall wo wir hingingen hat es nach Vanille gerochen. Es war deutlich zu spüren, dass sie hier vor Ort nicht sehr gewohnt an Touristen gewöhnt sind (hoffentlich verbleibt es auch so). Als wir ankamen waren die Leuten sehr freundlich, begrüssten uns mit einem “Bole tsara” und keiner bettelte nach Geld, Seife oder irgendeinem anderen Geschenk. Ausser ein Herr, der sein ganzes Geld garantiert aufgebraucht hatte, um Alkohol zu kaufen…er fragte mich nach Geld für eine kleine Flasche Rum. Er hatte nach meinem Empfinden mehr als genug für die nächsten Tagen getrunken – und wenn es um Geld für Alkohol geht bin ich sowieso nicht die richtige Ansprechpartnerin.

Unsere Bungalows hatten deutliche Spuren, dass sie nicht gerade viel benutzt werden…und auch deswegen hat wohl niemand versucht, sie in Schuss zu halten. Der Bungalow, den wir hatten war im Grundriss grosszügig und hatten eine sehr gute Matratze…aber was einmal einen Balkon war, waren jetzt nur ein paar morsche Holzstücke, die das Betreten des Balkons leider unmöglich machten. Die vielen Lampen die herumhingen funktionierte alle nicht, da der Generator im Dorf war (und die Bungalows ausserhalb der Dorf)….
Aber für ein paar Nächte war dies ein wunderschöner Ort zum Verweilen. Madagaskar Reise Vanille Norden Wir wohnten nur 5 Minuten zur Fuss vom Dorf entfernt und hatten eine wunderschöne Aussicht auf den Fluss. Am ersten Abend durften wir einen wunderschönen Sternen-himmel beobachten und konnten das “Kreuz des Südens” sehr gut sehen. Direkt neben unserem Bungalow haben wir Chamäleons und verschiedene Vogelarten gesehen und mit der Stille, nur begleitet von Vogelsang, war dieser Ort wie ein kleines Paradies, speziell im Vergleich zu Antalaha, wo wir herkamen.

Der Hauptgrund für diese Reise war, dass wir ein paar Vorbereitungen für ein deutsches Fernsehteam, das eine Woche später kommen sollte, machen mussten. Sie werden eine Dokumentation über Madagaskar und speziell über Vanille machen…
…und ich freue mich schon, das fertige Produkt zu sehen.

Ich bin auch gespannt, ob das Fernsehteam auch ein paar singende Kinder antreffen wird, die vielleicht Ramsamsam singen und dazu tanzen…denn als ich dieses Dorf verlassen habe habe ich zusammen mit mindestens 40-50 Leuten dieses Lied gesungen und den dazugehörenden Tanz geübt. Den ersten Tag habe ich Ramsamsam zusammen mit ein paar Mädchen gesungen. Als ich am folgenden Tag durch Dorf ging hatten sie sichtlich auf mich gewartet…diesmal Mädchen und Jungen, die alle Ramsamsam singen und tanzen wollten.
Es macht richtig Spass Kindern etwas zu lehren, das sie weiterlehren können.

Zurück in Antalaha musste ich zugeben, dass es ein solcher Offroad-Trip recht anstrengen sein kann. Nachdem ich mich im Auto festhalten musste, habe ich Muskelkater wie nach einen Marathon bekommen. Aber der Muskelkater verschwindet und die Erinnerungen bleiben. Und bald brechen wir auf zu unserem nächsten Abenteuer hier in Madagaskar.

Reise Madagaskar Norden Vanille

Madagaskars Andringitra Nationalpark

Madagaskar Andringitra Pic Boby Trekking PRIORI Reisen
Aktiven Reisenden bietet Andringirtra mit seinen Kombination aus Steinkuppeln, geologischen Formationen und endemischen Sukkulenten ein einmaliges Trekkingerlebnis in einer der schönsten Landschaften Madagaskars.

WS_Landschaft_Andringitra-3Der Andringitra Nationalpark, im Südosten von Madagaskar gelegen, ist ein mystischer Ort. Der Legende nach haben sich hier die Götter zum Murmel-spielen getroffen. Als Beweis liegen bis heute mächtige Granitkugeln verstreut in dieser imposanten Landschaft. Man findet in diesem Gebirge vor allem eins: Ruhe, Weite und Einsamkeit.

Im Nationlpark an der Grenze der Betsileo- und Bara-Stämme durchwandert man Täler, in denen Reis angebaut wird und kleine abgelegene Dörfer. Gleichzeitig kann man den höchsten zugänglichen Gipfel Madagaskars erklimmen: Der 2568 Meter hohe  „Pic Boby“ (Pic d’Imarivolanitra, bedeutet “nah am Himmel”) bietet mit seinen Steinformationen und einem 360Grad Ausblick atemberaubende Augenblicke und eine gelungene Belohnung für jeden Wanderer.

Mehr als 50 Kilometer der Umgebung angepasste Wege durchziehen das Andringitra-Gebiet, und ermöglichen verschiedene Touren und Trekkings für jeden Anspruch und für jede Kondition, von Wald und Wasserfällen bis zu steinigen, kargen Ebenen und Gipfeln.

Andringitra_Trekking_Madagaskar_PRIORI-Reisen_Pic-Boby_webDer Park wurde im Jahr 1999 auf Bemühungen des WWF hin zum Nationalpark erklärt und ist seit 2007 UNESCO Weltnaturerbe. Man versucht, die landwirt-schaftliche Bevölkerung von 200 umliegenden Dörfern in die Verwaltung des geschützten Gebiets einzubeziehen. So kommen u. a. die lokalen Guides aus den Dörfern im Nationalparkgebiet. Sie sind gut ausgebildet und haben viel Wissen, vor allem zu den einheimischen medizinischen Pflanzen. Die meisten von Ihnen sprechen gut Französisch, einige auch Englisch.

Das 31.160 ha umfassende Gebiet ist bis heute relativ wenig besucht. Auch diese Tatsache macht Andringitra und sein angrenzendes Tal Tsaranoro mit seinen atemberaubenden Landschaften und ausgezeichneten Möglichkeiten für Trekking und Abenteuersport (Paragliding, Freeclimbing…) so anziehend und besonders.

Wir von der PRIORI organisieren Ihr Programm gemäss Ihren Wünschen. Wir zeigen Ihnen, welche Nationalparks sich am besten mit Ihrer Reiseroute und Ihren Interessen verbinden lassen. Dazu gehören auch die nötigen Binnenflüge, Fahrzeug und Hotelunterkünfte. Wir helfen gerne weiter und haben zahlreiche Tourenvorschläge parat.

Buckelwale in Madagskar – Whale Watching und Wal-Festival

Jedes Jahr Mitte Juni tauchen die ersten Buckelwale (Megaptera novaeangliae) vor der Küste Madagaskars auf.

Die Wale verbringen die Monate November bis Mai rund um den Südpol, bevor sie in die warmen Gewässer der Subtropen ziehen, um hier ihre Kälber zur Welt zu bringen. Die bis zu 16 Meter langen Meeressäuger werden jährlich ab Juni an der Südspitze Madagaskars gesichtet. Einige ziehen dann weiter der madagassischen Westküste entlang und sind  in der Region um Tulear und Maintirano zu sichten. Ein Großteil der Tiere – etwa 500 bis 1000 Wale – schwimmt östlich von Madagaskar, an der Insel Sainte Marie vorbei in Richtung Norden, um in der Bucht von Antogil zu kalben. Durch die beständigen Südostwinde ist das relativ flache Wasser in dieser von der Halbinsel Masoala eingesäumten Bucht meist trüb und bildet einen geschützten Ort für die Meeressäuger und ihrer dort geborenen Kälber. Im September ziehen die Wale und die rund fünf Meter langen Jungtiere wieder in die arktischen Gewässer zurück.

Whalewatching in Madagaskar von Juli bis September

Buckelwal Madagaskar Sainte Marie PRIORI ReisenBesonders in der etwa 60 Kilometer langen Meeresenge zwischen der kleinen Insel Sainte Marie und dem madagassischen Festland sind die Tiere sehr nah am Land und Walbeobachtungen (whale watching) sind ein eindrückliches Naturspektakel für Reisende und Einheimische gleichermaßen. Wer sich in der Zeit zwischen Juli und September an Orten der Küste Madagaskars, auf der Masoala-Halbinsel oder auf der Insel Sainte Marie aufhält, der kann ein ganz besondere Erlebnis hautnah erleben:

Die Buckelwale kommunizieren untereinander mittels ihrer Sprünge, Rufe und Flossenbewegungen. Die Brustflossen der rund um Madagaskar anzutreffenden Buckelwale sind um einiges grösser als bei den rund 80 anderen Wal-Arten, die es auf der Welt gibt. Ihr regelmässiges Auftauchen ist daher sehr eindrücklich und fotogen. Als Säugetiere müssen Wale zum atmen regelmäßig an die Wasseroberfläche kommen. Beim Ausatmen stoßen die Meeressäuger jedes Mal meterhohe Fontänen aus. So entsteht eine einmalige Choreographie und eine unvergessliche Erfahrung, an der Reisende teilhaben können.

Von Ambodifotatra, der kleinen Inselhauptstadt von Sainte-Marie, und von Maoantsetra am Eingang zur Masoala-Halbinsel bieten verschiedene Anbieter Tagesausflüge zur Walbeobachtung an. Aber auch von der Küste Sainte Maries können die Wale sehr gut beobachtet werden.

Schutz der Buckelwale in Madagaskar

Buckelwal Flosse Madagaskar Walbeobachtung PRIORI ReisenDie Insel Sainte Marie setzt sich seit den 1990er Jahren verstärkt für den Schutz der Buckelwale ein. Denn die Tiere sind eine bedeutende Touristenattraktion. Die Organisation MEGAPTERA (www.megaptera.org) setzt sich für den Schutz der Säuger ein. Seit 2009 gibt es daneben den Verein CétaMada, der ein Forschungsprogramm für Buckelwale betreibt und in dem sich touristische Akteure der Insel für den Walschutz, verantwortungsvolle Walbeobachtungen, die Erhaltung des Lebensraums der Meeressäuger und die Aufklärung der lokalen Bevölkerung einsetzen.

Walfestival und Walmuseum in Sainte-Marie erleben

Jedes Jahr im Juli veranstalten die Organisationen und die Tourismusunternehmen auf der Insel Sainte Marie das Festival der Wale (festival de la baleine). Im Jahr 2015 wird das Fest vom 4. Bis 11. Juli stattfinden. Auch ein kleines Museum zu den Buckelwalen informiert über das Leben und die Migration der Tiere.


Wer die Buckelwale einmal erlebt hat, wird den Anblick und den Gesang dieser faszinierenden Tiere nicht mehr vergessen. PRIORI Reisen gibt gerne Auskunft und organisiert Ihre Reise zu Madagaskars Walen!

Buckelwal Flosse im Meer vor der Insel Sainte Marie Madagaskar

Madagaskar – Insel der Edelsteine und Mineralien

Die Insel Madagaskar bietet nicht nur eine einmalige Vielfalt an Pflanzen und Tieren, sondern ist auch voller Mineralien, Rohstoffe und Edelsteine. Gold und Silber, Zink, Titan und ‘seltenen Erden’ – in Madagaskar findet man alles und noch viel mehr.

Edelsteine Steine Madagaskar PRIORI ReisenMadagaskar gilt als eines der Länder mit den meisten Fundstellen für Edelsteine weltweit. Edel- und Halbedelsteine wie Rosenquarz, Amethysten, Amazonit ebenso wie Saphir, Smaragd, Turmalin und Topa finden sich in großen Mengen.

Bis heute ist der Abbau von Steinen in Madagaskar eher artisanal als industriell. In vielen Abbaugebieten haben sich Chinesen, Thailänder Sri Lankesen angesiedelt, die ihr Geld – mehr oder weniger legal – als Zwischenhändler und Aufkäufer verdienen.

Wer vorhat, auf einer Madagskar-Reise Steine oder Mineralien zu kaufen, sollten sich bereits im Voraus damit vertraut machen. An vielen Orten der Insel werden Steine, ebenso Gold oder Silber ‘auf der Strasse‘ angeboten.  Man wird dort jedoch sehr schnell ausgetrickst und bekommt zu den erworbenen Steinen oftmals keine Ausfuhrpapiere.

Es ist grundsätzlich problemlos möglich, Steine und Mineralien aus Madagaskar auszuführen. Für einen alltäglichen Zierstein braucht man keine Ausfuhrgenehmigung. Je ‘kostbarer‘ der Kauf, desto wichtiger werden jedoch gültige Ausfuhrpapiere. Sie müssen vom Verkäufer mitgeliefert werden und alle seriösen Läden stellen diese Ausfuhrbescheinigung sofort aus.

Edelsteine Mineralien aus Madagaskar

PRIORI gibt gerne weitere Auskunft zu Edelsteinen und Mineralien, und Infos zu geeigneten und seriösen Läden zum Kauf von Steinen etc. in Madagaskar. Mit uns reisen Sie gut betreut und entdecken Madagaskar doch ganz individuell. Kontaktieren Sie uns!

Madagaskars Piraten: Mythen, Schätze und ein Museum

Mit dem Fund eines 50 Kilogramm schweren Silberbarrens in einer Bucht der kleinen Insel Sainte Marie, der angeblich von William Kidd stammen soll, hat es Madagaskar gerade wieder einmal in die Medien geschafft.

Piratenschiff Madagaskar Postkarte Piratenmuseum PRIORI Tatsächlich ist die Geschichte der Freibeuter und Seeräuber in Madagaskar von zahlreichen Mythen und Rätseln geprägt, und daher bis heute spannend und erzählenswert. Piratengeschichten nähren die Phantasie Europas seit Jahrhunderten. Dabei seien die Vorstellungen vom aufregenden Leben der Piraten in den Gewässern rund um die Pfefferinsel Madagaskar oft romantisiert, sagt Bettina Fong Yam vom Piratenmuseum in Antananarivo.

Das Piratenmuseum in der madagassischen Hauptstadt wurde Ende 2008 vom Reiseveranstalter PRIORI eröffnet.
Es greift die Geschichte der Piraten Madagaskars auf, geht aber auch auf Seeräuber in der Karibik, ein. Berühmte Piraten werden ebenso vorgestellt wie die mysteriöse Piratenrepublik Libertalia, die sich im Norden Madagaskar befunden haben soll. Madagassische Mitarbeiter führen durch die Ausstellung, auf Wunsch auch auf Deutsch.

Die Piraterie entstand im Indischen Ozean vor etwa 300 Jahren. Damals entstand Schiffhandel zwischen China, Arabien, Indien und Europa. Neben Gewürzen, Reis, Tee und Zucker, wurden auch Indigo, Edelsteine, Kupfer sowie Baumwolltücher von der Malabar- und Coromandelküste, und Seidentücher aus Bengalen über den Seeweg exportiert. Auch reich beladene persische und indische Pilgerschiffe auf ihrem Weg nach Mekka, sowie die Silberflotten der spanischen Kolonien durchfuhren den Indischen Ozean und passierten Madagaskar.

Die Insel war ein idealer Ort für die Piraten, die meist aus Europa kamen. Zahlreiche Buchten, vor allem entlang der stürmischen Ostküste zwischen Tamatave und Antongil mit der vorgelagerten kleinen Tropeninsel Sainte Marie, bildeten beliebte Aufenthaltsorte und Verstecke entlang der viel befahrenen Handelsrouten.

Der wohl bekannteste Pirat Madagaskars war der schottische Kaufmann William Kidd.
Über zwei Jahre segelte er, eigentlich als Piratenjäger, in den Gewässern zwischen Afrika und Indien und betätigte sich dabei selbst als rücksichtsloser Pirat. Entgegen vieler – vor allem wohl touristisch förderlicher – Angaben liegt William Kidd jedoch nicht auf dem bekannten Piratenfriedhof auf der Insel Sainte Marie begraben. 1701 wurde William Kidd in London der Prozess gemacht und dort gehenkt.

Schatztruhe im Piratenmuseum MadagaskarBis heute liegen in den Buchten der kleinen Insel Sainte Marie zahlreiche Wracks. Wie es sich für eine gute Piratengeschichte gehört wird auch hier ein noch unentdeckter Piratenschatz vermutet.
Seit Jahren sind Schatzsucher und Archäologen auf der Suche nach Kidds verschollener Beute. Der Silberfund des amerikanischen Taucherteams stammt angeblich aus dem Wrack der “Adventure Gallery”, dem Boot William Kidds: Münzen, chinesisches Porzellan aus dem 17. Jahrhundert und der 50 Kilogramm wiegende größte jemals gefundene Silberbarren. 13 weitere Wracks sollen in der Bucht vor Sainte Marie liegen und weitere Schätze beherbergen.

Der Fund und die mediale Aufbereitung entfachen nun neue Geschichten rund um Madagaskars Piratengeschichte. Als Touristen-Magnet lohne sich der Mythos allemal, sagt Bettina Fong Yam vom Piratenmuseum in Antananarivo: “In Madagaskar gibt es mittlerweile Hotels, Restaurants, Straßen, die sich ‘Libertalia’ oder nach einem Piraten nennen.”

Wer mehr über die Piraten in Madagaskar und ihr Leben erfahren möchte ist bei PRIORI richtig:

PRIORI Piratenmuseum Antananarivo MadagaskarIm PRIORI Piratenmuseum in Antananarivo finden Interessierte viele ausführliche Informationen zur Geschichte der Seeräuber in Madagaskar, aber auch in der Karibik und im Indischen Ozean. PRIORI-Chef Franz Stadelmann, von Haus aus Ethnologe, hat zahlreiche sowie ausführliche Hintergrund-Informationen zur Geschichte der Piraterie auf Madagaskar verfasst.

PRIORI organisiert gerne auch individuelle Abenteuer-Reisen in Madagaskar auf den Spuren der Freibeuter. Kontaktieren Sie uns gerne für eine unverbindliche Beratung!

Camping und zelten in Madagaskar

Madagaskar ist ein Naturparadies, landschaftlich reizvoll und extrem vielseitig. Die Insel bietet zahlreiche Möglichkeiten, die einzigartige Flora und Fauna auch zu Fuß zu erkunden.

Wanderer, Rucksacktouristen und Outdoor-Liebhaber, die Madagaskar auf eigene Faust bereisen und mit Zelt unterwegs sind, sollte auf einige Dinge achten, wenn sie ihr Zelt aufschlagen und campen möchten.

In den fast 50 Naturparks, Schutzgebieten und Nationalparks Madagaskars, die für Reisende zugänglich sind, können Reisende mit einem lokalen Guide auf Beobachtungstour gehen. Meist dauern Touren in den Parks zwischen einer Stunde und einem Tag. Doch Madagaskar bietet auch schöne Wandermöglichkeiten und Trekkingtouren durch beeindruckende Landschaften, die mehrere Tage dauern.

In den Nationalparks ist Zelten grundsätzlich möglich.

In den vielen Parks wie Isalo, Ankarana und Montagne d’Ambre gibt es ausgewiesene Camping-Areale. Erwarten Sie dort aber keine Ausstattung, wie Sie es von europäischen Campingplätzen kennen. Es gibt dort lediglich überdachte Kochstellen, und hin und wieder ein paar Sitzmöglichkeiten. Selten findet man hier ein Klohäuschen und geschlossene Räume (so in Montagne d’Ambre). Reisende, die in Nationalparks im Zelt übernachten möchten, müssen sich bei der Parkverwaltung anmelden, den Parkeintritt für die entsprechende Aufenthaltsdauer entrichten und für diese gesamte Zeit auch von einem lokalen Guide begleitet werden. „Wild campen“ ist verboten in den Naturreservaten der Insel.

Ist man hingegen unterwegs in den oft sehr zersiedelten Gegenden Madagaskars, vor allem im Westen der Insel, dann ist das Zelt oftmals die einzige Möglichkeit zu übernachten. Dies ist zum Beispiel bei Flussfahrten auf dem Tsiribihina- oder Mangoky-Fluss der Fall. Aus Sicherheitsgründen sollte man immer mit einem Guide unterwegs sein, wenn man in freier Wildbahn zelten möchte. Er kennt die lokalen Gegebenheiten und die Sicherheitslage, kann einen Blick auf Wertgegenstände werfen und weiß über die örtlichen Tabus Bescheid. Die Rolle der so genannten Fadys, madagassische Tabus ist nicht zu unterschätzen. Viele Wegpunkte werden als heilig angesehen und dürfen nicht betreten, berührt oder nicht mit bestimmten Lebensmitteln im Gepäck besucht werden.

Reisende, die alleine ohne Guide mit Zelt unterwegs sind können in vielen Gegenden Madagaskars in der Nähe eines Dorfes relativ sicher campen. Ihnen sei geraten, immer den lokalen Dorfchef (président de fokontany) nach Erlaubnis zu bitten und so ihren Respekt zu zeigen. Dass eine Übernachtung im Zelt verboten wird ist unwahrscheinlich. Sehr viel eher wird es vorkommen, dass man zum Essen eingeladen wird.

Ein leichter Sommerschlafsack reicht in den meisten Regionen Madagaskars zum Übernachten im Freien. Im zentralen Hochland und in bergigen Gegenden, wie z.B. im Andringitra Nationalpark kann es nachts empfindlich kühl werden. Hier wird man mit einem Daunenschlafsack wesentlich entspannter schlafen.  Ausreichend Trinkwasser, eine Stirnlampe und Mückenschutz sind wichtige Utensilien für Zeltaufenthalte in Madagaskar.

Übrigens ist Madagaskar für Wohnmobil-Urlaube nicht geeignet. Campingbusse sind hier schlichtweg nicht zu finden, Wohnmobile sind nicht bekannt. Freiwilliges Übernachten im Auto ist für Madagassen abwegig und sehr unüblich. Auch die dafür erforderliche Infrastruktur fehlt komplett. Es können keine Autos zum selbst fahren gemietet werden (es gibt anscheinend Anbieter, die Wagen für Selbstfahrer anbieten, was für uns aufgrund der Strassenlage in Madagaskar ziemlich unverantwortlich und unseriös erscheint).

PRIORI gibt gerne weitere Infos rund ums Campen und Zelten in Madagaskar. Wir biteten verschiedene Trekkingtouren in Madagaskar an, kennen Plätze und Orte, wo Übernachten im Zelt möglich ist, und besitzen die entsprechende Campingausstattung für verschiedene Outdoor-Vorhaben in Madagaskar.

Camping Madagaskar Tsiribihina Zelt
Camping in Madagaskar auf einer Sandbank des Tsiribihina Flusses.
Camping Zelten Zelt Madagaskar
Camping während eines Trekkings im Andringitra Nationalpark im Südwesten von Madagaskar
Zelten im Base Camp Andtrinitra Madagaskar
Base Camp mit einfachster Infrastruktur am Fuße des Pic Boby, Andringitra Nationalpark, Madagaskar